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Nach Until Dawn und Directive 8020: Supermassive Games streicht bis zu 75 Stellen

Supermassive Games steht vor einer weiteren Entlassungswelle. Das britische Entwicklerstudio hinter „Until Dawn“, „The Quarry“ und der „Dark Pictures Anthology“ hat ein Konsultationsverfahren eingeleitet, an dessen Ende bis zu 75 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren könnten.

Das Unternehmen bezeichnet die Maßnahme als notwendigen Schritt, um seine wirtschaftliche Zukunft zu sichern. Welche Abteilungen und Standorte von den Kürzungen betroffen sein werden, teilte Supermassive Games nicht mit.

Für das Studio ist es bereits die dritte Entlassungsrunde innerhalb von weniger als drei Jahren. Erst im Mai 2026 erschien mit „Directive 8020“ das jüngste Horrorspiel des Entwicklers für PS5, Xbox Series X/S und PC.

Bis zu 75 Beschäftigte könnten ihren Arbeitsplatz verlieren

Wie viele Stellen streicht Supermassive Games? Nach aktuellem Stand könnten bis zu 75 Beschäftigte von den Kürzungen betroffen sein. Da zunächst ein formelles Konsultationsverfahren beginnt, steht die endgültige Zahl noch nicht fest.

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In einer über X veröffentlichten Erklärung schreibt das Studio:

Wir haben die schwierige Entscheidung getroffen, ein Konsultationsverfahren zu möglichen Stellenstreichungen einzuleiten. Wir gehen davon aus, dass dadurch bis zu 75 unserer Kolleginnen und Kollegen ihren Arbeitsplatz verlieren könnten. Dieser Schritt ist notwendig, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.

Supermassive Games räumt ein, dass die bevorstehende Zeit für die gesamte Belegschaft außerordentlich belastend sein werde. Während des Verfahrens wolle das Unternehmen vor allem die betroffenen Mitarbeiter unterstützen.

Konkrete wirtschaftliche Gründe nennt das Studio nicht. Es liegen daher bislang auch keine bestätigten Angaben dazu vor, ob die Kürzungen unmittelbar mit den Verkaufszahlen einzelner Spiele zusammenhängen.

Bereits die dritte Entlassungsrunde seit 2024

Die neuen Einschnitte setzen eine Reihe von Stellenstreichungen bei Supermassive Games fort. Im Februar 2024 kündigte das Unternehmen den Abbau von rund 90 Arbeitsplätzen an. Das entsprach damals ungefähr einem Viertel der gesamten Belegschaft.

Im Juli 2025 folgte ein weiteres Konsultationsverfahren, von dem bis zu 36 Beschäftigte betroffen waren. Gleichzeitig verschob das Studio „Directive 8020“ vom ursprünglich geplanten Oktober 2025 in das Jahr 2026.

Rechnet man die jeweils angekündigten Höchstzahlen zusammen, waren seit Anfang 2024 damit bis zu 201 Arbeitsplätze von den drei Verfahren betroffen. Wie viele Beschäftigte das Studio nach Abschluss der aktuellen Umstrukturierung noch zählt, ist nicht öffentlich bekannt.

Supermassive Games gehört seit 2022 vollständig zu Nordisk Games. Das Unternehmen ist wiederum Teil der dänischen Egmont-Gruppe und hatte bereits vor der vollständigen Übernahme in das britische Studio investiert.

Directive 8020 erschien erst vor drei Monaten

Die Ankündigung erfolgt rund drei Monate nach der Veröffentlichung von „Directive 8020“. Das Science-Fiction-Horrorspiel kam am 12. Mai 2026 für PS5, Xbox Series X/S und PC auf den Markt.

Darin gerät die Besatzung des Kolonieschiffs Cassiopeia an eine außerirdische Lebensform, die das Aussehen anderer Menschen annehmen kann. Wie bei früheren Spielen des Studios beeinflussen Entscheidungen den weiteren Verlauf der Geschichte und bestimmen darüber, welche Figuren überleben.

Im Oktober 2025 erschien außerdem „Little Nightmares 3“, das Supermassive Games im Auftrag von Bandai Namco entwickelte. Im Juni 2026 folgte mit „The Backstage“ eine Erweiterung für das düstere Koop-Abenteuer.

Welche Spiele sich momentan noch bei Supermassive Games in Entwicklung befinden, hat das Studio nicht vollständig offengelegt. Ebenso bleibt unklar, ob die neue Entlassungsrunde Auswirkungen auf laufende oder noch nicht angekündigte Projekte haben wird.

Das Studio wurde durch Until Dawn bekannt

Seinen internationalen Durchbruch feierte Supermassive Games 2015 mit dem PS4-exklusiven Horror-Abenteuer „Until Dawn“. Das Spiel setzte auf eine filmische Inszenierung und eine verzweigte Handlung, in der selbst kleine Entscheidungen über Leben und Tod der Figuren bestimmen konnten.

Später übertrug das Studio dieses Konzept auf die „Dark Pictures Anthology“ mit Spielen wie „Man of Medan“, „Little Hope“, „House of Ashes“ und „The Devil in Me“. Mit „The Quarry“ erschien 2022 zudem ein weiteres eigenständiges Horror-Abenteuer.

Das 2024 veröffentlichte Remake von „Until Dawn“ entstand hingegen bei Ballistic Moon und nicht bei Supermassive Games. Das ursprüngliche Studio war an der Neuauflage somit nicht federführend beteiligt.

Wann das Konsultationsverfahren abgeschlossen wird und wie viele Stellen letztlich tatsächlich wegfallen, ließ Supermassive Games offen.

Luna N.

Ich schaue mehr Anime als gesund ist, kenne jeden Intro-Song auswendig und habe beim Zocken schneller die Tasten im Griff als mein eigener Schatten. Wenn ich nicht gerade mit einem Kaffee bewaffnet über neue Story-Ideen grübel, kämpfe ich mich durch Fantasy-Welten – entweder mit dem Controller oder dem Kugelschreiber. Meine größte Schwäche? Limited Editions und Charaktere mit tragischer Hintergrundgeschichte.
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