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Ubisoft testet Steam-Start ohne Connect-Launcher – Prince of Persia macht den Anfang

Ubisoft räumt eines der größten Ärgernisse seiner PC-Spiele aus dem Weg. Mit Prince of Persia: The Lost Crown testet der Publisher erstmals eine Lösung, durch die Steam-Nutzer den vollständigen Ubisoft-Connect-PC-Launcher weder installieren noch zusätzlich starten müssen.

Wer Ubisoft-Spiele über Steam gekauft hat, musste bislang häufig trotzdem ein zweites Programm öffnen, sich erneut anmelden und mögliche Updates abwarten. Nach fast zwei Jahrzehnten eigener PC-Dienste könnte dieser umständliche Doppelstart nun schrittweise der Vergangenheit angehören.

Neuer Dienst ersetzt den vollständigen Launcher

Wie funktioniert der neue Steam-Start für Ubisoft-Spiele? Zum Einsatz kommt ein Werkzeug namens Ubisoft Connect Services Steam. Es verlagert wichtige Funktionen des Ubisoft-Ökosystems in den Hintergrund, sodass Prince of Persia: The Lost Crown direkt über Steam gestartet werden kann, ohne zuvor die vollständige Desktop-Anwendung zu öffnen.

Ubisoft Connect verschwindet damit nicht vollständig. Ein Ubisoft-Konto bleibt erforderlich, denn der neue Dienst übernimmt weiterhin zentrale Online-Funktionen und verbindet sie mit der Steam-Version des Spiels.

Folgende Bestandteile sollen mit Ubisoft Connect Services erhalten bleiben:

  • plattformübergreifender Spielfortschritt
  • Crossplay zwischen unterstützten Plattformen
  • Funktionen zur Sicherheit der Community
  • Herausforderungen
  • Belohnungen
  • weitere mit dem Ubisoft-Konto verbundene Dienste

Bei der aktuellen Umsetzung handelt es sich zunächst um eine erste Version. Ubisoft möchte den Dienst weiterentwickeln und den Start seiner Spiele auf Steam möglichst nahtlos gestalten.

Prince of Persia dient als erster Testfall

Welches Ubisoft-Spiel profitiert zuerst von der Änderung? Den Anfang macht Prince of Persia: The Lost Crown. Das von Ubisoft Montpellier entwickelte Metroidvania erschien ursprünglich am 18. Januar 2024 und wurde am 8. August 2024 auch auf Steam veröffentlicht.

Die Wahl des Spiels dürfte einen überschaubaren Test unter realen Bedingungen ermöglichen. Ubisoft kann dabei prüfen, ob Funktionen wie Kontoverknüpfung, Fortschrittsübertragung, Herausforderungen und Belohnungen auch ohne den separat geöffneten Launcher zuverlässig funktionieren.

Ein Termin für weitere unterstützte Titel wurde bislang nicht genannt. Fest steht lediglich, dass Ubisoft Connect Services künftig schrittweise für zusätzliche Ubisoft-Spiele auf Steam erscheinen soll. Ob auch ältere Veröffentlichungen aus Reihen wie Assassin’s Creed, Far Cry oder Watch Dogs nachträglich umgestellt werden, bleibt offen.

Großer Vorteil für Steam Deck und Gaming-PC

Warum ist die Änderung besonders für Steam-Deck-Nutzer wichtig? Zusätzliche Launcher sorgen auf Handheld-PCs häufig für Anmeldefenster, Update-Abfragen und Oberflächen, die hauptsächlich für Maus und Tastatur entwickelt wurden. Gerade unter SteamOS können solche Zwischenschritte den Start eines Spiels unnötig kompliziert machen.

Wenn Steam nach der einmaligen Kontoverknüpfung direkt zum Spiel führt, nähert sich die Nutzung deutlich stärker dem gewohnten Konsolengefühl an. Auch auf klassischen Gaming-PCs sinkt die Zahl möglicher Fehlerquellen, weil nicht mehr zwei vollständige Programme gleichzeitig aktualisiert und ausgeführt werden müssen.

Die Neuerung passt außerdem zu Ubisofts wachsender Rückkehr auf Valves Plattform. Nachdem der Publisher ab 2019 zahlreiche große PC-Veröffentlichungen zunächst von Steam ferngehalten hatte, kehrten später Titel wie Assassin’s Creed Valhalla zurück. Der Verzicht auf den vollständigen Ubisoft-Connect-PC-Launcher beseitigt nun eine der letzten großen Hürden beim Kauf über Steam.

Wie steht ihr zur neuen Lösung? Würdet ihr künftig wieder häufiger Ubisoft-Spiele auf Steam kaufen, wenn der zusätzliche Launcher entfällt? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

Öffnet in einem neuen Tab

Nora zockt schon länger als sie laufen kann – zumindest behauptet sie das gerne. Ob mitten in einer Zombie-Apokalypse oder beim Looten in verlassenen Hochhäusern: Wenn es knallt, kracht oder Gänsehaut macht, ist sie dabei. Ihr Markenzeichen? Eine große Klappe, ein noch größeres Herz für Indie-Games – und eine ungesunde Obsession mit roten Lederjacken und Desert Eagles. Wenn sie nicht gerade dem Endboss eins überbrät, schreibt sie charmant-chaotische Reviews, in denen mehr Persönlichkeit steckt als in manchem NPC.

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