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WoW: Mists of Pandaria: Warum man sich doch auf Mists of Pandaria freuen darf?

Von Christian Liebert - News vom 18.09.2012 17:43 Uhr

Am 25. September 2012 begeben sich die Veteranen und Neueinsteiger von World of Warcraft auf ihre nächste große Reise. Nachdem die Welt mit Cataclysm komplett verändert wurde, segeln die Spieler dieses Mal wieder Übersee und landen auf dem bisher verschwundenen Kontinent Pandaria. Ein erhöhtes Maximallevel, neue Gebiete, neue Dungeons und noch viele weitere Veränderungen kommen auf uns zu. Für manch einen ist Blizzards Hit-Gigant nur noch ein müdes Pferd, während andere mehr als sonst nach den neuen Features schmachten. Kann man sich nun auf Mists of Pandaria freuen oder wartet nur eine aufgewärmte Suppe auf uns? Nach dem Tod von Deathwing und der langen Dürre danach herrschen gemischte Gefühle bei den Spielern und Fans der Warcraft-Welt. Als Held der ersten Stunde habe ich mich daher aufgemacht, diese Frage auf den nächsten Seiten zu klären.

Kung-Fu Panda!

Disneys Gegenstück zu Jackie Chan ist wohl der beliebteste Running-Gag seit herauskam, dass die knuddeligen Bären die neue, auch spielbare, Hauptfraktion der Erweiterung sein würden. Im asiatischen Gewand gehalten, leben die Pandaren schon seit Tausenden von Jahren auf ihrem verborgenen Kontinent Pandaria, der nun wieder aufgetaucht ist und die neue Spielwelt darstellen wird. Obwohl es Fans der Erweiterung schon zu den Ohren heraushängt, muss man sich eingestehen, dass die Pandaren auf den ersten Blick sehr untypisch für die Welt von Warcraft wirken. Allerdings trügt der Schein, denn schon seit Warcraft 3 gibt es mit dem Braumeister-Champion eben jene Pandaren im Spiel, womit Blizzard den Spieß jetzt umdrehen und sagen könnte: Kung-Fu Panda hat es Warcraft 3 nachgemacht. Der Film erschien nämlich erst lange nach dem Kult-RTS und somit haben die Pandaren auch ihre Berechtigung im Spiel. Die Pandas bringen auch direkt eine neue Klasse mit: den Mönch. Dieser kann, wie schon zuvor die Druiden oder Paladine, eigentlich alles, je nachdem, wie man dessen Fertigkeitspunkte verteilt. Die Besonderheit ist hier, dass der Spieler erst mit Level 10 entscheiden kann, welcher Fraktion er seinen Zottel anschließt. Bis dahin erledigt man seine ersten Quests auf der „Wandernden Insel“, die ihrem Namen alle Ehre macht und eigentlich eine riesige Schildkröte ist.

Die Pandaren selbst sind in verschiedene Clans unterteilt und natürlich sind sich diese nicht immer Grün miteinander. Vor allem seit Horde und Allianz auf dem neuen Kontinent unterwegs sind und die eigentlich friedlichen Wesen in ihren Zwist mit einspannen. Interessant hierbei ist der dramatische Tiefgang der Story. So verwandelt sich die sonst freundliche Jaina Prachtmeer in einen Racheengel und auch mit Hordenanführer Garrosh ist nicht gut Kirschen essen. Man munkelt sogar, dass dieser der neue Endgegner der Erweiterung werden wird. Ein solcher fehlt nämlich derzeit noch. Anders als bei den letzten drei Add-ons existiert zurzeit noch kein festes Ziel.

