Helldivers 2 wird auf Steam erneut mit zahlreichen negativen Rezensionen überzogen. Auslöser ist der Wechsel vom bisherigen Schutzsystem GameGuard zu Easy Anti-Cheat, den Arrowhead Game Studios am 20. Oktober 2026 mit dem Update 7.2.0 umgesetzt hat.
Seit der Aktualisierung sank der Anteil positiver Rezensionen aus den vergangenen 30 Tagen zeitweise auf 57 Prozent. Damit rutschte die aktuelle Nutzerwertung auf Steam in die Kategorie Ausgeglichen. Viele der neuen Negativbewertungen richten sich ausdrücklich gegen das Anti-Cheat-System und dessen Auswirkungen auf Mods.
Easy Anti-Cheat sorgt für Mod-Probleme
Warum erhält Helldivers 2 plötzlich so viele negative Bewertungen? Der Wechsel zu Easy Anti-Cheat hat dafür gesorgt, dass verschiedene Mods nicht mehr funktionieren. Davon betroffen sind nicht nur Erweiterungen, die das Gameplay verändern, sondern offenbar auch kosmetische Anpassungen ohne spielerische Vorteile.
Gerade dieser Kollateralschaden sorgt innerhalb der PC-Community für Frust. Ein großer Teil der Kritik richtet sich nicht grundsätzlich gegen Maßnahmen zum Schutz vor Cheatern, sondern gegen den Verlust beliebter kosmetischer Mods. Die negativen Steam-Rezensionen sollen Arrowhead dazu bewegen, die Einschränkungen zu überdenken oder zumindest schneller eine Lösung für harmlose Modifikationen anzubieten.
Arrowhead betont, dass kosmetische und andere nicht spielentscheidende Mods grundsätzlich als kreativer Teil der PC-Kultur angesehen werden. Gleichzeitig könne das Studio deren Sicherheit und dauerhafte Funktionsfähigkeit nicht garantieren. Nach Updates müssen die jeweiligen Mod-Ersteller ihre Projekte unter Umständen anpassen.
Arrowhead will Manipulationen eindämmen
Welche Gründe nennt Arrowhead für den Wechsel des Anti-Cheat-Systems? Nach Angaben des Studios erwies sich GameGuard für Helldivers 2 als weniger effektiv als erhofft. Easy Anti-Cheat soll zusammen mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen besser gegen manipulierte Inhalte und unerlaubte Vorteile vorgehen.
In den vergangenen Monaten sollen vermehrt Mods aufgetaucht sein, die nicht nur das Erlebnis des jeweiligen Nutzers verändern. Einige Eingriffe können sich auch auf andere Mitglieder einer Lobby, Belohnungen und sogar den Verlauf des Galaktischen Krieges auswirken. Genau solche Manipulationen stehen im Mittelpunkt der neuen Schutzmaßnahmen.
Für Steam Deck und Linux soll der Wechsel keine Änderungen bei der bisherigen Kompatibilität verursachen. Auch die Hardware-Anforderungen bleiben laut Arrowhead unverändert. Wer eine nicht schädliche Mod verwendet, die aktuell nicht mehr funktioniert, muss wahrscheinlich auf eine Aktualisierung durch den jeweiligen Entwickler warten.
Ein bekanntes Problem für das Live-Service-Spiel
Wie schwer trifft das Review Bombing den Koop-Shooter? Helldivers 2 wurde bereits mehrfach zum Ziel koordinierter Negativbewertungen. Als Live-Service-Spiel ist der Titel besonders stark davon abhängig, wie die Community auf technische Änderungen, neue Inhalte und Entscheidungen des Studios reagiert.
Der aktuelle Protest zeigt erneut, wie sensibel das Thema Mods auf dem PC ist. Arrowhead muss nun einen Mittelweg finden, der wirkungsvolle Maßnahmen gegen Cheats ermöglicht, ohne harmlose kosmetische Anpassungen dauerhaft auszusperren. Entscheidend dürfte sein, wie schnell Mod-Ersteller ihre Projekte aktualisieren können und ob weitere Anpassungen an Easy Anti-Cheat folgen.
Wie steht ihr zum Wechsel auf Easy Anti-Cheat? Sind strengere Schutzmaßnahmen wichtiger oder sollte Arrowhead kosmetische Mods besser unterstützen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.
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