Zum Inhalt springen
PlayCentral
Shop

GTA 6 bekommt grünes Licht für Werbung in Miami Beach, aber nur dezent

Rockstar Games ist einer Werbekampagne für GTA 6 im echten Vorbild von Vice City einen Schritt näher gekommen. Die Stadtkommission von Miami Beach hat mit vier zu drei Stimmen dafür gestimmt, Verhandlungen über eine Zusammenarbeit zu genehmigen. Im Gespräch stehen Einnahmen in Millionenhöhe, allerdings auch klare Grenzen für die Darstellung des Spiels.

Nachdem wir bereits am 7. September über die Marketingpläne in Miami-Dade und den Widerstand der örtlichen Sheriffin berichtet hatten, wird nun ein konkreteres Vorhaben in Miami Beach bekannt. Eine endgültig abgeschlossene Vereinbarung mit Rockstar ist der Beschluss jedoch noch nicht.

Vice City auf Sonnenschirmen und Strandliegen

Die geplante Kampagne soll deutlich zurückhaltender ausfallen, als es eine großflächige Umgestaltung öffentlicher Einrichtungen vermuten ließe. Vorgesehen sind Strandliegen und Sonnenschirme des Anbieters Boucher Brothers, auf denen die römische Zahl VI oder der Schriftzug Vice City erscheinen könnten. Der ausgeschriebene Name Grand Theft Auto soll dabei vermieden werden.

Als Zeitraum ist derzeit der 15. Oktober bis zum Jahresende vorgesehen. Während der Kunstmesse Art Basel Anfang Dezember soll die Kampagne aussetzen. Städtische Einrichtungen, darunter bekannte Wahrzeichen und Rettungsschwimmertürme, sind ebenfalls von den geplanten Werbeflächen ausgenommen.

Die Bedingungen betreffen das jetzt diskutierte Vorhaben in Miami Beach. Sie bedeuten somit keine pauschale Freigabe der zuvor bekannt gewordenen Ideen für das gesamte Miami-Dade County.

Millionen für die Stadt sorgen für eine knappe Mehrheit

Finanziell steht eine erhebliche Summe im Raum. Kommissionsmitglied Laura Dominguez nannte zunächst drei Millionen US-Dollar, die Rockstar zahlen soll. Zugleich wolle die Stadt versuchen, einen höheren Betrag auszuhandeln.

Ihre Kollegin Tanya Katzoff Bhatt sprach im weiteren Verlauf von Vorteilen für die Stadt im Umfang von annähernd vier Millionen US-Dollar. Beide Zahlen sind damit noch kein abschließend vereinbarter Vertragswert.

Bhatt verwies auf einen konkreten möglichen Nutzen: Die Größenordnung würde ausreichen, um die bislang nicht finanzierte Renovierung des Flamingo-Footballfelds zu bezahlen. Für sie besteht die Chance darin, die ohnehin zu erwartende Aufmerksamkeit rund um GTA 6 auch für die Stadt zu nutzen.

Gegner wollen Miami Beach nicht mit GTA verbinden

Wie umstritten die Zusammenarbeit bleibt, zeigte die Debatte vor der knappen Abstimmung. Kommissionsmitglied David Suarez führte Szenen aus GTA 5 und dem jüngsten GTA-6-Gameplay vor, darunter eine Verfolgungsjagd mit der Polizei.

Er erklärte, er wolle die Marke der Stadt nicht mit diesem Videospiel verbunden sehen. Aus seiner Sicht könne auch eine hohe Zahlung diese Verbindung nicht rechtfertigen.

Die Diskussion knüpft damit an die bereits bekannte Kritik aus Miami-Dade an. Sheriffin Rosie Cordero-Stutz hatte sich gegen eine öffentliche Zusammenarbeit ausgesprochen, weil die Reihe Straftaten in den Mittelpunkt stelle, die ihre Behörde im Alltag bekämpfe.

Auch ein riesiges GTA-6-Schild ist im Gespräch

Neben der Strandkampagne könnte es andernorts eine wesentlich auffälligere Werbefläche geben. Der freie Journalist Francisco Alvarado berichtet von weit fortgeschrittenen Gesprächen zwischen Rockstar Games, Miami-Dade County und dem mit den Miami Heat verbundenen Unternehmen Basketball Properties.

Dabei geht es um ein großes GTA-6-Schild auf dem Dach des Kaseya Centers. Auch dieses Vorhaben ist laut dem Bericht noch nicht abschließend vereinbart. Es handelt sich zudem um ein separates Projekt, das nicht mit der Abstimmung über die Strandwerbung in Miami Beach gleichgesetzt werden sollte.

Für Rockstar eröffnet sich damit die Möglichkeit, GTA 6 direkt an den Orten zu bewerben, die Vice City inspiriert haben. Wie sichtbar die Kampagne am Ende tatsächlich wird, entscheiden aber erst die weiteren Verhandlungen.

Öffnet in einem neuen Tab

Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.

Deine Meinung zählt

Wie siehst du das? Teile deine Gedanken mit der PlayCentral-Community.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei

Für Kommentare gelten unsere Nutzungshinweise. Mit dem Absenden räumst du uns die dort beschriebenen, auf die Veröffentlichung begrenzten Nutzungsrechte ein.

guest
0 Kommentare
Neueste
Älteste Am meisten gewählt