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Roku Streambar im Test: Was kann der Vorreiter in Sachen Streaming?

Von Heiner Gumprecht - Test vom 02.12.2021 13:51 Uhr
Roku Streambar im Test: So gut ist das Produkt des Marktführers
©Roku/Corinna Weichold.

Multimedia-Spieler, die euch unter anderem das Streamen von audiovisuellen Inhalten über einen Fernseher ermöglichen, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Nichtsdestoweniger reiht sich nun neben Konkurrenten wie Fire TV von Amazon, Apple TV und Googles Chromecast auch die US-amerikanische Firma Roku unter den Angeboten in Deutschland ein.

Die Roku Streambar im Test

In den USA gilt Roku in diesem Bereich als Marktführer und jetzt, wo einige ihrer Produkte auch in unseren Gefilden verfügbar sind, haben wir uns die Zeit genommen, eines ihrer Geräte etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und auf Herz und Nieren zu prüfen. Dabei haben wir uns für die Roku Streambar entschieden.

Bei dieser Mischung aus Multimedia-Spieler und Soundbar handelt es sich um das perfekte Gerät für alle, die keinen passend ausgerüsteten Fernseher besitzen und gerne Inhalte wie Netflix, Disney+, Prime Video oder auch Spotify empfangen möchten und gleichzeitig Bedarf an einer ordentlichen Soundausgabe haben.

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Das hat die Roku Streambar unter der Haube

Bei der Roku Streambar sorgen vier 1,9 Zoll große Full-Range-Treiber, die im Inneren der Soundbox liegen, für eine deutliche Verbesserung des normalen TV-Tons und konstruieren ein erstaunlich raumfüllendes Klangbild, sofern das Gerät denn richtig platziert wurde (bestenfalls direkt vor dem TV).

In Sachen Technik setzt das US-Unternehmen auf das hauseigene Roku-OS-Betriebssystem und nutzt einen leistungsstarken Quad Core MSTAR C2-Prozessor mit einem Gigabyte RAM Arbeitsspeicher sowie Bluetooth, AirPlay und eine 4K- sowie HDR-Unterstützung. Die Roku Streambar ist für eine UVP (Unverbindliche Preisempfehlung) von 150 Euro zu haben.

Spezifikationen der Roku Streambar

  • Networking: 802.11ac MIMO Dual-Band-WLAN
  • TV-Kompatibilität: HD-Fernseher (bis zu 1080p), 4K-Fernseher (bis zu 2.160p bei 60 fps mit Hochskalierung von 720p und 1.080p), 4K-HDR-Fernseher
  • Anschlüsse: Power, HDMI 2.0a (ARC), Optischer Eingang (S/PDIF Digital Audio), USB 2.0
  • Lautsprecher: Vier 48-mm-Treiber mit Neodym-Magneten
  • Audio-Formate: PCM, Dolby Audio
  • Sound-Modi: Normal, Bass reduzieren, Bass anheben, Bass aus
  • Sprachverständlichkeit: Aus, tief, hoch
  • Laustärke-Modi: Aus, Ausgleich, Nachtmodus
  • Fernbedienung: Sprachfernbedienung mit Ein7Aus-taste für TV, Lautstärkeregelung und Stummtaste
  • Power: 100-240V, 50-60 Hz Wechselstrom, 1A
  • USB-Video-Formate: H.264/AVC (.MKV, .MP4, .MOV), H.265/HEVC (.MKV, .MP4, .MOV); VP9 (.MKV)
  • USB-Audio-Formate: AAC (.MKV, .MP4, .MOV); MP3 (.MP3, .MKV); WMA (.ASF, .WMA, .MKV), FLAC (.FLAC, .MKV), PCM (.WAV, .MKV, .MP4, .MOV), AC3/EAC3 (.MKV, .MP4., .MOV, .AC3), ALAC (.MKV, .MP4, .MOV, .M4A)
  • USB-Bild-Formate: JPG, PNG, GIF (nicht animiert)
  • Größe: 6 cm x 35,6 cm x 10,7 cm
  • Gewicht: 1,1 kg
  • Montage: Zwei M6 x 8 mm-Montagebuchsen mit Gewinde, Befestigungsmaterial separat erhältlich
  • Kompatibilität: Jeder TV mit HDMI-Anschluss, Hey Google, Alexa, Apple Airplay, HomeKit
  • Preis: UVP 150,- Euro
Roku Streambar im Test: So gut ist das Produkt des Marktführers
©Roku/Corinna Weichold.

Was genau ist die Roku Streambar?

Bei der Videostream-Lösung Roku Streambar handelt es sich um eine ziemliche Besonderheit, denn das Gerät ist Soundbar, Bluetooth-Lausprecher und Videostreamer in einer Box. Soll heißen, ihr könnt die Streambar nicht nur zum Empfangen von Streaming-Anbietern nutzen, sondern auch unabhängig davon als Lautsprecher für diverse Geräte. Dank Dolby Audio wird ein räumliches Klangverhalten simuliert.

