Valve hat den persönlichen Kalender offiziell als feste Funktion in den Steam Store aufgenommen. Das neue Werkzeug soll euch dabei helfen, interessante Neuerscheinungen und kommende PC-Spiele zu entdecken, die möglichst genau zu euren bisherigen Vorlieben passen.
Die Funktion ist seit dem 23. Oktober 2026 für alle Steam-Nutzer verfügbar und direkt auf der Startseite des Stores zu finden. Zuvor wurde der Kalender seit Oktober 2025 als Steam-Labs-Experiment getestet und anhand des Feedbacks aus der Community weiterentwickelt.
Empfehlungen passend zur eigenen Spielzeit
Wie funktioniert der persönliche Steam-Kalender? Anders als eine klassische Liste mit besonders populären Veröffentlichungen konzentriert sich das System auf Titel, mit denen ihr zuletzt viel Zeit verbracht habt. Steam sucht anschließend nach Nutzern mit einem ähnlichen Spielzeitprofil und analysiert, welche weiteren Games diese spielen oder auf ihre Wunschliste gesetzt haben.
Wer ein Spiel lediglich kurz startet oder eine Stunde lang ausprobiert, soll damit kaum Einfluss auf die Vorschläge nehmen. Erst wenn ihr mehrere Stunden in einen neuen Favoriten investiert, kann dieser Titel die Zusammenstellung des Kalenders deutlich verändern.
Die Empfehlungen werden täglich aktualisiert. Große Veränderungen solltet ihr allerdings nicht jeden Tag erwarten, da Valve bewusst nach Games sucht, die eng mit euren meistgespielten Titeln verbunden sind. Angezeigt werden sowohl kürzlich veröffentlichte Spiele als auch Projekte, deren Release erst in den kommenden Monaten geplant ist.
Mehr Übersicht bei zahlreichen Veröffentlichungen
Warum kann die neue Steam-Funktion hilfreich sein? Auf Steam erscheinen jeden Tag zahlreiche neue Spiele, wodurch kleinere Produktionen schnell zwischen großen Veröffentlichungen und laufenden Rabattaktionen verschwinden können. Der persönliche Kalender soll diese Lücke schließen und neben bekannten Titeln auch Nischenprojekte hervorheben, die zu eurem Spielverhalten passen.
Valve zufolge werden innerhalb eines durchschnittlichen Zeitraums von 24 Stunden mehr als 2.000 unterschiedliche Spiele über den persönlichen Kalender angeklickt. Für das Unternehmen ist das ein Hinweis darauf, dass Nutzer nicht nur die unmittelbar bevorstehenden Veröffentlichungen ansehen, sondern auch weiter in die Zukunft sowie zu bereits erschienenen Games blättern.
Bezahlte Platzierungen gibt es in diesem Bereich nicht. Die Auswahl erfolgt algorithmisch und wird für jedes Konto individuell zusammengestellt. Entwickler können sich somit keinen prominenten Platz im Kalender kaufen.
Verbesserungen nach der Steam-Labs-Phase
Welche Neuerungen wurden während der Testphase umgesetzt? In den rund elf Monaten seit dem Start des Experiments hat Valve unter anderem die Filter und Darstellungsoptionen überarbeitet. Wunschlistenspiele, DLCs und Early-Access-Titel lassen sich dadurch übersichtlicher in den Kalender integrieren oder gezielt herausfiltern.
Entwickler können außerdem ein geplantes Datum für den Wechsel eines Early-Access-Spiels zur vollständigen 1.0-Version angeben. Solche Termine lassen sich anschließend ebenfalls im persönlichen Kalender darstellen, sodass wichtige Entwicklungsschritte nicht mehr ausschließlich über einzelne Ankündigungen verfolgt werden müssen.
Valve hat die Funktion zusätzlich für verschiedene Geräteklassen optimiert. Der Kalender soll auf Desktop-PCs, Mobilgeräten und SteamOS-Geräten gleichermaßen flüssig funktionieren. Damit steht die personalisierte Übersicht auch unterwegs oder direkt auf einem Steam Deck zur Verfügung.
Was haltet ihr vom persönlichen Steam-Kalender? Entdeckt ihr neue Spiele lieber über algorithmische Empfehlungen oder sucht ihr gezielt in den Neuerscheinungen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.
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