Dass Blizzard die Beta nicht einfach sekundengenau freischaltet, obwohl der Termin seit Tagen feststeht, wirkt erstmal erstaunlich. Technisch steckt hinter so einem Start aber deutlich mehr als nur ein einzelner „Go Live“-Schalter.
Blizzard muss parallel mehrere Systeme sauber hochfahren: Account-Berechtigungen, Battle.net, Download- und CDN-Strukturen, Login-Server, Charakterdienste und die eigentlichen Spielserver. Gerade bei einer Beta kann schon ein einzelner Fehler in dieser Kette dafür sorgen, dass manche Spieler bereits Warteschlangen sehen, während andere die Installation noch gar nicht angeboten bekommen.
Hinzu kommt, dass WoW Forever nicht einfach die klassische Realm-Struktur übernimmt. Blizzard hat im heutigen Q&A erklärt, dass Spieler künftig primär ein Regelwerk wie PvE, PvP, Rollenspiel oder Hardcore auswählen und nicht mehr einen klassischen festen Realm. Damit hängt am Start auch neue Infrastruktur für Spielerzuordnung und Datenzentren.
Battle.net selbst scheint außerdem zumindest teilweise unter Last zu stehen. In den offiziellen WoW-Foren berichten Spieler aktuell sowohl von fehlenden Downloadmöglichkeiten als auch von Problemen beim Login. Gleichzeitig erreichen andere bereits Warteschlangen. Das spricht eher für eine schrittweise oder noch nicht vollständig funktionierende Freischaltung als für einen kompletten Ausfall.
Blizzard kann den erwarteten Andrang natürlich abschätzen. Trotzdem lässt sich ein solcher Start nicht vollständig simulieren: Erst wenn sehr viele echte Accounts gleichzeitig Authentifizierung, Berechtigungen, Downloads und Login-Server belasten, zeigt sich, wo die tatsächlichen Engpässe liegen.
Offiziell bleibt bislang lediglich bestätigt, dass die Beta nach dem Forever-Q&A starten soll. Einen neuen konkreten Zeitpunkt für die vollständige Freischaltung hat Blizzard bisher nicht genannt.
Ich wäre jetzt ungerne für die Server-Infrasturktur bei Blizzard verantwortlich! 😂
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