ARC Raiders testet erstmals eine PvE-Option im laufenden Spiel. Mit Update 2.1.0 hat Embark den neuen Matchmaking-Schalter aktiviert. Damit könnt ihr auf Beutezug gehen, ohne von anderen Spielern erschossen zu werden. Ob die Funktion dauerhaft bleibt, sollen Spieldaten und Rückmeldungen aus der Testphase zeigen.
Bis wann könnt ihr den PvE-Modus ausprobieren?
Der Test läuft vom 13. Oktober bis zum 20. Oktober 2026, jeweils um 11 Uhr deutscher Zeit. Währenddessen könnt ihr zwischen den üblichen PvPvE-Partien und PvE-Sitzungen wechseln.
Dabei bleibt ARC Raiders ein gemeinsames Online-Erlebnis: Auch im PvE begegnet ihr anderen Raidern. Solospieler, Duos und Trios können zusammen in einer Sitzung landen. Eure PvPvE-Matchmaking-Einstufung wird durch PvE-Runden nicht verändert.
Diese Regeln gelten auf den PvE-Servern
Embark passt für den Test mehrere Spielregeln an:
- Kein Schaden zwischen Spielern: Raider können einander nicht verletzen.
- Keine Betäubungs- oder Brandeffekte durch geworfene Gegenstände auf Mitspieler.
- Barrikaden und Seilrutschen funktionieren weiterhin.
- Geringerer Gesamtwert der Beute als Ausgleich für das reduzierte Risiko.
- Bestimmte Kartenbedingungen fehlen: Night Raid, Locked Gate, Hidden Bunker, Frigate und Redirection stehen im PvE-Test nicht zur Verfügung.
Konkrete neue Dropraten oder Seltenheitsverteilungen nennt Embark dabei nicht.
Die ARC-Maschinen bleiben gefährlich. Nach dem Niederschlagen habt ihr acht Sekunden Schutz vor einer erneuten Zielerfassung. Bewegt ihr euch anschließend und werdet entdeckt, können die Roboter wieder angreifen.
Warum Embark jetzt eine PvE-Alternative testet
Die Entwickler begründen den Versuch mit ihrer Community: 51 Prozent der befragten Spieler interessieren sich für eine eigene PvE-Option. Mehr als 70 Prozent der als freundlich eingestuften Spieler wünschen sich weniger feindliche Begegnungen. Selbst in der PvP-Gruppe liegt dieser Anteil laut Embark bei 40 Prozent.
Für den Test steht deshalb das Erkunden, Sammeln und Erledigen von Quests ohne feindliche Raider im Mittelpunkt. Embark untersucht zunächst eine Alternative zu PvP-Begegnungen; ein neues PvE-Fortschrittssystem ist nicht das Ziel dieses Versuchs.
Könnte ARC Raiders künftig zwei unterschiedliche Spielerfahrungen bieten?
Wie weit diese Überlegungen reichen, zeigt ein Originalinterview von GamesRadar+ mit Executive Producer Aleksander Grøndal. Auf die Frage, ob ARC Raiders irgendwann praktisch in eine PvPvE- und eine reine PvE-Erfahrung aufgeteilt sein könnte, hält er das für durchaus möglich.
Seine Begründung: Die Community sei bereits entlang dieser Vorlieben geteilt. Das Studio müsse respektieren, wie Spieler ARC Raiders genießen möchten, auch wenn das nicht vollständig zur ursprünglichen Gestaltung des veröffentlichten Spiels passe. Eine konkrete Aufteilung ist damit allerdings noch nicht angekündigt.
Grøndal spricht zugleich offen über die Risiken. Ohne mögliche Angriffe anderer Raider könnte Spannung verloren gehen. Auch freiwillige Hilfsbereitschaft bekommt eine andere Bedeutung, wenn ein Gegenüber ohnehin keinen Schaden verursachen kann. Hinzu kommen mögliche Folgen für die Spielwirtschaft und die Verteilung der Spieler auf unterschiedliche Warteschlangen.
Laut dem Producer gab es deshalb auch intern ernsthafte Bedenken. Der begrenzte Test soll helfen, diese Fragen anhand tatsächlicher Spielerfahrungen zu beantworten.
Update 2.1.0 bringt zusätzlich wichtige Reparaturen
Der PvE-Schalter ist die größte Neuerung des aktuellen Updates, aber Embark behebt gleichzeitig mehrere Probleme. Die offiziellen Patchnotes nennen unter anderem Korrekturen für die Fähigkeiten Broad Shoulders und Field Repair, fehlerhafte Gewichtsberechnungen sowie heftige Kamerabewegungen beim Schießen.
Auch der Grappling Hook wurde nachgebessert: Das Erreichen von Dachkanten und Vorsprüngen soll zuverlässiger funktionieren. Auf Pendola Pass wurde außerdem ein Fehler korrigiert, durch den Spieler trotz Aufenthalt in einer Gondel während der Extraktion ausgeschaltet werden konnten.
Dazu kommen Verbesserungen an der Fortschrittsanzeige des Reward Pass und ein geringerer Speicherverbrauch auf mehreren Karten. Von Letzterem soll insbesondere die Xbox Series S profitieren.
Der Test folgt unmittelbar auf das Frozen-Trail-Update vom 8. Oktober. Dieses brachte unter anderem die Bergregion Pendola Pass, weitere ARC-Gegner, das Outpost-System, zusätzliche Fähigkeiten und zwei neue Waffen. Die begleitende kostenlose Spielphase lief vom 8. bis zum 12. Oktober und ist damit bereits beendet.
Bleibt der PvE-Modus nach dem Test erhalten?
Zunächst wird der Schalter nach Testende wieder entfernt. Embark verspricht bislang keinen dauerhaften PvE-Modus. Eine spätere Umsetzung könnte zudem deutlich anders aussehen als die aktuelle Variante.
Nach Abschluss ist eine Umfrage vorgesehen. Auch Spieler, die beim klassischen PvPvE bleiben, sollen Rückmeldung geben. Embark beobachtet insbesondere mögliche Auswirkungen auf das Matchmaking und Wartezeiten in schwächer besuchten Regionen.
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