PLAYCENTRAL TESTS Nintendo Switch

Nintendo Switch OLED im Test: Die perfekte Konsole, aber für wen?

Von Patrik Hasberg - Test vom 26.10.2021 12:13 Uhr
Nintendo Switch OLED - Metroid Dread
© PlayCentral.de

Lange Zeit über gab es Gerüchte um eine neue Super Nintendo Switch, die über deutlich mehr Power verfügen wird und Spiele in 4K-Auflösung wiedergeben kann. Letztendlich wurde diese Hoffnung vieler Spieler zwar vorerst nicht erfüllt, dafür kündigte Nintendo die Switch mit einem aktuellen OLED-Display an, das obendrein ein wenig größer als der Bildschirm der normalen Switch ausfällt.

Wir haben die Nintendo Switch OLED in den vergangenen Wochen mit Spielen wie Luigis Mansion 3, Metroid Dread und weiteren Titeln auf Herz und Nieren getestet und verraten euch in diesem Artikel, welche Spieler*innen denn nun wirklich zugreifen sollten.

Hinweis: Habt ihr keine Lust den Artikel zu lesen, legen wir euch unser Testvideo zur Nintendo Switch OLED ans Herz:

Das OLED-Display der Nintendo Switch OLED

Beginnen wir mit der größten und auffälligsten Änderung bei der Switch OLED, dem Display. Hier setzt Nintendo nicht nur auf ein modernes OLED-Display, sondern spendiert Spielenden auch gleich 7 Zoll, anstatt der 6,2 Zoll bei der normalen Switch. Aber Größe ist natürlich nicht alles, es kommt auch auf die Technik an! Erklären wir an dieser Stelle also kurz, was ein OLED-Display überhaupt für Vorteile mit sich bringt.

Welche Vorteile bringt ein OLED-Display mit sich? Im Gegensatz zur normalen Switch mit einem LCD Display, bei dem Flüssigkristalle eingesetzt werden, die durch eine Hintergrundbeleuchtung angestrahlt werden, benötigt ein OLED-Display keine Hintergrundbeleuchtung, da jeder Pixel eine eigene Lichtquelle darstellt.

Dadurch ist der OLED-Bildschirm in der Regel nicht nur dünner und leichter als bei einem Bildschirm mit LCD-Technologie, es wird auch ein höherer Kontrast geliefert. Schließlich kann jeder einzelne Bildpunkt in der Helligkeit angepasst werden, nicht nur bestimmte Bereiche. Hinzu kommt, dass solche Displays weniger Strom benötigen.

Im direkten Vergleich beider Switch-Modelle erkennt ihr zum Beispiel intensivere Farben und insgesamt einen besseren Kontrast bzw. ein tieferes Schwarz. Hinzu kommt, dass das Display weniger spiegelt und die Switch in Kombination mit der höheren Helligkeit besser auch im Freien benutzt werden kann.

Switch OLED - Luigis Mansion 3
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Switch-Spiele wirken durch das OLED-Display schlicht ein Stück lebendiger und schärfer, wodurch die Immersion verstärkt wird. Auf der normalen Switch wirkt es im direkten Vergleich, als würde sich über dem Display ein leichter Graufilter befinden. Ohne aber den direkten Vergleich zu haben, ist auch die Qualität des LCD-Displays ebenfalls vollkommen in Ordnung.

Steckt ihr die Nintendo Switch OLED in die neue, leicht überarbeitete Dockingstation und zockt auf dem Fernseher, bekommt ihr von dem neuen Display natürlich nichts mehr mit. Mehr Performance oder eine höhere Akkulaufzeit bietet das OLED-Modell zum Leidwesen vieler Spieler übrigens nicht. Aufgrund des energieeffizienteren OLED-Displays könnte man zwar von einer längeren Laufzeit ausgehen, allerdings hebt der insgesamt größere Bildschirm diesen Unterschied unseren Erfahrungen nach fast wieder auf. Im Schnitt könnt ihr beim OLED-Modell aber durchaus mit bis zu einer halben Extrastunde rechnen – immerhin.

