Wer nach längerer Pause zu „The Witcher 3“ zurückkehrt, erinnert sich womöglich nicht mehr an jede Wendung in Geralts gewaltigem Abenteuer. Eine neue Mod schafft Abhilfe und stellt dafür sogar eine Funktion wieder her, die CD Projekt Red einst aus dem Rollenspiel gestrichen hatte.
Mehr als ein Jahrzehnt nach der Veröffentlichung steckt „The Witcher 3: Wild Hunt“ noch immer voller Überraschungen. Modder glassfish777 hat mit „Restored Content – Storybook“ nun einen bislang ungenutzten Menübereich fertiggestellt, der seit dem Launch in den Spieldateien schlummerte.
Die Erweiterung richtet sich vor allem an Spieler, die sich vor „Songs of the Past“ noch einmal mit Geralts bisheriger Geschichte vertraut machen möchten. Die dritte große Erweiterung erscheint 2027 für PC, PS5 und Xbox Series X/S.
Neues Ereignismenü zeigt frühere Rückblicke
Nach der Installation erscheint im Glossar von „The Witcher 3“ ein zusätzlicher Reiter namens „Ereignisse“. Darin lassen sich sämtliche bereits freigeschalteten Story-Rückblicke jederzeit erneut ansehen. Normalerweise werden diese illustrierten Zusammenfassungen lediglich während bestimmter Ladebildschirme abgespielt.
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Zu jedem Eintrag gehören ein Titel und eine kurze Beschreibung. Die Texte stammen laut dem Modder vollständig von CD Projekt Red und wurden bereits für sämtliche unterstützten Sprachen lokalisiert. Neue Übersetzungen sind daher nicht erforderlich.
Praktisch: Das Spiel verfolgt bereits seit seiner ursprünglichen Veröffentlichung, welche Rückblicke in einem Spielstand freigeschaltet wurden. Die Mod funktioniert deshalb auch mit älteren Speicherständen. Spieler müssen Geralts Abenteuer somit nicht von vorn beginnen.
Mod macht zuvor unerreichbare Szenen sichtbar
Einige der Story-Rückblicke verfügen über einen zweiten Abschnitt, der erst nach weiteren Fortschritten freigeschaltet wird. Im eigentlichen Spiel bleiben manche dieser Ergänzungen jedoch unsichtbar: Werden gleichzeitig der zweite Teil eines alten Rückblicks und ein neuer Eintrag aktiviert, bevorzugt das Spiel auf dem Ladebildschirm die neuere Szene.
Über das wiederhergestellte Ereignismenü können diese bislang praktisch unerreichbaren Inhalte erstmals gezielt abgespielt werden. Der Modder hat die unfertige Oberfläche außerdem an das aktuelle Design angepasst und Funktionen wie Untertitel, das Überspringen von Sequenzen sowie ein automatisches Ausblenden der Musik ergänzt.
Die Arbeiten an der Wiederherstellung begannen bereits 2022. Entscheidend für die Fertigstellung war offenbar die Veröffentlichung zusätzlicher Benutzeroberflächen-Quelldateien mit dem offiziellen REDkit im Jahr 2024.
Installation nur auf dem PC möglich
„Restored Content – Storybook“ steht kostenlos für die PC-Version von „The Witcher 3“ bereit und ist mit dem Next-Gen-Update kompatibel. Für die Installation muss der Ordner der Mod lediglich in das Mod-Verzeichnis des Spiels kopiert werden.
Mit umfangreichen UI-Modifikationen kann es allerdings zu Konflikten kommen. Andere Mods, die die Videos der Ladebildschirme vollständig aus den Spieldateien entfernen, sind ebenfalls nicht kompatibel. Für Spieler, die die Rückblicke auf den Ladebildschirmen deaktivieren, aber weiterhin über das neue Menü aufrufen möchten, bietet der Entwickler eine zusätzliche optionale Datei an.
Die Veröffentlichung kommt zu einem passenden Zeitpunkt: CD Projekt Red möchte „Songs of the Past“ während der gamescom 2026 ausführlicher vorstellen. Die gemeinsam mit Fool’s Theory entwickelte Erweiterung schickt Geralt 2027 in ein neues Abenteuer.






