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Borderlands Online kehrt als Fanprojekt zurück – diese Features sind geplant

Mehr als ein Jahrzehnt nach seiner Einstellung steht Borderlands Online offenbar vor einer überraschenden Rückkehr. Allerdings steckt weder Gearbox Software noch Publisher 2K hinter dem Comeback. Stattdessen arbeitet eine Gruppe engagierter Fans daran, das nie regulär veröffentlichte MMO wieder spielbar zu machen.

Community-Mitglied und Modder EpicNNG kündigte am 2. Oktober 2026 an, dass zahlreiche Teams im vergangenen Jahr an einer originalgetreuen Neuauflage gearbeitet hätten. Er selbst habe die aktuelle Fassung bereits gespielt. Eine besondere Ankündigung soll bald folgen, einen konkreten Veröffentlichungstermin gibt es bislang aber nicht.

Das eingestellte MMO aus China

Was war Borderlands Online? Das kostenlose Online-Rollenspiel befand sich ab 2014 bei Shanda Games in Entwicklung und sollte exklusiv in China erscheinen. Nachdem das Unternehmen 2015 geschlossen worden war, wurde auch das Spiel eingestellt. Zu einem regulären Release kam es deshalb nie.

Borderlands Online sollte die bekannte Mischung aus Ego-Shooter, Rollenspiel und Beutejagd erstmals in eine größere Online-Welt übertragen. Geplant waren vier vertraute Klassen, die unterschiedliche Kampfstile abdeckten:

  • Soldat
  • Berserker
  • Jäger
  • Sirene

Darüber hinaus waren Gilden, zentrale Städte, PvP-Arenen und umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten vorgesehen. Auch Waffenherstellung und sogenannte Restock Stations sollten zum Spiel gehören. Damit wäre Borderlands Online deutlich näher an einem klassischen MMO gewesen als die kooperativen Hauptteile der Reihe.

Technische Verbesserungen der Fanversion

Welche Neuerungen bringt die Neuauflage? Das Team möchte nicht nur eine alte und möglicherweise unfertige Version zum Laufen bringen. Geplant ist eine technisch modernisierte Fassung mit nativer Unterstützung für 1440p, bis zu 120 Bildern pro Sekunde und einem frei einstellbaren Sichtfeld.

Besonders aufwendig dürfte die englische Lokalisierung sein. Diese wird laut EpicNNG vollständig von Hand erstellt, da Borderlands Online ursprünglich ausschließlich für den chinesischen Markt entwickelt wurde. Eine deutsche Übersetzung wurde bislang nicht angekündigt.

EpicNNG bezeichnet das Projekt als vorerst letztes großes Geschenk seiner Arbeit als Modder an die Borderlands-Community. Das deutet darauf hin, dass die Wiederherstellung weit fortgeschritten ist. Offen bleiben jedoch die geplante Veröffentlichungsform, die unterstützten Plattformen und die Frage, ob für den Betrieb eigene Server benötigt werden.

Große Hoffnung mit wichtigen Einschränkungen

Warum sorgt die Rückkehr für Aufmerksamkeit? Bereits das Ende von Borderlands 2 zeigte zahlreiche Kammern, die über die gesamte Galaxie verteilt sind. Gemeinsam mit weiteren Andeutungen aus Borderlands: The Pre-Sequel entstand dadurch über Jahre die Hoffnung auf einen deutlich größeren Konflikt und ein Borderlands-Abenteuer im Stil eines MMOs.

Gearbox blieb mit Borderlands 3 und Borderlands 4 jedoch beim bekannten Koop-Konzept. Die Fanversion von Borderlands Online könnte nun zumindest einen Eindruck davon vermitteln, wie sich das Franchise mit Gilden, Hub-Städten, PvP und einer stärker vernetzten Welt gespielt hätte. Gerade Fans von Destiny 2 könnten an dieser Interpretation Gefallen finden.

Trotz aller Vorfreude bleibt das Comeback ein inoffizielles Fanprojekt. Es gehört nicht zum offiziellen Kanon und wird weder von Gearbox noch von 2K unterstützt. Auch hinsichtlich Umfang, Stabilität und Grafik sollten die Erwartungen realistisch bleiben. Dennoch könnte die Community bald erstmals selbst erleben, was aus dem 2015 eingestellten Borderlands-MMO geworden wäre.

Würdet ihr Borderlands Online ausprobieren oder sollte Gearbox lieber selbst ein offizielles MMO entwickeln? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

Öffnet in einem neuen Tab

Zwischen den Kämpfen sorge ich dafür, dass mein Super-Saiyajin-Haar perfekt sitzt und versuche meiner Tochter Bra beizubringen, dass ich der coolste Saiyajin-Papa bin. Es ist nicht immer einfach, aber ich gebe mir Mühe. Nebenher schreibe ich für PlayCentral.de.

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