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Hardware - Corsair K70 RGB MK.2: Gelungene Neuauflage für den größeren Geldbeutel

Von Patrik Hasberg - Test vom 15.01.2019 - 17:52 Uhr
Hardware Screenshot
© Corsair

Corsair erweitert das eigene Sortiment an hochwertigen Tastaturen, die sich vornehmlich an passionierte Gamer richten, regelmäßig um neue Modelle – teils mit größeren und teils mit kleineren Änderungen, dafür aber mit sinnvollen Ideen. Wir haben uns mit der K70 RGB MK.2 die Neuauflage der K70 und die damit einhergehenden Neuerungen genauer angeschaut. Ob sich die kleineren Änderungen bezahlt machen, klären wir in unserem Test.

Wir haben uns bereits vor einiger Zeit die K70 RGB MK.2 auf den Schreibtisch gestellt und seitdem unzählige Stunden in Battlefield 5, Call of Duty: Black Ops 4 und Co. verbracht und sind kurzum sehr zufrieden. Es sind insbesondere die kleineren Unterschiede und sinnvollen Ideen, die den Gesamteindruck und vor allem die Gesamtwertung im Gegensatz zu der normalen K70-Version noch einmal leicht anheben.

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Verarbeitung und Optik

Schon die Oberfläche, die komplett aus eloxiertem, gebürstetem Aluminium besteht, signalisiert, dass Käufer der Gaming-Tastatur hochwertige Hardware erwarten dürfen. Hier wackelt und knarzt garantiert nichts - lediglich die ansteckbare Handballenauflage macht einen etwas schwächlichen Eindruck.

Vor allem die Haltenasen, um die Handballenauflage mit der Tastatur zu verbinden, erscheinen recht empfindlich und zerbrechlich. Außerdem fällt auf, dass die Auflage insgesamt aus recht dünnem Kunststoff besteht. Durch die oberflächliche Gummierung finden die Handballen aber nicht nur einen rutschfreien und komfortablen Ablageort, auch der hochwertige Eindruck wird dadurch wieder ein wenig verstärkt.

Dreht man die K70 RGB MK.2 um, fällt eine weitere kleine Anpassung auf, die für viele Nutzer aber einen großen Pluspunkt darstellen dürfte. Denn an der Unterseite befinden sich jetzt x-förmig verlaufende Kabelkanäle, die das lästige Kabelmanagement einfacher und vor allem angenehmer gestalten sollen.

Mit einem recht ordentlichen Gewicht von 1,25 Kilogramm liegt die K70 RGB MK.2 bereits sehr gut und stabil auf der jeweiligen Unterlage. Dadurch, dass Corsair zusätzlich großflächig gestaltete Gummifüße auf der Unterseite angebracht hat, verschiebt sich die Tastatur selbst auf Stoffunterlagen keinen Millimeter. Liegt euch die MK.2-Version der K70 zu flach auf dem Tisch, könnt ihr diese durch zwei seitlich aufklappbare Plastikstützen ein wenig höher setzen.

© Corsair

Komfortabel ist auch der zusätzliche USB 2.0-Port auf der Rückseite. Hier könnt ihr beispielsweise direkt eure Maus oder beispielshalber einen USB-Stick bzw. eine Festplatte anschließen. Möchtet ihr den Port nutzen, müssen jedoch zwangsläufig beide USB-Anschlüsse der Tastatur an eurem PC angeschlossen werden. Das stoffummantelte Kabel weist insgesamt eine Länge von 1,8 Metern auf und ist durch die Ummantelung recht starr, wodurch gutes Kabelmanagement wiederum ein wenig erschwert wird. Wir empfehlen das Kabel nach dem Auspacken erst einmal der Länge nach zu entwirren, damit es sich möglichst gut hinter oder unter eurem Schreibtisch verstecken lässt.

