Sony hat neue Geschäftszahlen veröffentlicht, die ein vielschichtiges Bild der aktuellen PlayStation-Generation zeichnen. Wie schneidet die PS5 also im Vergleich zur PS4 ab? Und gibt es Neuigkeiten zur PS6 am Horizont?
Laut den aktuellen Quartalsszahlen nähert sich die PS5 mit inzwischen 97,9 Millionen ausgelieferten Exemplaren der Marke von 100 Millionen. Gleichzeitig gehen die Hardware-Auslieferungen zurück, während der Abstand zur PS4 im vergleichbaren Zeitraum wieder wächst.
Für Sony gewinnt deshalb das digitale Geschäft zunehmend an Bedeutung. Und auch die nächste Konsolengeneration ist aktuell wieder Thema: Nach Angaben des Unternehmens befindet sich die Entwicklung der PS6 weiterhin im Zeitplan.
Weniger PS5-Auslieferungen, aber steigende Einnahmen
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026, das die Monate Juli bis September umfasst, lieferte Sony weltweit 2,6 Millionen PlayStation 5-Konsolen an den Handel aus. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es noch vier Millionen Geräte.
Das entspricht einem Rückgang von rund 35 Prozent. Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Auslieferungen an Händler und tatsächlichen Verkäufen an Endkunden: Die veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf sogenannte Sell-in-Werte.
Trotz des schwächeren Hardware-Absatzes legte der Umsatz der Sparte Game & Network Services um 8,6 Prozent auf rund 6,8 Milliarden Euro zu. Dazu trugen vor allem digitale Spiele, Zusatzinhalte und Netzwerkdienste bei. Der Anteil digitaler Vollversionen an den verkauften Spielen stieg im Jahresvergleich von 72 auf 78 Prozent. Insgesamt setzte Sony für PS4 und PS5 88,2 Millionen Spiele ab – 7,9 Millionen mehr als im Vorjahresquartal.
Auch das PlayStation Network wächst: Ende September waren dort monatlich 127 Millionen Nutzer aktiv, acht Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Digitale Software, Add-ons und Netzwerkdienste machten zuletzt bereits 71 Prozent des Spartenumsatzes aus. Im Vorjahresquartal waren es noch 67 Prozent.
PS4 im direkten Vergleich weiterhin vorne
Ein Blick auf den Lebenszyklus der Vorgängerkonsole verdeutlicht, dass die PS5 trotz ihrer hohen Auslieferungszahlen noch hinter der PS4 liegt. Beide Systeme starteten zunächst mit jeweils 4,5 Millionen ausgelieferten Geräten im ersten Quartal.
Danach geriet die PS5 jedoch durch die Pandemie und die damit verbundenen Lieferkettenprobleme ins Hintertreffen. Ende 2022 lag sie nach neun Quartalen bei 32,1 Millionen Einheiten, während die PS4 zum gleichen Zeitpunkt bereits 37,8 Millionen erreicht hatte.
Zwischenzeitlich konnte Sony den Rückstand deutlich verkleinern. Bis Ende März 2025 betrug er nur noch 1,4 Millionen Konsolen. Seit Anfang 2026 wächst die Lücke allerdings erneut. Nach 24 Quartalen im Markt kam die PS4 auf 102,8 Millionen ausgelieferte Exemplare. Die PS5 liegt mit 97,9 Millionen derzeit 4,9 Millionen dahinter.
Als möglicher Faktor gelten die Preisentwicklungen. Während die PS4 im Laufe ihrer Generation günstiger wurde, erhöhte Sony die Preise der PS5-Modelle mehrfach. Seit April 2026 kostet die Standardversion mit Laufwerk 649,99 Euro, die Digital Edition 599,99 Euro und die PS5 Pro 899,99 Euro.
PS6-Entwicklung laut Sony weiterhin im Zeitplan
Während die PS5 noch Millionen Spieler erreicht, laufen im Hintergrund bereits die Vorbereitungen für ihren Nachfolger. Finanzchefin Lin Tao erklärte im Rahmen einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen, die Arbeiten an der Plattform der nächsten Generation lägen weiterhin im Zeitplan.
„Mit Blick auf das nächste Geschäftsjahr wollen wir die Nutzerbindung weiter steigern und die Monetarisierung durch die Veröffentlichung starker Spiele sowie den Ausbau unseres Serviceangebots weiter stärken. Darüber hinaus beabsichtigen wir, bei den Vorbereitungen für die Plattform der nächsten Generation solide Fortschritte zu erzielen.“
Konkrete Informationen zur Ausstattung oder zum Erscheinungstermin der PS6 nannte Lin Tao allerdings nicht. Ein Marktstart Ende 2027 oder 2028 wird derzeit lediglich in Berichten und Insider-Schätzungen diskutiert.
Vor allem die hohen Preise für RAM und SSD-Speicher könnten die Planung beeinflussen. Der Hardware-Insider KeplerL2 bezifferte allein diese Komponenten zuletzt auf rund 680 US-Dollar. Daraus könnten sich Produktionskosten ergeben, die einen Verkaufspreis von bis zu 1.000 US-Dollar denkbar erscheinen lassen. Bestätigt ist ein solcher Preis jedoch nicht.
Auch Sony-Chef Hiroki Totoki hatte zuvor betont, dass intern noch kein konkretes Veröffentlichungsfenster festgelegt sei. Für den Konzern könnte es daher sinnvoll sein, die PS5 länger zu unterstützen, statt einen kostspieligen Generationswechsel zu erzwingen.
Öffnet in einem neuen Tab

Deine Meinung zählt
Wie siehst du das? Teile deine Gedanken mit der PlayCentral-Community.