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Silent Hill: Townfall setzt auf permanente Anspannung statt auf Jumpscares

Am 24. September 2026 erscheint Silent Hill: Townfall exklusiv für PlayStation 5. Inzwischen haben Konami und das schottische Entwicklerstudio Screen Burn Interactive schon einige Einblicke in den kommenden Horror-Titel gewährt. Demnach ist bekannt, dass „Silent Hill: Townfall“ auf der fiktiven schottischen Insel St. Amelia, im Jahr 1996 spielt und nicht im namensgebenden Örtchen der Reihe.

Um Story-technisch nicht auf der Stelle zu treten, wurde diese Entscheidung bereits vor Jahren getroffen. Das 2024 veröffentlichte „The Short Message“, war der erste Ableger mit einem anderen Setting: einem verlassenen Apartmentkomplex in Deutschland. Im letzten Jahr erschien dann „Silent Hill f“, dass in der japanischen Kleinstadt Ebisugaoka der 60er-Jahre angesiedelt ist. Nun also Schottland.

Viele Eisen im Feuer

Während der diesjährigen Gamescom fanden auch zahlreiche Interviews mit Entwicklern und Publishern aus dem Gaming-Bereich statt. Dabei hat Silent Hill-Franchise-Produzenten Motoi Okamoto zum Beispiel verraten, dass künftig jährlich ein neuer Ableger der Survival-Horror-Reihe auf den Markt kommen soll. Um dies zu gewährleisten, seien bereits mehrere geheime Projekte gleichzeitig in Arbeit.

Dafür nutzt Konami verschiedene externe Entwicklerstudios. Für die letzten Remakes ist beispielsweise das polnische Studio Bloober Team verantwortlich, und für „Silent Hill: Townfall“ eben Screen Burn. Scheinbar darf auch jedes Entwickler-Team seine persönliche Note mit einbringen.

Neue Atmosphäre dank Perspektivenwechsel

Auch Game Director Jon McKellan beantwortete während der Gamescom einige Fragen. Im gemeinsamen Interview mit Motoi Okamoto, erklärte McKellan gegenüber The Gamer, dass seine Heimat eine wesentliche Rolle bei der Wahl und Darstellung des Schauplatzes gespielt hat. Ihm zufolge ging es dabei vor allem um Authentizität. Unterdessen betont Okamoto die „frische Perspektive.“

Ich glaube, es wäre nicht ehrlich von uns gewesen, eine Geschichte zu schreiben, die an einem anderen Ort der Welt spielt, mit dem wir uns nicht so gut auskennen“, erklärt McKellan und fügt hinzu: „Wir hatten das Gefühl, dass wir eine ganz eigene Perspektive und Hintergrundgeschichte einbringen konnten – etwas, das uns als Team auszeichnet –, um die Serie auf eine Weise zu bereichern, die sich authentisch und glaubwürdig anfühlt.“

Alltag statt Mythologie

Obendrein schöpften die Verantwortlich aus ihrem eigenen Erinnerungs- und Erfahrungsschatz. Das soll sich auch im Setting widerspiegeln. Anstatt auf die bewehrte übernatürliche Bedrohung zu setzen, führt der graue, triste Alltag im Großbritannien der 90er-Jahre zu einer gewissen Anspannung, die die Spieler in permanente Alarmbereitschaft versetzen soll.

Hat man sich früher in Silent Hill noch halbwegs sicher gefühlt, bis sich dank der bedrohlichen Sirenenklänge die Nackenhaare vor Angst sträubten, lauert in St. Amelia die Gefahr quasi überall und unterschwellig. Hierzu erklärt Jon McKellan: „Ich denke, unser Horror ist eher spannungsgetrieben, dezenter, weniger bombastisch. Es ist kein Gore, kein Blut und keine Eingeweide, keine Jumpscares.“

Psychologischer Horror im Kollektiv

In einem anderen Interview bezeichnet Motoi Okamoto den kommenden Teil als „gesellschaftsbewusstes Silent Hill“. Im Gegensatz zu früheren Silent Hill-Titeln, die sich „primär auf Themen im Mikrobereich, die sich um individuelle oder familiäre Dynamiken drehten, konzentrierten“, präsentiert Townfall „eine Geschichte, die in gesellschaftlichen Kontexten verwurzelt ist, was ihr eine erzählerische Tiefe verleiht, die einem Ensemble-Drama ähnelt.“

Bedeutet: Alle Entscheidungen, die der Hauptprotagonist Simon Ordell trifft, wirken sich auch auf andere Charaktere und das gesamte Umfeld des Spiels aus. Zudem ist „Silent Hill: Townfall“ aus der Ego-Perspektive erlebbar, was das ganze Erlebnis noch intensiver macht, schließlich passiert alles aus nächster Nähe. Bislang hatte man in der Third-Person-Perspektive ein etwas breiteres Sichtfeld. So oder so wird auch bei diesem Silent Hill der Nervenkitzel nicht ausbleiben.

Um alles noch intensiver zu erleben, haben die Entwickler auch den DualSense-Controller der PS5 mit einbezogen. Die Vorbestellungsphase läuft bereits seit Anfang Juni. Wer sich für die Deluxe-Version entschieden hat oder es noch tut, bekommt seinen Spielzugang für 59,99 Euro 48 Stunden vor dem eigentlichen Release freigeschaltet. Natürlich gibt es auch eine Standart-Version für nur 49,99 Euro.

Deine Meinung ist gefragt: Bist du bereit für ein neues Silent Hill-Abenteuer? Was hältst du von den bisherigen Einblicken und dem Wechsel der Schauplätze? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

Öffnet in einem neuen Tab

Bekennender Film- und Serien-Junkie. Gedanklich gerne in diversen Fantasiewelten unterweges. Süchtig nach allem, was magisch scheint. Begeisterte Gaming-Zuschauerin, inklusive klugen Sprüchen. Allen voran: Vollblut-Schreiberling und Hundemama.

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