Damit eignet sich dieses Gerät in erster Linie für alle, die einen eher günstigen Fernseher zuhause haben, der über keine Smart-Funktionen verfügt und keine guten Lautsprecher verbaut hat.

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Bei den Videoeigenschaften bleibt die Roku Streambar jedoch ein wenig hinter der Leistung der Roku Express 4K zurück, denn das dynamische HDR-Format HDR 10+ wird hier nicht unterstützt, stattdessen gibt es statisches HDR. Unterm Strich bedeutet dies, dass eine optimierte HDR-Einstellung den ganzen Film über beibehalten wird, während bei einem dynamischen HDR-Format die Einstellungen Szene für Szene angepasst werden.

Als einziger Roku-Streaming-Stick bringt die Roku Streambar eine sprachgesteuerte Fernbedienung mit, über die der Google-Assistent und Alexa direkt genutzt werden können. Außerdem kann die Fernbedienung den Umweg über das Smartphone ersetzen, das ihr ebenfalls als Fernbedienung nutzen könnt.

Solltet ihr zuhause einen guten Smart-TV euer Eigen nennen und ebenfalls bereits eine gute Soundbar besitzen, habt ihr eigentlich keinen Verwendungsbedarf an der Roku Streambar.

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Roku Streambar: Verbinden und einrichten

Alles, was ihr benötigt, um die Roku Streambar einzurichten, ist bereits in der Verpackung mit enthalten. Dazu gehören nicht nur alle Anschlüsse, wie ein HDMI-Kabel, ein optisches Kabel und das Netzteil, sondern auch die bereits erwähnte Sprachfernbedienung und dazu passende Batterien.

Das Anschließen des Geräts ist relativ einfach und erfordert im Grunde nur zwei Handgriffe. Um die Roku Streambar jedoch nutzen zu können, müsst ihr euch online ein Konto bei Roku anlegen, wo ihr bereits die Plattformen auswählen könnt, die euch interessieren.

Die Streambar bietet Audio jedoch nicht nur von den bereitgestellten Streaming-Diensten, sondern auch für alle Geräte, die am TV angeschlossen sind, inklusive der Playstation 5 oder der Xbox Series X/S.

Der Roku-Account selbst kostet euch kein weiteres Geld, doch könnt ihr beim Setup trotzdem Kaufoptionen einrichten, wie beispielsweise PayPal, um später kostenpflichtige Abonnements und Einkäufe direkt über die Streambar abschließen zu können.

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Die Roku Streambar setzt in erster Linie auf HDMI ARC (Audio Return Channel), sollte euer Fernsehgerät diesen Standard unterstützen, müsst ihr lediglich das HDMI-Kabel an die ARC-Buchse des TVs anschließen. Die Streambar wird erkannt und mehr müsst ihr ab diesem Moment auch gar nicht mehr tun.

Sollte euer Fernseher jedoch keinen ARC-Anschluss besitzen, enthält der Lieferumfang ebenfalls ein optisches Kabel als Backup, sodass ihr den Audio-Feed vom Fernsehgerät in die Streambar übertragen könnt. Dafür müsst ihr alle Geräte erst an euren TV anschließen und lasst diesen schließlich das Audio an die Roku Streambar zurückgeben.

In diesem Fall müsst ihr möglicherweise die Toneinstellungen eures TVs anpassen, um anzuweisen, dass der optische Ausgang anstelle der eigenen Lautsprecher benutzt werden soll. Danach sollte jedoch alles problemlos funktionieren, zumindest gab es bei unseren Versuchen keinerlei Probleme.

Natürlich benötigt ihr neben den physischen Verbindungen auch eine Verbindung zu einem Wi-Fi-Netzwerk, um die verschiedenen Streaming-Plattformen erreichen zu können. Da es keinen Ethernet-Anschluss an dem Gerät gibt, müsst ihr bei Wunsch nach einer Kabelverbindung den USB-Anschluss an einen Ethernet-Adapter anschließen, den ihr separat erwerben müsst.

Roku Streambar im Test: So gut ist das Produkt des Marktführers
©Roku,

Roku Streambar: Was ihr empfangen könnt

Die Plattform von Roku ist auf allen Geräten im Grunde gleich und bietet ein ziemlich umfangreiches Angebot. Es gibt die großen Namen wie Netflix, Prime Video, Disney+, Spotify, Youtube und Co., aber auch Apple TV+, Google Play Movies und viele kleinere Kanäle, die teilweise sogar komplett kostenfrei genutzt werden können.

Sobald ihr die physische Einrichtung hinter euch gebracht habt, was keine fünf Minuten dauern sollte, und der TV-Typ erkannt wurde, könnt ihr reichlich neue Kanäle auswählen, die ihr möglicherweise hinzufügen wollt. Diese können jederzeit angepasst werden und es ist sehr einfach, neue Dienste hinzuzufügen.