Switch vs Switch OLED - Vergleich
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Das neue Dock der Switch OLED

Ein paar Worte zum neuen Dock, das unter anderem in einem schicken Weiß verfügbar ist, und leicht, aber durchaus sinnvoll überarbeitet wurde, dürfen an dieser Stelle natürlich ebenfalls nicht fehlen. Hier könnt ihr jetzt die Blende auf der Rückseite mit einem Handgriff vollständig abnehmen, um an die Anschlüsse zu gelangen.

Neu ist, dass ihr die Switch OLED jetzt auch via LAN-Kabel mit dem Internet verbinden könnt. Vorher musste separat ein LAN-Adapter dazugekauft werden. Aufgeladen wird die Switch OLED über einen USB C-Anschluss an der Konsole selbst oder über die Dockingstation. Die Verbindung mit einem Fernseher erfolgt über ein HDMI-Kabel.

Dank dem modernen HDMI-Anschluss ist das Dock der Switch OLED sogar für 4K mit 60 Bildern in der Sekunde bereit. Ganz auszuschließen ist also nicht, dass in absehbarer Zukunft nicht vielleicht doch noch eine 4K-fähige Switch Pro folgen wird. Aber das ist erst einmal nur reine Spekulation.

Switch OLED - Docking-Station
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Sicherer Stand dank breiterem Aufsteller

Die Switch OLED ist von Nintendo endlich mit einem deutlich bereiteren sowie stabileren Aufsteller ausgestattet worden. Dieser bietet beim Verstellen deutlich mehr Widerstand und ermöglicht die Positionierung der Konsole in zahlreichen unterschiedlichen Positionen. Zwei kleine Gumminoppen auf der Rückseite sorgen zudem für einen sicheren Stand, auch bei hitzigen Gefechten. Bei der normalen Switch war der ziemlich klapprige Aufsteller immer wieder Ziel von Kritik seitens der Spielenden.

Switch OLED - neuer Aufsteller
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Switch OLED: Welche Neuerungen gibt es sonst noch?

Abseits des OLED-Displays sowie des erweiterten Docks, dürfen sich Spieler über den doppelten Speicher freuen. Anstatt 32 GB, stehen nun 64 GB zur Verfügung. Das ist zwar immer noch nicht sonderlich viel, allerdings könnt ihr euch den Speicherplatz auch weiterhin durch den Einsatz einer separaten Micro SD-Karte erweitern. Der Slot dafür liegt unterhalb des Aufstellers.

Der Lautsprecher der Switch OLED wurde von Nintendo ebenfalls überarbeitet. Die Tatsache, dass sich diese nun nicht mehr an der Unterseite, sondern vorne befinden, sorgen für einen etwas besseren Klang. Akustische Wunder solltet ihr aber auch bei dem neuen Switch-Modell nicht erwarten.

Wahlweise könnt ihr den Sound außerdem mit Kopfhörern oder In-Ears über einen an der Oberseite verbauten 3,5 mm-Klinken-Anschluss oder via Bluetooth konsumieren. Das geht aber auch beides mit der normalen Switch, letzteres erst seit dem letzten Update.

Ansonsten erwarten euch keine Überraschungen. Die beiden Joy-Con lassen sich abnehmen und an einer mitgelieferten Halterung befestigen, um einen kleinen Controller zu bauen, der aber natürlich nicht an den separat erhältlichen Pro Controller herankommt.

Die Nintendo Switch OLED ist bei den verschiedenen Händlern für rund 360 Euro in Weiß und in dem bekannten Neon Rot/Neon Blau-Farbdesign seit dem 8. Oktober 2021 erhältlich. Die Verfügbarkeit ist zwar nicht ganz so schlecht wie es bei der PS5 der Fall ist, dennoch ist die Konsole regelmäßig bei Amazon, MediaMarkt und Co. ausverkauft.

Nintendo SwitchNintendo Switch OLED kaufen: Bei diesen Händlern jetzt verfügbar

Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.
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