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Clair Obscur Artbook im Irak beschlagnahmt, weil es antik wirkt

Manchmal schreibt die Gamingwelt Geschichten, die man sonst eher aus kuriosen Museumsmeldungen kennt. Genau das ist jetzt einem Fan von Clair Obscur: Expedition 33 passiert: Sein Artbook wurde beim Import nach Irak offenbar von Behörden einkassiert, weil es für ein möglicherweise antikes Objekt gehalten wurde.

Der Auslöser war nicht etwa ein verdächtiges Gerät oder ein missverständlicher Titel, sondern schlicht die Aufmachung. Das Artbook wirkt wie ein gealtertes Expeditions-Tagebuch aus der Hochphase archäologischer Entdeckungsreisen, inklusive Skizzen und Notizen, die auf den ersten Blick wie historische Dokumente rüberkommen.

Ein Artbook auf Abwegen

Was ist beim Zoll konkret passiert? Der Nutzer Ahmed15252 berichtete auf Reddit, dass sein Exemplar des Artbooks zu Clair Obscur: Expedition 33 vom Zoll zurückgehalten wurde. Der Grund: Es sei möglicherweise ein antiker Gegenstand und müsse entsprechend geprüft werden.

Laut Ahmed kam sogar ein Schreiben des irakischen Finanzministeriums, in dem von Zeichnungen mit monetärem Wert die Rede ist. Damit war das Paket nicht einfach nur verzögert, sondern wurde direkt als potenziell schützenswert eingestuft.

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Bei dem betroffenen Buch handelt es sich um ein 48-seitiges Hardcover mit dem Titel Expedition Journal. Es liegt unter anderem der Lumiere Edition des Spiels bei und ist außerdem Teil des Monolith Set von Laced Records.

Warum das Expedition Journal so überzeugend wirkt

Wieso kann ein Game-Buch wie ein historisches Artefakt aussehen? Das Expedition Journal setzt offenbar genau auf diese Illusion: Präsentation, Materialanmutung und Layout sollen wie ein zeitgegerbtes Logbuch wirken. Genau dieser Stil hat bei den Behörden wohl die Alarmglocken ausgelöst, weil solche Objekte in vielen Ländern streng reguliert sind.

Für die Künstler von Sandfall Interactive ist das fast schon ein unfreiwilliges Kompliment. Wenn ein fiktives Begleitbuch so authentisch daherkommt, dass es in den Bereich Kulturgutprüfung rutscht, spricht das für die Detailverliebtheit der Gestaltung.

Ahmed selbst nimmt die Situation laut seinem Post mit Humor. Sinngemäß scherzte er darüber, dass er künftig wohl nicht noch einmal versehentlich Geschichte importieren werde.

Im Museum zur Echtheitsprüfung

Wo ist das Artbook jetzt gelandet? Nach dem aktuellen Stand befindet sich das Expedition Journal in den Händen des Irakischen Museums. Dort soll geprüft werden, ob es sich um ein echtes historisches Stück handelt oder eben um ein modernes Sammlerstück aus dem Gamingbereich.

Dass solche Prüfungen passieren, ist an sich nicht ungewöhnlich, wenn Gegenstände optisch nach Antiquitäten aussehen oder als potenziell wertvoll eingestuft werden. Im konkreten Fall geht es aber um ein Stück Spielekultur, das am Ende schlicht als fiktives Begleitmaterial identifiziert werden dürfte.

Die Situation passt trotzdem perfekt zur Grundidee vieler Artbooks: Sie sollen nicht nur Bilder zeigen, sondern eine Welt greifbar machen. Bei Clair Obscur: Expedition 33 scheint das so gut zu funktionieren, dass es sogar außerhalb der Gamingbubble für Verwechslung sorgt.

Sammlerwert durch Erfolg und Knappheit

Warum ist das Buch tatsächlich wertvoll? Die Einschätzung der Behörden lag zumindest in einem Punkt nicht komplett daneben: Clair Obscur: Expedition 33 war ein großer Erfolg und die physischen Sammlerpakete sind inzwischen ausverkauft. Damit steigt automatisch auch der Sammlerwert, vor allem bei limitierten Extras wie einem hochwertigen Hardcover-Artbook.

Wenn du das Expedition Journal haben willst, bleibt aktuell vor allem der Gebrauchtmarkt. Dort bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis, und bei ausverkauften Editionen geht es erfahrungsgemäß schnell in Bereiche, die viele nur noch schwer rechtfertigen können.

  • Expedition Journal ist ein 48-seitiges Hardcover im Stil eines Expeditions-Tagebuchs.
  • Es ist Teil der Lumiere Edition und außerdem im Monolith Set von Laced Records enthalten.
  • Beide Varianten gelten als ausverkauft, wodurch das Extra auf dem Zweitmarkt an Attraktivität gewinnt.

Wie stehst du zu solchen Sammler-Extras: Wünschst du dir mehr Artbooks mit mutiger, ungewöhnlicher Aufmachung, oder reicht dir die Kunst im Spiel selbst? Schreib deine Meinung gern in die Kommentare.

Prinz Vegeta

Zwischen den Kämpfen sorge ich dafür, dass mein Super-Saiyajin-Haar perfekt sitzt und versuche meiner Tochter Bra beizubringen, dass ich der coolste Saiyajin-Papa bin. Es ist nicht immer einfach, aber ich gebe mir Mühe. Nebenher schreibe ich für PlayCentral.de.
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