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Darum bekam The Elder Scrolls kein New Vegas Spin-off – Ex Entwickler nennt Gründe

Seit dem Release von The Elder Scrolls 5: Skyrim am 11. November 2011 warten Fans auf ein neues großes Einzelspieler-Abenteuer in Tamriel. Während Fallout mit Fallout: New Vegas ein gefeiertes Spin-off von Obsidian Entertainment erhielt, blieb ein vergleichbares Projekt für Bethesdas Fantasy-Reihe bislang aus.

Der frühere Bethesda-Entwickler und langjährige Elder-Scrolls-Loremaster Kurt Kuhlmann hat nun erklärt, welche Überlegungen dahinter gesteckt haben könnten. Seine Einschätzung beruht auf seiner langjährigen Arbeit bei Bethesda und deutet vor allem auf Todd Howards vorsichtigen Umgang mit der Marke hin.

Der schwierige New-Vegas-Vergleich

Warum bekam The Elder Scrolls kein Spin-off wie Fallout: New Vegas? Nach Kuhlmanns Einschätzung dürfte die Reaktion auf das von Obsidian entwickelte Rollenspiel eine wichtige Rolle gespielt haben. Fallout: New Vegas spaltete Teile der Community in der Frage, welches Studio die besseren Fallout-Spiele entwickelt.

Die ganze Sache mit New Vegas hat zumindest den Eindruck entstehen lassen, dass sich die Frage stellt, wer das bessere Fallout-Spiel macht. Einige Fans finden New Vegas deutlich besser und würden die gesamte Reihe am liebsten Obsidian überlassen.

Eine vergleichbare Diskussion rund um The Elder Scrolls wollte Todd Howard laut Kuhlmann möglicherweise verhindern. Ein extern entwickeltes Spin-off hätte nicht nur die Erwartungen an künftige Serienteile verändert, sondern auch einen direkten Vergleich zwischen Bethesda und einem anderen Studio ausgelöst.

Ich weiß nicht, ob Todd diese Situation bei The Elder Scrolls noch einmal schaffen wollte. Während meiner Zeit dort war er sehr beschützend gegenüber der Reihe.

Kuhlmann stellt allerdings klar, dass es sich dabei um seine persönliche Einschätzung handelt. Eine offizielle Bestätigung, dass Bethesda ein konkretes Spin-off wegen der Erfahrungen mit Fallout: New Vegas abgelehnt hat, gibt es nicht.

The Elder Scrolls Online nahm den Druck

Welche Rolle spielte The Elder Scrolls Online? Das Online-Rollenspiel dürfte Bethesda nach Kuhlmanns Ansicht zusätzlichen Spielraum verschafft haben. Seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2014 wurde das MMO regelmäßig mit neuen Regionen, Geschichten und Erweiterungen versorgt.

Dadurch blieb die Marke präsent, obwohl zwischen Skyrim und The Elder Scrolls 6 eine ungewöhnlich lange Pause entstand. Für einen Teil der Community sei The Elder Scrolls Online inzwischen sogar der wichtigste Kontaktpunkt mit der Fantasy-Welt.

Es gab ein neues Elder-Scrolls-Produkt, das kontinuierlich neue Inhalte erhielt. Für viele Menschen ist The Elder Scrolls inzwischen The Elder Scrolls Online. Das ist ihre Erfahrung mit der Reihe und davon wollen sie vermutlich mehr.

Bethesda konnte sich währenddessen auf Fallout 4, Fallout 76 und Starfield konzentrieren. Ein zusätzliches Einzelspieler-Spin-off war aus Sicht des Studios offenbar nicht notwendig, solange The Elder Scrolls Online regelmäßig neue Abenteuer lieferte.

Ein Veteran mit langer Bethesda-Geschichte

Wer ist Kurt Kuhlmann? Der Entwickler kam 1996 zu Bethesda und arbeitete zunächst an The Elder Scrolls 2: Daggerfall sowie The Elder Scrolls Adventures: Redguard. Für Redguard schrieb er außerdem den Pocket Guide to the Empire, der wichtige Grundlagen für die bis heute verwendete Hintergrundgeschichte Tamriels legte.

Nach seinem vorübergehenden Abschied im Jahr 1998 kehrte Kuhlmann 2003 zurück. Anschließend wirkte er unter anderem an The Elder Scrolls 4: Oblivion, Fallout 3, Skyrim, Fallout 4, Fallout 76 und Starfield mit. Bei Skyrim übernahm er eine leitende Designrolle und prägte die Welt sowie die Lore der Reihe entscheidend mit.

Kuhlmann verließ Bethesda im Jahr 2023. Seine Aussagen liefern daher einen seltenen Einblick in die internen Überlegungen des Studios, bedeuten aber nicht, dass ein Elder-Scrolls-Spin-off grundsätzlich ausgeschlossen ist. Aktuell liegt Bethesdas Fokus weiterhin auf The Elder Scrolls 6.

Hättet ihr gerne ein Elder-Scrolls-Spin-off von Obsidian oder einem anderen Studio gesehen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

Öffnet in einem neuen Tab

Nora zockt schon länger als sie laufen kann – zumindest behauptet sie das gerne. Ob mitten in einer Zombie-Apokalypse oder beim Looten in verlassenen Hochhäusern: Wenn es knallt, kracht oder Gänsehaut macht, ist sie dabei. Ihr Markenzeichen? Eine große Klappe, ein noch größeres Herz für Indie-Games – und eine ungesunde Obsession mit roten Lederjacken und Desert Eagles. Wenn sie nicht gerade dem Endboss eins überbrät, schreibt sie charmant-chaotische Reviews, in denen mehr Persönlichkeit steckt als in manchem NPC.

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