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Hideki Kamiya scherzt über Cozy-Resident Evil im Stil von Stardew Valley

Manchmal braucht es nur einen einzigen Tweet, um die Fantasie der Community anzuwerfen. Ausgerechnet Hideki Kamiya, der Regisseur des originalen Resident Evil 2 aus dem Jahr 1998, hat jetzt scherzhaft eine Idee in den Raum geworfen, die mit Survival-Horror kaum noch etwas zu tun hat: ein Cozy-Spinoff im Stil von Stardew Valley, nur eben im Resident-Evil-Universum.

Der Aufhänger war ein Post des offiziellen japanischen Resident Evil Accounts, der am 26. Juni 2026 eine kommende Ausstellung in Shibuya ankündigte. Sie soll später in diesem Jahr das 30-jährige Jubiläum der Reihe feiern. Kamiya teilte den Beitrag, blickte nostalgisch auf seine Zeit mit der Serie zurück und nutzte die Gelegenheit für einen humorvollen Seitenhieb.

Ein scherzhafter Wunsch nach weniger Grusel

Warum spricht Hideki Kamiya über einen Nicht-gruselig-Modus? In seinem Kommentar ermunterte Kamiya Capcom und das heutige Team, weiter gute Arbeit zu leisten, und warf gleichzeitig die Idee in den Raum, künftige Teile um einen Modus zu ergänzen, der explizit nicht beängstigend sein soll. Das spielt auf eine ältere, bekannte Aussage des Entwicklers an: Er selbst kann mit Horror-Spielen nur wenig anfangen.

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Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Ein Fan nahm Kamilyas Horror-Skepsis zum Anlass, sich zugleich eine Fortsetzung rund um Leon S. Kennedy und Claire Redfield zu wünschen, so wie sie einer der prägenden Köpfe der frühen Reihe vielleicht erzählen würde. Und genau darauf legte Kamiya noch einen drauf, mit einer bewusst absurd-gemütlichen Pitch-Idee.

Leons neues Leben auf dem Land

Wie könnte ein Stardew-Valley-artiges Resident Evil aussehen? Laut Kamilyas augenzwinkernder Vorstellung hätte Leon seinen Dienst längst quittiert und lebt zurückgezogen auf dem Land. Statt Munition zu horten, würde er die Tage mit typischen Cozy-Game-Aktivitäten füllen, inklusive Nachbarschaftshilfe und Dorffest-Idylle.

Die von Kamiya genannten Beschäftigungen sind dabei erstaunlich konkret und lesen sich wie ein Mini-Design-Dokument für ein Wohlfühlspiel im Resident-Evil-Kostüm:

  • Angeln gehen
  • Wildgemüse sammeln
  • Brot backen
  • Mit dem Hund spazieren
  • Den eigenen Garten pflegen
  • Alte Kumpels zum Grillen einladen
  • Den Ofen der Oma aus der Nachbarschaft reparieren
  • Hausgemachte Limonade auf einem lokalen Festival verkaufen

Natürlich ist das Ganze klar als Gag erkennbar, gerade weil Resident Evil seit jeher von Anspannung, Monsterdesigns und dem Gefühl permanenter Bedrohung lebt. Trotzdem traf Kamiya damit einen Nerv, denn Cozy-Games sind längst mehr als nur ein Nischentrend, und selbst in Hardcore-Serien werden Zugänglichkeits-Optionen immer häufiger diskutiert.

Warum die Idee trotzdem bei vielen hängen bleibt

Welche Reaktionen löste Kamilyas Cozy-Pitch aus? Unter den Antworten mischten sich Verwirrung und Begeisterung. Einige konnten mit dem Gedanken an einen Nicht-gruselig-Modus in einem Horror-Franchise wenig anfangen. Andere wiederum griffen den Wunsch auf, die Geschichten und Figuren erleben zu können, ohne dass der Gruselfaktor sie abschreckt.

Ein paar Fans spielten die Idee sogar weiter und schlugen Varianten vor, bei denen Gegner optisch entschärft würden, etwa durch bunte Kostüme oder komplett andere, weniger furchteinflößende Designs. Ob Capcom jemals ernsthaft in diese Richtung denkt, ist offen, aber als Social-Media-Moment zeigt die Sache vor allem eins: Leon, Claire und der ganze Kosmos haben längst genug Strahlkraft, um auch außerhalb klassischer Horror-Formeln zu funktionieren.

Wie würdet ihr ein gemütliches Resident Evil finden: als reinen Spaßmodus, als separates Spinoff oder wäre das für euch ein No-Go? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.

Jens A.

Wenn bei GTA der fünfte Wagen brennt und irgendwo ein NPC flucht, ist Jens wahrscheinlich nicht weit. Bei PlayCentral kümmert er sich mit viel Herzblut um alles, was zockt, kracht und Spaß macht. Sei es ein Blockbuster mit Millionenbudget oder ein Indie-Perle mit Retro-Charme. Sein Fachgebiet? Open Worlds, Chaos-Sandboxen und Games, bei denen man "nur mal kurz reinschauen" wollte und dann plötzlich 3 Stunden später noch da sitzt. Immer kritisch, meistens fair und manchmal leicht übermüdet vom letzten Games-Marathon.
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