Fans von ARC Raiders hatten zuletzt viele Fragen zum sogenannten Aggressions-basierten Matchmaking, das in dem Extraction-Shooter von Embark Studios zum Einsatz kommt. Nachdem der CEO des Studios bereits erste Hinweise gegeben hatte, sorgt nun Design Lead Virgil Watkins für mehr Klarheit. In einem aktuellen Interview erklärte er, dass der Begriff „Aggressions-basiert“ eigentlich nicht ganz korrekt sei und teilweise missverstanden werde.
ARC Raiders wurde am 30. Oktober 2025 für PlayStation 5, Xbox Series X/S und Windows veröffentlicht und spielt im Jahr 2180 auf einer postapokalyptischen Erde. In dem Third-Person-PvPvE-Shooter streifst du als Raider über die Oberfläche, sammelst Ressourcen und kämpfst sowohl gegen mechanische Feinde als auch gegen andere menschliche Spieler. Das Spiel wurde für sein innovatives Gameplay und seine Multiplayer-Mechaniken bereits mit dem Preis für das beste Multiplayer-Spiel bei den Game Awards 2025 ausgezeichnet.
So funktioniert das Matchmaking in ARC Raiders wirklich
Wie wird dein Verhalten im Spiel für die Match-Zuordnung bewertet? Laut Watkins basiert das System darauf, wie oft du dich auf PvP-Interaktionen einlässt – also ob du andere Spieler aktiv angreifst oder eher das PvE bevorzugst. Das System beobachtet dabei nicht nur, wer zuerst schießt, sondern auch, wer Schaden verursacht. Trotzdem macht es keine moralischen Urteile über deine Absichten.
Watkins erklärt, dass das Matchmaking in ARC Raiders ein gewichtetes System ist. Es unterscheidet nicht strikt zwischen PvP- und PvE-Lobbys, sondern neigt sich je nach deinem Verhalten eher in die eine oder andere Richtung. Wenn du also konstant andere Spieler angreifst, wirst du häufiger mit ähnlich aggressiven Spielern gematcht. Vermeidest du hingegen Kämpfe, triffst du eher auf ruhigere Mitspieler. Gleichzeitig bleibt aber immer ein gewisses Maß an Unvorhersehbarkeit erhalten.
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Keine Skill- oder Ausrüstungsbewertung
Welche Faktoren fließen nicht ins Matchmaking ein? Entgegen vieler Spekulationen hat Watkins bestätigt, dass weder Skill-Level noch Ausrüstungsstärke berücksichtigt werden. Das bedeutet: Selbst wenn du mit High-End-Gear unterwegs bist, wirst du nicht automatisch gegen ähnlich ausgerüstete Gegner antreten.
Diese Entscheidung wurde bewusst getroffen, um ein möglichst offenes und dynamisches Spielerlebnis zu bieten. Laut Embark Studios soll das System nicht wie bei anderen Live-Service-Spielen – etwa Call of Duty oder Battlefield – auf einer strikten Leistungsbewertung basieren. Vielmehr soll es auf das Spielverhalten in Bezug auf PvP oder PvE reagieren.
Kann das System ausgenutzt werden?
Was passiert, wenn du dein Verhalten absichtlich änderst? Auch das wurde im Interview thematisiert. Watkins sieht es nicht als Problem, wenn du dein Verhalten anpasst, um in weniger gefährliche Lobbys zu gelangen. Im Gegenteil: Das sei sogar Teil der Spielerfahrung. Das System erlaubt dir also bewusst, deine Spielweise zu steuern und damit auch indirekt zu bestimmen, mit wem du gematcht wirst.
Allerdings bleibt es ein dynamischer Prozess. Du wirst nie komplett vor PvP geschützt sein – es ist eben ein Extraction-Shooter mit PvPvE-Schwerpunkt. Doch wer sich passiv verhält, wird seltener ins Kreuzfeuer geraten.
Reaktionen aus der Community und weitere Pläne
Wie geht Embark Studios mit dem Feedback der Community um? Inzwischen hat sich das Studio auch zum Thema Cheating geäußert. Nach massiver Kritik an zunehmenden Hackerproblemen kündigte Embark neue Maßnahmen an. Es sollen Regeländerungen, verbesserte Erkennungssysteme und temporäre Banns eingeführt werden. Ziel ist es, die Match-Qualität langfristig zu verbessern.
Außerdem wird das Matchmaking-System laut Watkins fortlaufend weiterentwickelt. Das Studio beobachtet die Match-Gesundheit und das Nutzerverhalten sehr genau und passt die Gewichtung entsprechend an. Ein vollständiger Umbau des Systems ist aber derzeit nicht geplant.
ARC Raiders bleibt ein spannendes PvPvE-Experiment
Warum sorgt das Matchmaking für so viele Diskussionen? Die Mischung aus PvE, PvP und dynamischer Match-Zuordnung macht ARC Raiders zu einem besonderen Erlebnis. Viele Shooter setzen auf klassische Skill-basierte Systeme. ARC Raiders hingegen versucht, das soziale Verhalten auf dem Schlachtfeld zu analysieren und darauf basierend zu matchen – ein innovativer und mutiger Ansatz.
Das bedeutet zwar auch, dass es gelegentlich zu unfairen Begegnungen kommen kann. Doch genau diese Unberechenbarkeit gehört zur DNA des Spiels. Wenn du taktisch denkst und dich entsprechend verhältst, kannst du das System zu deinem Vorteil nutzen – ganz ohne Exploits oder Tricks.
Wie stehst du zum Aggressions-basierten Matchmaking in ARC Raiders? Teile deine Meinung gerne in den Kommentaren!




