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Ice Age – Die Abenteuer von Buck Wild: Was taugt das Spin-off auf Disney+? – Filmkritik

Von Heiner Gumprecht - News vom 17.03.2022 09:58 Uhr
Ice Age - Die Abenteuer von Buck Wild in der Kritik
©Disney Enterprises, Inc.

Die Reaktionen der Zuschauer*innen auf das letzte „Ice Age“-Abenteuer Ice Age – Kollision voraus waren teilweise genauso desaströs wie die Wertungen der Kritiker*innen und dennoch soll es da draußen noch hartnäckige Fans von dem Franchise geben, das vor rund zwanzig Jahren seinen Anfang genommen hat.

Und genau für diese Fans, die schlechten Rezensionen und einer stetig abnehmenden Qualität zum Trotz ihren Freunden aus der Eiszeit treu geblieben sind, veröffentlicht Walt Disney auf seinem Video-on-Demand-Sender Disney+ ein Spin-off, das bereits am 25. März 2022 für alle Abonnenten zur Verfügung stehen wird.

Wir haben uns den Film von Regisseur John C. Donkin bereits für euch angesehen und verraten euch in dieser Kritik, ob das abenteuerlustige Wiesel Buck Buckminster (Simon Pegg) das totgeglaubte Franchise noch retten kann, ob der Ableger ein Abonnement bei Disney+ wert ist und was ihr sonst noch über den Film wissen müsst.

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Ice Age – Die Abenteuer von Buck Wild: Eine Kritik

Zuerst einmal sei gesagt, dass sich dieses Spin-off in erster Linie an Kinder richtet und abseits davon kaum versucht, irgendeiner anderen Zielgruppe gerecht zu werden. Der Anspruch der Handlung ist äußerst gering, der Detailgrad in jeglicher Hinsicht niedrig und die Ausarbeitung der Figuren bestenfalls zweckdienlich.

Jüngere Zuschauer*innen und alle unter euch, die sich eher als anspruchslos bezeichnen würden und einfach mal wieder ihre Helden aus Ice Age wiedersehen möchten, mag das genug sein, wer aber auch nur einen Hauch mehr erwartet wird weitgehend wohl enttäuscht werden, denn Ice Age – Die Abenteuer von Buck Wild ist hauptsächlich günstiger Fanservice.

Was für Verehrer*innen des Franchise aber auch ein Wiedersehen mit all den liebgewonnen Charakteren bedeutet, die nun bereits seit zwanzig Jahren immer wieder zurückkehren, wenn nun auch nicht mehr auf der großen Leinwand. Von der alten Garde rund um Manny, Sid und Diego bekommt ihr allerdings eher wenig zu sehen, da diese nun zu Nebenfiguren degradiert wurden.

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Stattdessen folgt die Handlung, dem leicht irreführenden Namen des Films zum Trotz, den beiden Opossum-Brüdern Crash und Eddie, die für ihre verrückten Ideen und ihre Abenteuerlust bereits vielen Zuschauer*innen bekannt sein dürften. Der namensgebende Held Buck hat hingegen eine eher untergeordnete Rolle, was Fans der Figur vielleicht frustrieren kann.

Außerdem kehrt das Rattenhörnchen Scrat, der heimliche Held der „Ice Age“-Filme seit 2002, nicht wieder zurück und hat auch keinen Cameo oder sonstige Auftritte. Wer also auf eine weitere höllische Nussjagd gehofft hat, muss auch in dieser Hinsicht mit gebrochenen Erwartungen rechnen.

Ice Age - Die Abenteuer von Buck Wild in der Kritik
©Disney Enterprises, Inc.

Ice Age – Die Abenteuer von Buck Wild: Leichte Kost für Kids

Leider bietet euch der neueste Ableger aus der „Ice Age“-Reihe nicht viel Neues, stattdessen konzentriert sich Donkins Film auf solche Elemente, die bereits in den vorangegangenen Filmen gut angekommen sind und sich als wiederverwertbar herausgestellt haben. Neu sind lediglich wenige Charaktere die hier eingeführt werden, über das Niveau von Schubladenfiguren aber nie hinauskommen.

Auch abseits davon zeigt sich dieses Spin-off sehr handzahm und weigert sich in allen Bereichen, neue Wege zu betreten oder Risiken einzugehen. Dies betrifft die Handlungsträger genauso wie die Location, die Gags und den allgemeinen Erzählstil. Schlimmer noch, manche Aspekte dieses Films haben einen sichtbaren Sturz in der Qualität ertragen müssen.

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Dazu gehört an vorderster Front der visuelle Part von „Ice Age – Die Abenteuer von Buck Wild“. Zu behaupten, der Film sei grafisch auf dem Niveau seines Vorgängers von 2016, ist etwas übertrieben, deutlich besser ist das Gezeigte aber auch nicht. So dient beispielsweise eine lieblos entworfene und beinahe tote Welt als Schauplatz, lustlos in Szene gesetzt und leider auch äußerst detaillos.

Für einen Film, der einen Kinostart komplett umgeht, mag das ausreichend sein, ein wenig enttäuschend ist es aber dennoch, weil es Donkins Arbeit auf einen Lückenfüller reduziert, einen Versuch, herauszufinden, ob sich überhaupt noch jemand für das Franchise interessiert, ohne dabei zu viel Mühe und vor allen Dingen zu viel Geld zu investieren.

Passend dazu wirken die Synchronsprecher über weite Flur ziemlich lustlos und ihre Arbeit ist meist lediglich okay, jedoch nie deutlich besser als das. Die Musikuntermalung ist passend dazu eintönig und kaum aussagekräftig, was im Grunde auch über die Handlung gesagt werden kann. Bestenfalls ausreichend, schlimmstenfalls langweilig.

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Pro:

  • Ein Wiedersehen mit alten Freunden
  • Vergnüglicher Spaß für Kinder
  • Gelegentlich sehr treffsichere Gags

Kontra:

  • Uninspirierte Handlung
  • Lustloser Erzählstil
  • Keine neuen Ideen/Ansätze
  • Visuell altbacken
  • Bewegungsanimationen teilweise hakelig

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Unterm Strich ist „Ice Age – Die Abenteuer von Buck Wild“ kein Film, der ein Abonnement bei Disney+ rechtfertigen kann und auch für Anhänger der alten Streifen eignet sich dieser Ableger nur bedingt. Wer sich selbst aber als Hardcore-Fan bezeichnen würde und vielleicht sogar Kinder zuhause hat, die unterhalten werden wollen, kann sicher einen Blick riskieren.

Roter Magier des Lebens und grauer Jedi unter den Gruftis. Liebt alle Formen von Spielen, allen voran JRPGs und Pen and Paper. Cineast mit starken Gefühlen für den Mainstream und Dr. Nova der Philosophie. Ewiger One-Piece-Fanboy.
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