 

Ein Genre im Wandel der Zeit

Wie keine Erweiterung zuvor steht Mists of Pandaria auf wackeligem Boden. Wird Blizzard das Feuer einmal mehr entfachen können? Mit Guild Wars 2 haben NCsoft und ArenaNet einen fähigen Konkurrenten ins Rennen geschickt, der dem alten Genre-Primus einiges voraus hat. Dynamische Events, vertonte Missionen und eine eigene, epische Charakterstory. Dies alles sind Features, die World of Warcraft nicht bieten kann, die aber dennoch den Zahn der Zeit darstellen. Blizzards Goldesel ist nicht mehr länger die Spitze der MMO-Evolution und muss sich daher stärker beweisen als bisher. Das ist auch nötig. Der fehlende Schwung, der Cataclysm schon kurz nach dem Start ereilte, macht es vielen alten Hasen ziemlich schwer, noch an eine goldene Zukunft zu glauben. Wird auch Mists of Pandaria nur das kurze Aufflackern eines alten, längst erloschenen Feuers? Hoffentlich nicht, denn bisher klingen die neuen Inhalte nach jeder Menge Spaß und beherbergen mehr, als man auf den ersten Blick annehmen könnte. Vor allem PvE-Spieler werden voll auf ihrer Kosten kommen.

Neues aus dem Dungeonbrowser

Gab es früher mit der jeweils neuen Erweiterung einfach nur neue Dungeons und Schlachtzüge, so warten dieses Mal sogar frische Spielmodi auf die abenteuerhungrigen Helden. Da wären zum Beispiel die Szenarien, von denen man das erste schon vor dem Start von Mists of Pandaria, als Vorgeschichte zur Erweiterung, spielen kann. Diesen Modus kann man bequem über den Dungeonbrowser auswählen und wird dann wie gewohnt mit Spielern aus aller Herren Server zusammengeworfen (es sei denn, man meldet sich als Gruppe an). Das Besondere hierbei: Die Gruppe braucht weder Tank noch Heiler. Drei Schadensausteiler finden sich zusammen und spielen eine kleine Geschichte durch. Die erste wird gleich der Angriff auf Theramore, der dann quasi die Erweiterung selbst einleitet. Der Fokus liegt praktisch darauf, selbst ein bisschen Scripted Reality zu genießen und sich aus den Ketten von „antanken lassen,… jetzt voll DPS auf den Boss“ zu befreien.

Wem die Schwierigkeitsstufe „Heroisch“ bisher noch zu lasch war, der wird sich jetzt über den neuen Modus „Herausforderung“ freuen. Hier geht es darum, den jeweiligen Dungeon in einer bestimmten Zeit zu schaffen. Am Ende gibt es dann je nach Zeit eine Gold-, Silber- oder Bronze-Medaille und eine entsprechende Anzahl an Gold und Marken. Das Besondere dabei: Jeder Spieler bekommt eine spezielle Ausrüstung spendiert. Damit sichert man ab, dass Helden in späteren Tagen nicht durch episches Equip so mächtig werden, dass sie die Herausforderungen mit Links und 40 Fieber schaffen. Außerdem können damit Twinks und Neueinsteiger ohne Bedenken mitspielen. Allerdings ist eine nahezu perfekte Handhabe der eigenen Klasse extrem wichtig. Im neuen Modus sind selbst die Trashmobs stärker als mancher Hero-Boss. Hier steht ganz klar Skill über Ausrüstung.

 

Wie es bereits abzusehen war, werden nun alle Schlachtzüge von Anfang an via Dungeonbrowser verfügbar sein. Somit hat jeder Spieler die Chance, selbst einmal die großen Gegner zu sehen und im besten Fall auch zu besiegen. Letzteres sollte allerdings nicht so schwer werden, da die Schwierigkeit in diesem Modus noch weit unter „Normal“ liegt. Die Bosse werden hier also um einige Fähigkeiten und taktische Aspekte beschnitten. Eine gute Sache für Spieler mit wenig Zeit oder um sich noch schnell ein Teil für den richtigen Schlachtzug zu besorgen. Wer aber auf eine ernsthafte Herausforderung steht, sollte sich lieber eine echte Raidgruppe suchen. Eine Änderung, die schon jetzt auf den Servern zu spüren ist, ist die neue Itemverteilung. Veteranen kennen es nur zu gut: Boss liegt, Loot wird gepostet und jeder würfelt um sein Teil. So war es bisher, zumindest seit DKP und Lootmaster ausrangiert wurden. Nun entscheidet das Spiel, wer etwas bekommt. Dabei schaut das System vor allem auf die Skillung der Spieler und entscheidet dann dementsprechend. Leer ausgehen wird natürlich niemand, da trotzdem jeder ein paar Marken und Gold bekommt.

