PlayNation Test The Vanishing of Ethan Carter

The Vanishing of Ethan Carter - Ein herbstlicher Ausflug in die menschliche Fantasie

Von Patrik Hasberg - Test vom 06.10.2014 - 16:40 Uhr
The Vanishing of Ethan Carter Screenshot

In dem Adventure The Vanishing of Ethan Carter begeben wir uns als Privatdetektiv Paul Prospero auf die Suche nach dem verschwundenen Jungen Ethan Carter und erkunden dabei das beschauliche Tal Red Creek Valley. Neben einer beeindruckenden Grafikkulisse kann der Titel durch eine spannende Handlung und eine frische Spielmechanik überzeugen. Trotz einiger kleiner Mängel können wir die Reise in die herbstlich dargestellte Landschaft Freunden von eher ruhigeren Spielen nur wärmstens ans Herz legen.

Als wir plötzlich aus einer scheinbar undurchdringlichen Mauer aus Finsternis hinaus in einen bunten Herbstwald treten, wissen wir noch nicht, was uns in dem Adventure The Vanishing of Ethan Carter erwarten wird. Was wir aber schon nach der ersten Minute des Erkundens mit Sicherheit sagen können, ist dass der Titel des polnischen Entwicklers The Astronauts einfach nur fantastisch aussieht und uns bereits in seinen ganz eigenen Bann gezogen hat.

Worum es hier überhaupt geht und wer der Junge Ethan Carter ist, haben wir nach der kurzen Einführung zu Beginn des Spiels durch die beeindruckende Präsentation fast wieder vergessen. Gedankenverloren machen wir uns also auf den Weg und erkunden das kleine Waldstück. Ab und an stoßen wir dabei auf vereinzelte Fallen, die im Herbstlaub gut getarnt verborgen liegen und uns das Gameplay von Ethan Carter erklären sollen.

Paul Prosperos letzter Fall

Als Privatdetektiv Paul Propero verfügen wir nämlich über übernatürliche Fähigkeiten und sehen innerhalb von Visionen, was anderen Menschen verborgen bleibt. Jede Falle, die wir finden, fügt sich wie ein Mosaikstein zu einem Ganzen zusammen. Haben wir alle Fallen gefunden, erleben wir in einer Art Vision, was sich in dem kleinen Tal Red Creek Valley abgespielt hat. Nun gilt es herauszufinden, wo sich Ethan befindet und warum der Junge innerhalb eines Briefes um unsere Hilfe gebeten hat.

Also machen wir uns weiter auf den Weg und erkunden die Gegend. Immer wieder ertappen wir uns dabei, wie wir minutenlang stehen bleiben und einfach nur den Blick schweifen lassen. Besonders die Lichtstimmung lässt in uns mehrfach den Gedanken aufkommen, wir würden tatsächlich durch eine herbstliche Landschaft im nordamerikanischen Hinterland laufen. Fröhlich wirkt die Atmosphäre trotzdem nicht, das Tal und die Landschaft scheinen verlassen. Überall stoßen wir auf alte, verfallene Gebäude, verrostete Bahngleise – von anderen Menschen keine Spur. Die kryptischen inneren Monologe unserer Spielfigur untermauern diese Stimmung.

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