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HandOfBlood löst Rätsel um angebliche Polizei-Razzia auf: Alles war eine inszenierte Werbeaktion

Die vermeintliche Polizei-Razzia bei HandOfBlood war von Anfang an inszeniert. Nachdem der bekannte Twitch-Streamer am Dienstagabend seinen Livestream abrupt beendet hatte und anschließend Videos eines angeblichen Polizeieinsatzes die Runde machten, haben Maximilian Knabe und seine Agentur Instinct3 die Aktion inzwischen aufgelöst. Dahinter steckte eine aufwendig vorbereitete Werbekampagne für ein neues Getränk.

Am 5. November bestätigte HandOfBlood, dass die vermeintliche Durchsuchung der Agenturräume in Berlin-Spandau nicht echt war. Beworben werden sollte damit Knabe Kola Null, eine neue Variante seiner Getränkemarke, die sowohl auf Zucker als auch auf Koffein verzichtet.

Inszenierter Polizeieinsatz sorgt für Aufregung im Netz

Am 3. November wurde HandOfBlood während eines Twitch-Streams von einer Mitarbeiterin unterbrochen. Im Hintergrund waren mehrere Personen in vermeintlicher Polizeiausrüstung zu erkennen. Wenig später beendete der Streamer die Übertragung.

Anschließend verbreiteten sich auf TikTok, Instagram und anderen Plattformen Videos, die angeblich Polizeifahrzeuge vor den Büroräumen von Instinct3 zeigten. Auf weiteren Aufnahmen wurden Kartons aus dem Gebäude getragen. Sogar Instinct3-Geschäftsführer Johannes Gorzel wurde im Rahmen der Inszenierung in Handschellen abgeführt.

Die Berliner Polizei hatte bereits vor der offiziellen Auflösung erklärt, dass es keinen entsprechenden Polizeieinsatz gegeben habe.

Auch wir hatten über den überraschenden Stream-Abbruch und die zunächst ungeklärten Hintergründe berichtet.

HandOfBlood wollte mit der Aktion auch auf Fake-News aufmerksam machen

Die Kampagne hatte nach Angaben von HandOfBlood und Instinct3 noch ein zweites Ziel: Sie sollte zeigen, wie einfach sich die öffentliche Wahrnehmung durch gezielt verbreitete Falschinformationen beeinflussen lässt.

Dafür setzte das Team unter anderem auf vorproduzierte Videos und eigens angelegte Social-Media-Accounts. Die Aufnahmen wurden so verbreitet, als stammten sie von zufälligen Augenzeugen.

In seiner Stellungnahme zeigte sich HandOfBlood selbst überrascht, wie schnell die Geschichte außer Kontrolle geriet. Selbst Hinweise darauf, dass der Einsatz inszeniert sein könnte, konnten die Spekulationen kaum bremsen.

Gleichzeitig erklärte der Streamer in seiner Twitch-Übertragung, dass man bewusst eine Razzia und keinen sogenannten Swatting-Vorfall habe darstellen wollen. Bei Swatting werden unter falschen Vorwänden tatsächliche Polizeieinsätze ausgelöst, wodurch Menschen gefährdet werden können.

Hinter der Aktion steckt Knabe Kola Null

Ausgangspunkt der Kampagne war ein früherer Werbegag von Knabe Drinks. Damals hatte das Unternehmen Getränkepakete verschickt, denen eine scherzhafte Anspielung auf die historische Verwendung von Kokain in Coca-Cola beilag. Diese Idee griff die nun inszenierte Durchsuchung wieder auf.

Mit Knabe Kola Null bringt das Unternehmen eine zucker- und koffeinfreie Variante auf den Markt. Wie der Vertriebspartner Drinks & More offiziell mitteilte, reagiert man damit auf einen häufig geäußerten Wunsch der Community.

Das neue Getränk ist seit dem 5. November online erhältlich und soll ab Mitte November schrittweise im Handel erscheinen. Zunächst handelt es sich um eine limitierte Testphase.

Die ungewöhnliche Werbeaktion hat damit ihren Zweck erfüllt: Innerhalb weniger Tage wurde aus einem plötzlich abgebrochenen Livestream eine vielfach diskutierte Geschichte, deren vermeintliche Beweise teilweise von den Beteiligten selbst ins Netz gestellt worden waren.

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Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.

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