Einer der größten Unterschiede auf der Oberseite der Tastatur betrifft das mittig gesetzte Corsair-Logo am oberen Rand. Dieses befindet sich unter einer kleinen Plexiglasscheibe und ist nun vollständig RGB-fähig. Das schafft euch in Spielen zwar keinen Unterschied, sieht aber tatsächlich sehr schick aus und lässt sich entsprechend einfarbig beleuchten oder komplett ausschalten.

Links von dem Logo hat Corsair drei Zusatztasten verbaut, die für den Wechsel der Profile, die schnellere Anpassung der Beleuchtungsstufe und das Sperren der Windows-Taste zuständig sind. Das entsprechende Symbol auf den Tasten ist bei Aktivierung ebenfalls in einer bestimmten Farbe beleuchtet, damit ihr auch im Dunkeln zu jeder Zeit die richtigen Taste drückt.

Auf der rechten Seite befindet sich ein silberfarbener Lautstärkeregler samt einer Mute-Taste, um die Lautstärke komplett stumm zu schalten. Der Lautstärkeregler macht nicht nur einen hochwertigen Eindruck, sondern fühlt sich beim Bedienen auch so an. Gefühlt habt ihr dadurch eine bessere Kontrolle über die jeweilige Lautstärke im Spiel. Selbst in hitzigen Situationen in Battlefield 5 konnten wir jederzeit die gewünschte Lautstärke regeln. Das kommt vor allem dadurch zustande, da der Regler ein klein wenig Druck benötigt, um mit dem Finger nach oben oder unten bewegt zu werden.

Immer wichtiger für viele Spieler sind die verbauten Tastenschalter. Bei den beiden Neuauflagen in Form der Corsair Strafe RGB MK.2 und der K70 RGB MK.2 könnt ihr euch für verschiedene Switches entscheiden, die das Tippgefühl entscheidend verändern.

Hierzulande habt ihr bei den beiden Modellen beispielsweise die Wahl zwischen Cherry MX Blue, Cherry MX Brown oder Cherry MX Red. Für eine noch schnelle Betätigung der Tasten stehen euch außerdem die MX Speed Switches zur Verfügung. Ebenfalls im Angebot und auf möglichst geräuscharme Betätigung bedacht, sind die MX Silent. Je nachdem für welche Tasten ihr euch beim Kauf einer K70-Tastatur entscheidet, kann sich der Preis noch einmal um rund 10 Euro erhöhen. Die K70 RGB MK.2 kostet in der Ausführung mit Cherry MX Red bei Corsair 179,99 Euro.

Unser Testgerät wurde von Corsair mit Cherry MX Red-Schaltern ausgerüstet, die sich vor allem für Spiele aber auch zum Schreiben anbieten. Doch auch die MX Silent sind mit einer niedrigen Betätigungskraft von 45 Gramm für Gamer zu empfehlen – außerdem sind diese, wie der Name schon sagt, recht leise, wodurch ihr eure Mitbewohner weniger stört. Die Cherry MX Blue geben bei Betätigung ein gut hörbares Klicken von sich, weshalb sich diese eher an Vielschreiber richten, die ein akkustisches Feedback benötigen.

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iCUE

Um die K70 RGB MK.2 in vollem Umfang nutzen zu können, solltet ihr in jedem Fall Corsairs aktuelle Software namens iCUE auf eurem PC installieren. Hier könnt ihr unterschiedliche Einstellungen vornehmen. Beispielshalber lässt sich die Tastenbeleuchtung individuell an eure Bedürfnisse einstellen. Außerdem könnt ihr aus einem vorgegebenen Pool vordefinierte Beleuchtungseffekte anpassen. Die Intensivität und die Effektgeschwindigkeit lässt sich hier ebenfalls steuern.

Weiterhin könnt ihr in der Software Makros programmieren, jedoch stehen euch bei der K70 dafür keine extra Tasten zur Verfügung. Möchtet ihr dedizierte Makrotasten haben, müsst ihr beispielshalber zu der K95 von Corsair greifen.

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