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Corsair Nightsword v2 Wireless SD im Test: Eine Maus wird zum Stream Deck

Corsair hat die ursprüngliche Nightsword deutlich modernisiert. Die Corsair Nightsword v2 Wireless SD ist leichter, schneller und erstmals kabellos unterwegs. Ihr eigentliches Alleinstellungsmerkmal verbirgt sich allerdings an der linken Seite: Ein dedizierter Knopf ruft das virtuelle Elgato Stream Deck auf und macht die Maus damit zu einer flexiblen Kommandozentrale.

Hinzu kommen ein optischer Sensor mit bis zu 33.000 DPI, eine Polling-Rate von maximal 8.000 Hertz, zehn Tasten, drei Verbindungsarten und eine beworbene Akkulaufzeit von bis zu 170 Stunden.

Das klingt nach einer ziemlich vollgepackten Gaming-Maus. Doch wie sinnvoll ist die Stream-Deck-Integration im Alltag und wie schlägt sich die Nightsword v2 Wireless SD bei langen Arbeitstagen?

Hinweis: Die Nightsword v2 Wireless SD wurde uns von Corsair vor der Veröffentlichung für diesen Test zur Verfügung gestellt. Eine Verpflichtung zur positiven Berichterstattung bestand nicht.

  • Geschwindigkeit: bis zu 750 IPS
  • Beschleunigung: bis zu 50G
  • Polling-Rate: bis zu 8.000 Hertz
  • Tasten: zehn, davon acht über Stream Deck konfigurierbar
  • Switches: optisch, ausgelegt auf bis zu 100 Millionen Klicks
  • Verbindung: 2,4 GHz Slipstream Wireless, Bluetooth 5.2 LE und USB-C
  • Beleuchtung: drei RGB-Zonen
  • Akkukapazität: 500 mAh
  • Akkulaufzeit: bis zu 170 Stunden
  • Profile: ein Onboard-Profil, bis zu fünf speicherbar
  • Gleitfüße: UPE
  • Kabel: USB-A auf USB-C, 1,8 Meter, umflochten
  • Software: Corsair Web Hub und Elgato Stream Deck 7.5.1 oder neuer
  • Garantie: zwei Jahre
© PlayCentral.de

Ergonomische Form für lange Arbeitstage

Bereits beim ersten Kontakt fällt auf, wie angenehm leicht sich die Nightsword v2 Wireless SD anfühlt. Mit 89 Gramm gehört sie zwar nicht zu den extremen Leichtgewichten, die teilweise weniger als 50 Gramm auf die Waage bringen. Für eine große ergonomische Funkmaus mit zehn Tasten, Akku, RGB-Beleuchtung und Daumenauflage ist das Gewicht aber beachtlich niedrig.

Vor allem im direkten Verhältnis zur Größe wirkt die Maus beinahe überraschend leicht. Sie lässt sich mühelos über das Mauspad bewegen und beansprucht Handgelenk sowie Unterarm auch über viele Stunden hinweg kaum.

In meinem Fall musste die Nightsword v2 Wireless SD nicht nur einige kürzere Gaming-Sessions überstehen. Ich arbeite häufig bis zu zwölf Stunden am Tag am Rechner und habe die Maus über mehrere Wochen als tägliches Eingabegerät verwendet.

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Dabei erwies sich die geschwungene Form als sehr bequem. Der Daumen findet auf der breiten Ablage ausreichend Platz und sämtliche wichtigen Tasten lassen sich gut erreichen. Vor allem Nutzern mit mittelgroßen bis großen Händen dürfte die ausgeprägte Rechtshänderform entgegenkommen.

Wer besonders kleine Hände besitzt oder eine symmetrische Maus bevorzugt, sollte die Nightsword vor einem Kauf allerdings nach Möglichkeit ausprobieren.

Leicht, aber keineswegs billig verarbeitet

Ein geringes Gewicht kann bei großen Mäusen schnell den Eindruck erwecken, dass am Material gespart wurde. Bei der Nightsword v2 Wireless SD ist das nicht der Fall.

Das Gehäuse fühlt sich stabil an, die einzelnen Elemente sitzen sauber zusammen und auch nach mehreren Wochen intensiver Nutzung sind keine unangenehmen Knarzgeräusche oder auffälligen Spaltmaße festzustellen. Trotz der leichten Bauweise wirkt die Maus keineswegs wie ein fragiles Stück Kunststoff.