Für die Einrichtung der einzelnen Streaming-Dienste gibt es jedoch keine One-Stop-Route, soll heißen, dieser Prozess hängt von dem vom Anbieter eingerichteten Prozess ab und ist entsprechend mal schnell und einfach, manchmal aber auch umständlich und langwierig. Einige, wie beispielsweise Netflix, setzen auf Passworteingabe über die Bildschirmtastatur, andere nutzen Verknüpfungen und PIN-Codes.

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Der Dienst von Roku kostet euch wie gesagt kein weiteres Geld, außerdem erzwingt Roku keine Empfehlungen für Kunden und Kundinnen. Es handelt sich hauptsächlich um eine gitterbasierte Oberfläche auf dem Startbildschirm, über die ihr den gewünschten Dienst öffnet.

Für die Navigation könnt ihr die mitgelieferte Fernbedienung oder euer Smartphone oder Tablet verwenden. Bluetooth, AirPlay, Spotify Connect und Google Cast werden ebenfalls unterstützt.

Außerdem lässt sich die Roku-App auch auf dem Handy zum so bezeichneten privaten Hören verwenden. Auf diese Weise könnt ihr den Ton auf euer Telefon weiterleiten, sodass ihr via Kopfhörer fernsehen könnt, ohne andere im Raum zu stören. Ideal für kleine Wohnungen, Fernseher im Schlafzimmer oder andere Umstände, in denen ihr niemandem eure Soundausgabe aufdrängen wollt.

Roku Streambar im Test: So gut ist das Produkt des Marktführers
©Roku/Corinna Weichold.

Roku Streambar: Vergleichsweise guter Klang und tolle Bildqualität

In der Roku Streambar wurden vier Vollbereichstreiber verbaut, zwei zeigen direkt nach vorne, zwei sind an den Enden positioniert und leicht abgewinkelt, um die Klangbühne zu verbreitern und den Ton ordentlich zu verteilen. Das Ergebnis ist deutlich besser, als man bei einem vergleichsweise so kleinen Gerät erwarten würde.

Natürlich kann die Roku Streambar nicht mit einer größeren Soundbar oder einem richtigen 5.1-Surround-System mithalten, da das Schallfeld doch etwas eng ist, aber angesichts der Größe leistet das Gerät einen erstaunlichen Job.

Die Lautstärke und der Bass wurden während unseres Tests als mehr als ausreichend wahrgenommen, um einen Raum mit Sound zu füllen, was die Roku Streambar zu einer sehr guten Lösung für alle macht, die einen kleineren Fernseher aufrüsten wollen, möglicherweise als One-Box-Lösung im Schlafzimmer, und die keine Heimkino-Lösung im größeren Ausmaß anstreben.

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Natürlich ersetzt dieses Gerät von Roku keinen dedizierten Subwoofer, doch gleicht die Streambar das Fehlen eines ordentlichen Basses aus, der bei den eingebauten Lautsprechern in einem Fernseher meist mehr als zu wünschen übrig lässt. Sie beseitigt damit den leisen TV-Sound und bietet unabhängig von der Quelle einen satteren und volleren Sound.

Detaillierte Einstellungsmöglichkeiten für den Equalizer gibt es leider nicht, doch könnt ihr in den Einstellungen den Basspegel verringern oder erhöhen oder die Sprachausgabe steuern. Dies sind praktische Optionen zur Verbesserung der Qualität, um sicherzustellen, dass ihr genau das hört, was ihr auch hören möchtet.

Für die Größe und den Preis der Roku Streambar sind sowohl Sound als auch Bass absolut solide und können jedem empfohlen werden, der oder die einen kleineren oder günstigeren Fernseher aufrüsten möchte. Wir bezeichnen das Ergebnis gerne als vollmundige Klangwand mit viel Kraft dahinter, wodurch sich Actionszenen und Explosionen viel lebhafter anfühlen.

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Die Dialogtrennung der Streambar ist ebenfalls ziemlich gut. In Filmen, in denen leise gesprochen aber laut gekämpft wird, sind dank der Einstellungsmöglichkeiten keine Untertitel mehr vonnöten, um der Handlung folgen zu können. Musik und Sprachausgabe können so auf ein Level gebracht werden, was das TV-Erlebnis deutlich anenehmer gestaltet.

In Bezug auf die Unterstützung von Videoformaten ist das Gerät von Roku ebenfalls gut ausgestattet. Es unterstützt Inhalte mit bis zu 4K bei 60 FPS und bietet HDR-Wiedergabe für HDR10, HDR10+, Dolby Vision und Hybrid-Log Gamma (HLG) fehlen jedoch.

Dafür sehen native 4K– und hochskalierte 4K-Inhalte auf der Roku Streambar großartig aus und wir haben während unseres Tests keine Probleme feststellen können. Letztendlich hängt die Bildqualität, die ihr erhaltet, aber auch von eurem Fernseher ab, weswegen hier nicht verallgemeinert werden kann und darf.

Roter Magier des Lebens und grauer Jedi unter den Gruftis. Liebt alle Formen von Spielen, allen voran JRPGs und Pen and Paper. Cineast mit starken Gefühlen für den Mainstream und Dr. Nova der Philosophie. Ewiger One-Piece-Fanboy.
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