Rückkehr der Vorquests!

Als Blizzard damals sämtliche Vorquests entfernte und die Dungeons für alle Spieler, die dachten das Zeug dafür zu haben, öffnete, hagelte es harsche Kritik. So gab man den Usern die Möglichkeit, Inhalte zu überspringen und gleich in den Highend-Content vorzustoßen. Diesen Fehler möchte man nun begradigen und fügt daher die Zugangsquests wieder ein. Nicht so umfangreich wie seiner Zeit für Onyxia oder den Schwarzen Tempel, aber immerhin muss man den jeweils letzten Schlachtzug von innen gesehen haben, damit man in den nächsten eintauchen darf. Dies zählt auch für den Dungeonbrowser.

Kein neues PvP-Gebiet

Es war schon fast Tradition, dass mit jeder Erweiterung auch ein neues PvP-Gebiet ins Spiel kommt, aber dieses Mal hat sich Blizzard wohl dagegen entschieden. Es wird kein neues Tausendwinter in Mists of Pandaria geben. Generell erwartet PvP-Spieler keine große Bombe an Neuerungen. Zwar wurden die Werte auf den Items nun eindeutig mit „PvP“ deklariert und wir bekommen auch wieder ein paar neue Schlachtfelder serviert. Damit hat sich die Sache aber auch schon. Aber gut, das PvP in World of Warcraft ist mit seinen verschiedenen Möglichkeiten sehr stimmig und bedarf nicht unbedingt eines Updates. Dafür bekommen PvE-Spieler nun auch eine Möglichkeit etwas PvP-Flair zu genießen, ohne dabei von Profis regelrecht zerfetzt zu werden.

PvE-Schlachtfelder heißt hier das Stichwort und kombiniert, wie der Name schon sagt, beide Modi zu einem Erlebnis. So stehen die Helden hier keinem anderen Spieler gegenüber, sondern fetzen sich in bester Kriegsmanier gegen NPCs anderer Fraktionen. Klingt auf den ersten Blick ein bisschen nach einem größeren Dungeon und ist es im Endeffekt auch. Doch gerade für PvP-Muffel, die kein großes Interesse oder Können in Sachen Spielerkämpfen haben, immerhin eine gelungene Abwechslung zum auf die Dauer grauen PvE-Alltag.

 

Mal wieder ein neues Talent-System?

Während das Talent-System in den vergangenen Jahren immer weiter verkompliziert wurde, hat man sich nun für einen radikalen Umschwung entschlossen. Erinnert ihr euch noch an den Ursprung? 51 Punkte konnte man bis Stufe 60 verteilen und damit seine Klasse spezialisieren. Keine Meisterschaften, keine Mindestpunkte pro Baum, einfach nur verteilen und gut. Dies war eigentlich ein sinniges Prinzip und hielt immerhin ein paar Jährchen durch. Seit Wrath of the Lich-King aber scheinen die Entwickler von Blizzard nicht mehr ganz so zufrieden mit diesem System zu sein. Während man die Talente erst auf ganz kompliziert getrimmt hatte, vereinfacht man diese nun auf Kinderniveau. Ganze sechs Punkte kann der Spieler nun verteilen. Dafür bekommt er alle 15 Level einen Fertigkeitspunkt, den er in eins von drei Talenten investieren kann. Es gibt keine Ränge oder ähnliches mehr. Nicht gerade der Hit, aber immerhin kann nun jeder ohne stundenlanges Lesen von Klassenguides seine Punkte verteilen und man verhaspelt sich auch nicht mehr in seitenlangen Diskussionen über einzelne Perks im Elitist Jerks-Forum.