Kleinere Abzüge gibt es bei den Oberflächen. Insbesondere die linke und rechte Maustaste fallen ziemlich glatt aus. Bei normalen Temperaturen stellt das kaum ein Problem dar. An heißen Tagen und mit schwitzigen Fingern fehlt den Tasten jedoch etwas Grip.

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Die strukturierte Seite und die Daumenauflage helfen zwar dabei, die Maus sicher zu führen. Eine griffigere Beschichtung auf den Haupttasten hätte den insgesamt sehr guten haptischen Eindruck aber weiter verbessert.

Präziser Sensor und bis zu 8.000 Hertz

Im Inneren arbeitet der optische Corsair MARKSMAN S Sensor. Dieser löst mit bis zu 33.000 DPI auf, erfasst Bewegungen mit maximal 750 IPS und hält Beschleunigungen von bis zu 50G stand.

Solche Werte liegen deutlich oberhalb dessen, was die meisten Spieler im Alltag benötigen. Wichtiger ist deshalb, dass der Sensor im Test jederzeit sauber, direkt und zuverlässig arbeitet.

Schnelle Bewegungen werden präzise übertragen und auch bei hektischen Richtungswechseln konnten wir keine Aussetzer oder auffällige Korrekturen feststellen. Die Empfindlichkeit kann in Schritten von jeweils einem DPI angepasst und auf bis zu fünf Stufen verteilt werden.

Mit den beiden Tasten hinter dem Mausrad lässt sich während des Betriebs zwischen diesen DPI-Stufen wechseln. Die RGB-Beleuchtung signalisiert für einige Sekunden anhand verschiedener Farben, welche Stufe gerade aktiv ist.

Die Polling-Rate reicht von 125 bis zu 8.000 Hertz. Im höchsten Modus übermittelt die Maus theoretisch alle 0,125 Millisekunden eine neue Position an den PC. Das funktioniert sowohl per USB-Kabel als auch über die 2,4-GHz-Verbindung.

In der Praxis werden die meisten Nutzer kaum einen Unterschied zwischen 1.000 und 8.000 Hertz wahrnehmen. Am ehesten kann sich die höhere Abfragerate bei sehr schnellen Spielen, leistungsstarken Rechnern und Monitoren mit besonders hoher Bildwiederholrate bemerkbar machen.

Hinzu kommt ein deutlich höherer Energieverbrauch. Für den normalen Arbeitsalltag und die meisten Spiele stellen 1.000 Hertz deshalb weiterhin den vernünftigsten Kompromiss dar.

Drei Möglichkeiten für die Verbindung

Corsair bietet insgesamt drei Verbindungsarten:

  • 2,4 GHz Slipstream Wireless
  • Bluetooth 5.2 LE
  • kabelgebundener Betrieb über USB-C

Der Schiebeschalter an der Unterseite wechselt zwischen Bluetooth, ausgeschaltetem Zustand und 2,4-GHz-Verbindung. Im Test funktionierte der Wechsel zuverlässig und ohne unnötig lange Wartezeiten.

Für Spiele empfiehlt sich Slipstream Wireless. Die Verbindung reagiert schnell und blieb während unseres Tests stabil. Der kompakte USB-Empfänger kann direkt am Rechner angeschlossen oder mithilfe des Kabels und des mitgelieferten Adapters näher an der Maus positioniert werden.

Das kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn der PC weiter entfernt unter dem Schreibtisch steht oder ihr die maximale Polling-Rate von 8.000 Hertz verwenden möchtet. Wird der Empfänger gerade nicht benötigt, lässt er sich in einem Fach an der Unterseite der Maus verstauen.

Bluetooth eignet sich dagegen sehr gut für Notebooks oder den produktiven Einsatz. Die Maus kann allerdings immer nur mit einem Bluetooth-Gerät gleichzeitig gekoppelt werden.

Über den USB-C-Anschluss an der Vorderseite lässt sich die Nightsword v2 Wireless SD während des Ladens weiterhin verwenden. Grundsätzlich funktioniert das problemlos. Nach mehreren Wochen ohne Kabel fällt allerdings schnell wieder auf, wie sehr dessen Widerstand die ansonsten freie Bewegung einer Funkmaus einschränkt.

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Patrik Hasberg

Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.
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