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BioShock - Wie Ken Levine seine Irrational Games auseinanderriss

Von Dustin Martin - Kolumne vom 23.02.2014 - 14:30 Uhr
BioShock Screenshot

Übersetzt man Irrational Games ins Deutsche, werden daraus die unvernünftigen Spiele. Ken Levine, wahrscheinlich mehr an Literatur, Kultur und Geschichte interessiert, als an der Vernunft, leitete jahrelang das Entwicklerstudio hinter BioShock und BioShock: Infinite. Er war es auch, der vor einigen Tagen die Schließung der Spieleschmiede verkündete. Doch warum das Ganze?

Ich habe BioShock geliebt. Es war so schön, so schön traurig. Die Atmosphäre riss mich einfach mit. In dieser wortwörtlich untergegangenen Stadt konnte ich mich leicht verlieren. Ich versank in der neuen Moral von Rapture, in den Tiefen eines Experiments, dessen Gesellschaft es nicht geschafft hatte. Letztendlich alles nur wegen der einen Frage: Will ich diese ganze neue Energie oder nicht?

Der Schöpfer von BioShock war Ken Levine, der noch kurz vor Release im August 2007 einige zu Irrational Games gehörende Entwickler vom Studio abzweigte, die man zeitweise unter den Namen 2K Boston und 2K Australia kannte. Noch im selben Jahr, nun jedoch schon nachdem BioShock erschienen war, gründeten einige der Entwickler von sich aus ein neues Team, das bis dato unter 2K Marin bekannt ist. Diese drei Take-Two-Entwickler waren ab diesem Zeitpunkt zusammen mit anderen Studios an einem neuen Projekt beschäftigt: BioShock 2.

Rapture

Rapture ist das schönste Beispiel in einer gescheiterten Videospiel-Utopie – und machte BioShock zu einem Kritikerliebling.

Ken Levine war mit der Situation zufrieden. Er – und alles, was von Irrational Games noch übrig war – arbeitete an BioShock: Infinite, das erst in diesem Jahr mit der letzten Downloaderweiterung „Seebestattung“ bzw. „Burial at Sea“ fertiggestellt wurde. Insgesamt waren das über fünf Jahre – nach dem Release von BioShock 2 wurde 2K Boston im Jahre 2010 wieder in die Entwicklung mit eingebunden –, die Irrational Games an der Mache von BioShock: Infinite beschäftigt war.

Das sah man dem Spiel dann auch an. Ich liebte es, mich durch die Welten von Zachary Comstock, dem ultranationalistischen, fanatischen Führer von Columbia, zu kämpfen. Um die Inszenierung von Infinite noch etwas besser zu verstehen, gehen wir zurück in das Jahr 2010: Ken Levine stellte den dritten BioShock-Titel unter einem immer noch sehr umstrittenen Zitat von Alt-US-Präsident William McKinley vor, der die Christianisierung und den Aufbau der Philippinen nach dem Krieg zwischen Spanien und Amerika als „göttlichen Auftrag“ beschrieb.

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