PlayNation Test Super Smash Bros. for 3DS / Wii U

Super Smash Bros. for 3DS / Wii U - Die Wii U lädt zur Prügelparty

Von Yannick Arnon - Test vom 11.12.2014 - 11:00 Uhr
Super Smash Bros. for 3DS / Wii U Screenshot

Kämpfen, kämpfen, kämpfen

Durch die Anpassungen gewinnt das neue Super Smash Bros. eine zusätzliche taktische Komponente. Freigeschaltete Ausrüstungsgegenstände haben zwar keine sofort sichtbare Auswirkung, dafür verbessern sie die Statuswerte Angriff, Verteidigung und Geschwindigkeit eines Charakters. Der Haken an der Sache besteht darin, dass mit jedem Boost ein anderes Attribut leidet, weshalb ihr eine möglichst ausgeglichene Auswahl treffen solltet. Manche der Utensilien haben auch nützliche Nebeneffekte und erlauben es zum Beispiel eure Smash-Attacken für mehr Power länger aufzuladen oder den Kampf mit einem Bob-Omb in der Hand zu starten. Euch stehen für jeden Kämpfer genug Slots zur Verfügung, um ein wenig mit den Bauteilen zu experimentieren. Bereits auf dem 3DS erstellte Custom-Charaktere und Miis sind mit wenigen Knopfdrücken per WiFi schnell auf die Konsole geladen bzw. auf den Handheld importiert. Dies muss jedoch für jeden Fighter einzeln getan werden, ihr könnt nicht alle Kämpfer auf einmal übertragen. Geheimcharaktere müssen zudem in der jeweils anderen Version erst freigespielt werden. Einmal auf die andere Plattform importiert, könnt ihr dort zudem keine nachträglichen Änderungen vornehmen.

"Classic" entspricht einer typischen Prügelspiel-Kampagne, darin wählt ihr auf einem Spielfeld eure nächsten Gegner selbst aus, bevor ihr euch am Ende Meisterhand und je nach Schwierigkeitsgrad weiteren Bossgegnern stellt. "All-Star" ist ein Marathonkampf gegen den gesamten Cast, in dem ihr nur ein einziges Leben habt. Beide Modi verfügen über einen Koop für zwei Spieler. Für Einzelspieler sind außerdem die "Special Orders" hinzugefügt worden, in denen ihr euch entweder für Gold oder spezielle Tickets, die zufällig vergeben werden, die Teilnahme an besonderen Herausforderungen von Meisterhand und Crazy Hand erkauft. Darin warten freischaltbare Goodies wie Custom Parts, Trophäen und CDs. In den Crazy Orders könnt ihr innerhalb von zehn Minuten mehrere Herausforderungen nacheinander spielen, um mehr Belohnungen zu verdienen. Eure Schadensanzeige wird jedoch nicht komplett zurückgesetzt und ihr werdet nur zu einem Teil geheilt. Am Ende wartet ein Showdown gegen die Crazy Hand. Solltet ihr in diesem oder sogar in einem der vorherigen Kämpfe den Kürzeren ziehen, verliert ihr die bis dahin gesammelten Belohnungen. Auf dem 3DS schmerzlich vermisste Inhalte, wie Spezialregeln, mit denen ihr zum Beispiel als Riesen spielt oder mit 300% Schaden in den Kampf startet (jetzt auch untereinander kombinierbar), Münzenjagd und die Event Matches, in denen ihr ein bestimmtes Ziel erfüllen müsst, sind nur auf der Wii U zu finden. Abgerundet werden die Modi von einem Genre-üblichen Trainingsmodus und dem Stadion, in dem ihr Sandsäcke durch die Gegend prügelt, gegen dutzende Miis kämpft oder euch an einem Angry Birds-Klon versucht.

Ein weiterer exklusiver Modus ist Smash Tour, in dem vier Miis einen digitalen Würfel rollen und dann über ein Spielbrett ziehen. Jeder Spieler startet mit einem zufällig ausgewählten Kämpfer, weitere sind auf dem Spielfeld verteilt und können eingesammelt werden. Aktionsfelder verbessern wie in Smash Run auf dem 3DS die Statuswerte, so dass unter Umständen das Balancing mit Füßen getreten wird. Treffen sich zwei Spieler, kommt es zum Kampf für alle Spieler, die noch mindestens einen Charakter besitzen. Zuvor können noch auf dem Spielbrett eingesammelte Spezialfähigkeiten eingesetzt werden. Solltet ihr diesen Fight verlieren, lauft ihr Gefahr, euren Charakter zu verlieren. Ist die letzte Runde beendet, kommt es zu einem finalen Duell. Der Spieler, der am Ende die meisten Kämpfer besitzt, hat natürlich die besten Chancen. Was zunächst nach einer Mischung aus Mario Party und Smash Bros. klingen mag, ist in Wirklichkeit nur halb so interessant. Der Ablauf unterliegt der Willkür und macht es schwer, sich gezielt vorzubereiten. Noch dazu kann es auf größeren Spielbrettern dauern, bis sich zwei Miis treffen. Der normale Multiplayer macht deutlich mehr Spaß.

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