Die Verfilmung von Elden Ring wird offenbar mit einer Geheimhaltung behandelt, wie sie sonst vor allem bei besonders großen Franchise-Produktionen üblich ist. A24 soll sogar eigene Mitarbeiter zu internationalen Rechtekäufern schicken, damit diese das Drehbuch ausschließlich unter Aufsicht lesen können.
Die ungewöhnliche Maßnahme dient laut einem exklusiven Bericht von Deadline dazu, Spoiler und vorzeitige Details zur Handlung zu verhindern. Teile des Skripts sollen potenziellen Geschäftspartnern sogar vollständig vorenthalten werden.
A24 bewacht ein ungewöhnlich langes Drehbuch
Das von Regisseur Alex Garland verfasste Drehbuch soll mindestens 180 Seiten einschließlich visueller Beschreibungen umfassen. Bei der in Hollywood häufig verwendeten Faustregel von ungefähr einer Filmminute pro Drehbuchseite könnte Elden Ring damit eine Laufzeit von annähernd drei Stunden erreichen.
Eine endgültige Laufzeit ist daraus allerdings noch nicht abzuleiten, da sich während des Schnitts erhebliche Änderungen ergeben können. Für Garland wäre ein derart langer Film dennoch ungewöhnlich. Sein Science-Fiction-Werk Annihilation kommt beispielsweise auf eine Laufzeit von 115 Minuten.
Auch zur Handlung dringen nur wenige Informationen nach außen. Kit Connor soll den Protagonisten verkörpern, dessen Reise durch das Zwischenland führt. Damit liegt die Vermutung nahe, dass er einen Befleckten spielt, der sich gewaltigen Monstern und Drachen stellen muss. Welche Figuren aus dem Action-Rollenspiel auftreten und ob die Geschichte unmittelbar den Ereignissen des Spiels folgt, bleibt geheim.
Amazon sichert sich internationale Streaming-Rechte
Trotz der strengen Abschirmung ist bereits ein bedeutender Vertrag bekannt geworden. Amazon MGM hat sich dem Bericht zufolge die Rechte für das erste Streaming-Zeitfenster in zahlreichen internationalen Märkten gesichert. Das Geschäft soll einen Wert im zweistelligen Millionenbereich besitzen und könnte Elden Ring nach der Kinoauswertung zu Prime Video bringen.
Welche Länder der Vertrag konkret umfasst, ist bislang nicht öffentlich bekannt. Eine ausdrückliche Bestätigung für Deutschland liegt daher noch nicht vor. Das gemeldete Produktionsbudget bewegt sich umgerechnet nach aktuellem Wechselkurs bei rund 157 bis 179 Millionen Euro und wäre damit das bislang größte von A24 gestemmte Filmbudget.
Weitere Einblicke könnte der American Film Market liefern, der laut Veranstalter vom 10. bis 15. November 2026 in Los Angeles stattfindet. Dort ist eine Präsentation des Films vorgesehen, möglicherweise einschließlich erster Ausschnitte. Aufgrund der bisherigen Geheimhaltung dürfte das Material zunächst nur für anwesende Branchenvertreter bestimmt sein.
Kinostart und vollständige Besetzung
Die Dreharbeiten wurden laut dem Bericht bereits im Sommer 2026 abgeschlossen. Der Kinostart ist offiziell für den 3. März 2028 angesetzt. Bandai Namco bestätigt außerdem, dass die Realverfilmung unter der Regie von Alex Garland für IMAX produziert wird.
Zur bislang angekündigten Besetzung gehören:
- Kit Connor
- Ben Whishaw
- Cailee Spaeny
- Tom Burke
- Havana Rose Liu
- Sonoya Mizuno
- Jonathan Pryce
- Ruby Cruz
- Nick Offerman
- John Hodgkinson
- Jefferson Hall
- Emma Laird
- Peter Serafinowicz
Bis zum Kinostart bleiben noch rund 16 Monate. A24 hat damit reichlich Zeit für die aufwendige Nachbearbeitung und kann zugleich kontrollieren, wann Fans erstmals einen Blick auf Garlands Interpretation des Zwischenlands erhalten.
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