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Steam-Zahlen zeigen klaren Abstand – Destiny 2 fast zehnmal vor Marathon

Obwohl Bungie die aktive Entwicklung von Destiny 2 inzwischen beendet hat, bleibt der 2017 veröffentlichte Online-Shooter deutlich stärker besucht als das wesentlich jüngere Marathon. Eine Momentaufnahme der Steam-Zahlen zeigt einen beinahe zehnfachen Vorsprung für das ältere Spiel.

Zum erfassten Zeitpunkt waren 34.735 Nutzer gleichzeitig in Destiny 2 aktiv. Marathon kam dagegen lediglich auf 3.671 aktive Nutzer. Damit erreicht Bungies langjähriger Loot-Shooter auf Steam ungefähr das 9,5-Fache der aktuellen Marathon-Zahl.

Deutlicher Abstand bei den Steam-Zahlen

Wie groß ist der Vorsprung von Destiny 2? Auch die bisherigen Höchstwerte verdeutlichen, dass beide Titel auf Steam in unterschiedlichen Größenordnungen unterwegs sind. Destiny 2 erreichte in der Spitze mehr als 316.000 gleichzeitig aktive Nutzer, während Marathon mit etwas über 88.000 seinen bisherigen Höchststand verzeichnete.

SpielAktive Nutzer zum VergleichszeitpunktBisheriger Steam-Höchstwert
Destiny 234.735Über 316.000
Marathon3.671Etwas über 88.000

Ganz direkt lassen sich die Zahlen allerdings nicht vergleichen. Destiny 2 kann kostenlos begonnen werden, während Marathon als kostenpflichtige Premium-Veröffentlichung an den Start ging. Zudem beziehen sich die genannten Werte ausschließlich auf Steam und bilden nicht die gesamte Community auf allen Plattformen ab.

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Destiny 2 ist zusätzlich auf PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One sowie Xbox Series X und S verfügbar. Marathon erschien neben dem PC für PlayStation 5 und Xbox Series X und S. Konkrete Gesamtzahlen für alle Systeme liegen bislang nicht vor.

Bungies Strategie sorgt für Diskussionen

Warum sind die Zahlen für Bungie besonders brisant? Am 9. Juni 2026 veröffentlichte das Studio mit Monument of Triumph das letzte geplante Live-Service-Inhaltsupdate für Destiny 2. Der Shooter bleibt weiterhin spielbar und kann bei technischen Problemen noch Hotfixes erhalten, reguläre neue Inhalte sind jedoch nicht mehr vorgesehen.

Marathon soll dagegen auch in den kommenden Monaten mit neuen Inhalten und Erweiterungen unterstützt werden. Bungie arbeitet daran, den Extraction-Shooter weiterzuentwickeln und eine größere Stammcommunity aufzubauen. Angesichts des aktuellen Abstands dürften sich viele Destiny-Fans dennoch fragen, weshalb das ältere und weiterhin stärker besuchte Spiel keine regulären Updates mehr erhält.

Dabei besitzt Destiny einen erheblichen Startvorteil. Bungie baut die Community des Universums bereits seit der Veröffentlichung des ersten Teils im Jahr 2014 auf. Marathon greift zwar ebenfalls eine ältere Marke des Studios auf, präsentiert sich durch das Extraction-Shooter-Konzept nach jahrzehntelanger Pause aber beinahe wie eine neue Reihe.

Marathon steht weiter unter Druck

Welche Entwicklung ist für Marathon möglich? Einzelne Momentaufnahmen entscheiden noch nicht über die langfristige Zukunft eines Live-Service-Spiels. Neue Modi, saisonale Inhalte und umfassende Verbesserungen könnten dafür sorgen, dass Marathon wieder mehr Aufmerksamkeit erhält und frühere Nutzer zurückkehren.

Der derzeitige Trend bleibt für Bungie trotzdem unangenehm. Während das fast neun Jahre alte Destiny 2 ohne weitere reguläre Inhaltsupdates weiterhin Zehntausende Menschen auf Steam erreicht, kämpft das neue Prestigeprojekt mit einer deutlich kleineren aktiven Basis. Ob diese Entwicklung langfristig zu einer neuen Destiny-Veröffentlichung oder sogar Destiny 3 führt, bleibt offen.

Wie bewertet ihr den großen Abstand zwischen Destiny 2 und Marathon? Würdet ihr euch neue Destiny-Inhalte wünschen oder sollte Bungie weiter konsequent auf Marathon setzen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

Jens A.

Wenn bei GTA der fünfte Wagen brennt und irgendwo ein NPC flucht, ist Jens wahrscheinlich nicht weit. Bei PlayCentral kümmert er sich mit viel Herzblut um alles, was zockt, kracht und Spaß macht. Sei es ein Blockbuster mit Millionenbudget oder ein Indie-Perle mit Retro-Charme. Sein Fachgebiet? Open Worlds, Chaos-Sandboxen und Games, bei denen man "nur mal kurz reinschauen" wollte und dann plötzlich 3 Stunden später noch da sitzt. Immer kritisch, meistens fair und manchmal leicht übermüdet vom letzten Games-Marathon.
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