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Destiny - Einen Monat nach Release: Was war, was ist und was muss?

Von Christian Liebert - Special vom 09.10.2014 - 14:57 Uhr
Destiny Screenshot

Am 09. September 2014 erschien mit Destiny der MMO-Hoffnungsträger des Jahres für PlayStation  und Xbox. Trotz großer Euphorie und der üblichen „dicken Lippe“ der Entwickler konnte der Online-Shooter gerade mal mittelmäßige Wertungen und Kritiken einholen. Teilweise zurecht, da Story-Inhalt und Endgame-Abwechslung nicht gerade das Gelbe vom Ei sind - streckenweise aber auch zu unrecht, da das SciFi-MMO wie so oft Opfer seines eigenen Hypes wurde. Aber auch wenn die Revolution des Genres mal wieder ausblieb, hebt sich Destiny in einem Punkt von vielen anderen Kandidaten ab: Es macht Spaß! Obwohl Bungie bereits etliche Ohrfeigen kassieren musste, entpuppte sich Destiny als Publikumsliebling. Nicht zuletzt, weil es ein astreiner Shooter ist. Einen Monat nach dem Launch des Spiels fassen wir noch mal zusammen, was bisher passiert ist und was noch geschehen muss, damit Destiny seine Fans bei Laune hält.

Zugegeben, es ist für einen Spieletester nicht gerade leicht, den Erfolg von Destiny zu erklären. Eigentlich kränkelt das SciFi-MMO der Halo-Meister an einigen Stellen, die andere Games schon längst komplett zerstört hätten. Da wäre zum Beispiel die Story, die zwar total fulminant beginnt, aber schon eine halbe Stunde später völlig abflacht, Potenzial verschenkt und der vor allem zum Ende hin ein echter Showdown fehlt. Auch wenn die bombastische Grafik in den ersten Spielstunden über die meisten Lücken hinwegtäuschen kann, merkt man schnell, dass Destiny irgendwie reduziert daherkommt. Zusammengefasst bietet das Online-Spiel gerade mal vier verschiedene Gebiete, die jeweils mit einem Dungeon (Strike) und einer Handvoll Missionen daherkommen. Dass das Endgame dementsprechend repetitiv ausfällt, ist da wenig verwunderlich.

Kritiker aber rätseln eher darüber, warum Destiny dann überhaupt so viel Erfolg hat und seine Spieler immer noch bei der Stange hält. Immerhin sind beide genannten Punkte eigentlich ein Todesurteil für jedes MMO. Aber nicht hier, denn im Kern bietet Destiny jede Menge Spaß. Das liegt vor allem daran, dass der Titel als Shooter gesehen sehr gut funktioniert. Rein technisch gibt es wenige Mängel und auch der Fortschritt geht am Anfang zügig voran. Knapp ein Level schaffen wir pro halbe Stunde, was das Erreichen von Stufe 20 zum Klacks macht. Dabei werden wir aber so von Erfolgsgefühlen überschüttet, dass wir sogar Spaß haben, den wir laut Meinung vieler Stimmen gar nicht verspüren dürften.

Ist ja auch klar: In einem „normalen“ MMORPG schafft man mit einer halben Stunde Spielzeit am Tag vielleicht gerade mal ein Zehntel des Erfahrungsbalkens - das motiviert so gut wie gar nicht. In Destiny aber reicht dieselbe Zeit für ein ganzes Level oder später für eine Orbit-Aktivität - mit garantierter Beute. Die Motivation ist einfach da und man wird lange Zeit auch reichlich beschenkt. Dank der Beutezüge können wir die Planeten durchstreifen, finden so öffentliche Events, erhalten Ruf-Belohnungen oder schwingen uns eine Runde ins PvP. Das Endgame in Destiny ist eine wunderbar einfache (wenn eben auch reduzierte) Sache, die, wenn man nicht darauf Wert legt, jeden Tag 10 Stunden lang bespaßt zu werden, auch eine ganze Zeit lang sehr gut funktioniert. Unserer Meinung nach liegt hier das Erfolgsgeheimnis vergraben.

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