 

Haustierkämpfe und andere Spielereien

Wer abseits von PvE und PvP seinen Spaß haben will, der kommt diesmal voll auf seine Kosten. Haustierkämpfe in bester Pokémon-Manier sollen die Langeweile zwischen den echten Spielinhalten vertreiben. Dafür könnt ihr sogar auf Safari gehen und überall in der Welt nach neuen, tollen Pets suchen, die ihr dann zu blutrünstigen Kampfmaschinen trainiert. Okay, das mit dem blutrünstig streichen wir wieder, aber der Rest stimmt. Zwar gibt es am Ende außer Ruhm und Ehre nichts zu gewinnen, aber wer wollte nicht auch schon immer mal rufen: „Los Albinoschlange, Tackleattacke!“.

Sehr interessant wird es nun hingegen in Sachen Tapferkeitspunkte werden. Während man damit früher bei einem speziellen Händler Ausrüstung der aktuellen Raidstufe kaufen konnte, benutzt man die Punkte nun vor allem, um seine gewonnenen Teile zu verbessern. Die Aufwertungen sind zwar nicht so gut wie die vom Verzauberer des Vertrauens, aber immerhin besser, als sich überteuerte Rollen im Auktionshaus zu kaufen. Rüstungen für Tapferkeitspunkte gibt es allerdings auch noch. Diese muss jetzt allerdings bei den Fraktionen erworben werden, wofür wiederum Ruf gefarmt werden muss. Gerade Veteranen wird dies freuen, da somit „Ruf sammeln“ bei den Fraktionen wieder interessant wird.

Ein Stückchen weit Housing

Housing ist so eine Sache, die schon vom ersten Tag an angekündigt war und dann immer wieder verschoben wurde, bis man das Feature schlussendlich vorläufig strich. Wer aber dennoch gerne ein eigenes Heim haben möchte, der hat nun (zumindest teilweise) die Möglichkeit dazu. Wer viele Quests bei der Ackerbauer-Fraktion erledigt, bekommt eine eigene kleine Farm, auf der man dann Zutaten für Berufe und ähnliches anbauen kann. Gerade für Kräuterkundler, Köche und Alchemisten sollte dieses Feature ganz nützlich sein. Jeder andere freut sich einfach nur über ein Stücken eigenes Land in der neuen Welt.

Eine tolle PvE-Erweiterung – Unser Ausblick

Fassen wir uns kurz und kommen gleich zum Punkt: Mists of Pandaria hat auf alle Fälle das Zeug, die Fans von World of Warcraft erneut zu begeistern. Allerdings werden gerade PvP-Liebhaber etwas auf der Strecke bleiben. Szenarien, Herausforderungen und PvE-Schlachtfelder, das alles ist vor allem für PvE-Spieler interessant, an die sich die neue Erweiterung auch mit den meisten Neuerungen richtet. Natürlich bleiben die alten Features und PvP-Modi erhalten und begeistern auch weiterhin, aber es gibt eben keine großen Neuerungen, die Spieler-gegen-Spieler Kämpfe revolutionieren. Da sollte man sich doch lieber Gedanken machen und sich das frisch erschienene Guild Wars 2 genauer anschauen, welches vor allem auf Player-versus-Player setzt. Das bedeutet aber nicht, dass PvP völlig auf der Strecke bleibt. Wer bisher zufrieden war, braucht sich keine Gedanken zu machen. Neue Schlachtfelder, Arenen und natürlich viele neue Rüstungen und Waffen warten auch dieses Mal wieder auf kampfbereite Helden. Ansonsten erwartet uns eine Menge guter und vor allem auch neuer Inhalte, für die sich die Anschaffung der Erweiterung lohnt. Natürlich muss man mit dazu sagen, dass World of Warcraft technisch nicht auf dem neuesten Stand ist und so gegen aktuelle Titel abstinkt, was Vertonung oder dynamische Events angeht. Wer aber auf ein klassisches MMORPG steht, wird hier gut bedient werden und kann sich auf den 25. September 2012 freuen.

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