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Crimson Desert zu schlecht bewertet? Pearl Abyss sieht Probleme beim Testen

Crimson Desert kam bei vielen Spielern besser an als bei der Fachpresse. Lybee Park, CEO von Pearl Abyss Europe, sieht dafür zwei mögliche Gründe: begrenzte Zeit für die Tests und eine Spielversion, die noch nicht dem Stand zum Release entsprach. Zugleich erkennt sie die Kritik der Tester ausdrücklich an.

Zu wenig Zeit für die Stärken der offenen Welt?

Im Interview mit The Game Business wurde Park auf die unterschiedlichen Reaktionen angesprochen. Die Veröffentlichung nennt einen Metacritic-Wert von 77 Punkten, während die Resonanz der Fans positiver ausgefallen sei.

Nach Parks Einschätzung folgen Tester unter Zeitdruck häufig vor allem der Hauptgeschichte. Die besonderen Stärken von Crimson Desert seien jedoch über die gesamte Spielwelt verteilt: versteckte Details, überraschende Entdeckungen und die Freiheit, abseits der vorgesehenen Wege zu erkunden.

„Ich bin mir nicht sicher, ob Kritiker während des Testzeitraums eine faire Chance hatten, diese Dinge zu erkunden.“
– Lybee Park, übersetzt aus dem Englischen

Ihre Erklärung lautet damit: Wer sich auf die Hauptquests konzentriert, könnte einen Teil dessen verpassen, was Crimson Desert für andere Spieler besonders reizvoll macht.

Die Testversion entsprach nicht dem Release-Stand

Park verweist außerdem darauf, dass die Presse eine Version gespielt habe, die nicht exakt mit der späteren Veröffentlichung übereinstimmte. Sie stellt die Einschätzungen der Tester deshalb aber nicht pauschal als falsch dar. Vielmehr hätten beide Seiten berechtigte Argumente, insbesondere die Kritiker.

Seit dem Release im März hat Pearl Abyss das Spiel mit zahlreichen Updates überarbeitet. Dazu gehören zusätzliche Schwierigkeitsgrade, Änderungen an den Aufbewahrungsmöglichkeiten und grafische Verbesserungen. Die heute verfügbare Fassung unterscheidet sich dadurch in mehreren Punkten vom ursprünglichen Teststand.

Sechs Millionen Verkäufe trotz gemischterer Kritiken

Kommerziell hat Crimson Desert inzwischen ein großes Publikum erreicht. The Game Business nennt sechs Millionen verkaufte Exemplare, etwa die Hälfte davon auf PlayStation und Xbox. Park bezeichnet den Erfolg auf Konsolen als wichtiges Ziel für Pearl Abyss, dessen Hintergrund stark im PC-Markt liegt.

Wie stark Zeitdruck und Testversion die Wertungen tatsächlich beeinflusst haben, lässt sich aus dem Interview allein nicht bestimmen. Park liefert eine Erklärung aus Sicht des Unternehmens. Dass Spieler und Fachpresse unterschiedliche Schwerpunkte setzen, bleibt daneben ebenso möglich.

Öffnet in einem neuen Tab

Wenn bei GTA der fünfte Wagen brennt und irgendwo ein NPC flucht, ist Jens wahrscheinlich nicht weit. Bei PlayCentral kümmert er sich mit viel Herzblut um alles, was zockt, kracht und Spaß macht. Sei es ein Blockbuster mit Millionenbudget oder ein Indie-Perle mit Retro-Charme. Sein Fachgebiet? Open Worlds, Chaos-Sandboxen und Games, bei denen man "nur mal kurz reinschauen" wollte und dann plötzlich 3 Stunden später noch da sitzt. Immer kritisch, meistens fair und manchmal leicht übermüdet vom letzten Games-Marathon.

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