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Allgemein: Unsere Tops und Flops 2017

Von Redaktion PlayCentral - News vom 31.12.2017 14:39 Uhr

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu und wir haben uns in der Redaktion zusammengesetzt, um unsere persönlichen Tops und Flops des Jahres zusammenzutragen. Was haben wir in den vergangenen Monaten nicht alles gespielt und erlebt? Wir waren in Assassin’s Creed: Origins im antiken Ägypten unterwegs, durften ein weiteres Mal in das Bergstädtchen South Park reisen, post-apokalyptische Szenarien in Elex und NieR: Automata erleben oder uns in Outlast 2 gruseln. Doch 2017 war auch das Jahr der Lootboxen und Mikrotransaktionen in Spielen wie Star Wars: Battlefront II, Mittelerde: Schatten des Krieges oder Need for Speed: Payback. Allerdings ließ sich die Gaming-Community nicht unterkriegen und gab den entsprechenden Publishern und Entwicklern ordentlich Kontra. Nicht zu vergessen war 2017 auch das Jahr der Battle-Royale-Titel. Vor allem Playerunknown’s Battlegrounds und der entsprechende Modus von Epic Games Fortnite erreichten bisher nicht für möglich gehaltene Spielerzahlen. Wir sind schon jetzt gespannt, wie das Spielejahr 2018 ausfallen wird. Wir würden uns freuen, wenn ihr PlayNation.de auch weiterhin treu zur Seite stehen werdet und wir euch durch das kommende Jahr begleiten dürfen.

Die Tops und Flops 2017 von Lucas Grunwitz

2017 ist vorbei und hinterlässt für mich persönlich einen eher faden Beigeschmack – medienweite Diskussion rund um Mikrotransaktionen und der allgegenwärtige Trend „auf Nummer Sicher gehen zu wollen“, haben ihre dunklen Kreise gezogen und schicken mich mit einem großen Fragezeichen ins nächste Jahr – soll es bei diesem Trubel wirklich bleiben? Dennoch hatte auch dieses Jahr mit Tops und Flops überzeugt, die ich an dieser Stelle natürlich gerne rekapituliere.

Top:

1. Crash Bandicoot N.Sane Trilogy

Absolutes Highlight dieses Jahr war die Crash Bandicoot N.Sane Trilogy – dieser Titel beweist eindrucksvoll, dass auch in der heutigen Zeit simples Gameplay, gepaart mit anspruchsvollen Herausforderungen, einen wunderbaren Titel hervorbringen kann. „Weniger ist manchmal mehr“ – sieht man von drei Vollpreistiteln für knapp 40 Euro zum Release ab – und der Erfolg dieses Remakes lassen mich auf weitere Perlen meiner Kindheit hoffen.

2. South Park: Die rektakuläre Zerreissprobe

Als leidenschaftlicher Fan der South-Park-Serie steht auch die rektakuläre Zerreißprobe aus dem Hause Ubisoft ganz weit oben auf meiner Liste. Altbekannter Humor traf (endlich) auf ein aufpoliertes Kampfsystem und ließ uns ins beliebte Superheldengenre der Serie reinschnuppern. Dass an diversen Stellen die Grenzen des guten Geschmacks überschritten wurden, ist für South Park zwar selbstverständlich, grenzt den Titel für mich persönlich aber auch vom aktuell homogenen Spielmarkt ab.

3. Assassin’s Creed: Origins

Zu guter Letzt konnte mich Ubisoft auch mit dem neuesten „Assassin’s Creed“-Ableger überzeugen. Selbst als eingefleischter Fan des Franchise hinterließ Syndicate bereits seine Spuren eines gesättigten Spielgefühls – Origins beweist auf wunderbarem Wege, dass es sich lohnt auf die Community zu hören und der Spielqualität eine höhere Präferenz einzuräumen. Davon ganz abgesehen war das Setting auch einfach verdammt cool!

Flop:

1. For Honor

Dass die französische Spielschmiede aber nicht nur gute Titel hervorbringt, hat sich am selbsternannten eSports-Anwärter For Honor gezeigt. Ein Titel, der im Vorfeld derart großes Interesse wecken konnte, Spieler begeisterte und nach Release schlichtweg nicht in der Lage war zu fesseln oder gar anspruchsvolles Gameplay abzuliefern. Derart verschwendetes Potential, dass es ehrlich gesagt ein bisschen wehtut darüber nachzudenken.

2. Outlast 2

Sieht man von der kommerziellen Geschichte rund um Mikrotransaktionen ab, sticht für mich dieses Jahr jedoch der kanadische Entwickler Red Barrels hervor, der auf deprimierende Art und Weise beweist, dass eine Fortsetzung manchmal einfach nicht sein muss. Outlast 2 ist unterm Strich all das, was ein Vollblutfan nicht will – ein Horrortitel, der krampfhaft versucht einen wirklich clever produzierten Vorgänger auf jede erdenkliche Weise zu übertrumpfen. All die Fehler aufzulisten, würde einen gesamten weiteren Artikel füllen, daher belasse ich es beim Fazit: Eine Fortsetzung, die alle Prinzipien seines Vorgängers bis aufs Mark verraten hat. Da graut es mir schon vor dem dritten Ableger.

3. Marvel vs. Capcom: Infinite

Zum Schluss noch ein kleiner „Nischentitel“: Wer in den Genuss vorheriger „Marvel vs. Capcom“-Ableger gekommen ist, hat höchstwahrscheinlich schon einige lustige Partys hinter sich. Besonders mit dem dritten Teil verbinde ich teils wunderbare Erinnerungen und hatte mir dementsprechend einiges von Infinite erhofft. Die teils wirklich maue Charakterauswahl und dieses ständige Gefühl, dass kein wirklicher Fortschritt entstanden ist, trübt den Spaß an dem Crossover.

Die Tops und Flops 2017 von Yannick Anron

Top:

1. Nintendo Switch

Skepsis war meine erste Reaktion, als Nintendo im Herbst 2016 die Switch enthüllte. Ein Jahr später haben sich die meisten meiner Zweifel in Luft aufgelöst und das Hybrid-System sorgt auf dem heimischen Fernseher und unterwegs für lang anhaltenden Spaß. Mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild und Super Mario Odyssey sind bereits in den ersten neun Monaten zwei System-Seller erschienen und auch die Ankündigungen für 2018 lassen hoffen. Wären doch nur die Netzwerk-Features der Konsole nicht so archaisch…

2. Andauerndes Retro-Revival

Es ist kein Geheimnis, dass mein Herz für Retro-Titel schlägt. Dementsprechend freut es mich, dass auch 2017 Plug & Play-Systeme immer noch auf dem Vormarsch sind, egal ob es um Mini-Ausführungen von SNES, Mega Drive oder neue Kreationen wie Retro-Bits Super Retro-Cade geht. Auch wenn die Qualität der Emulation teilweise stark zu wünschen übrig ist und die Nachfrage das Angebot in manchen Fällen überwiegt, lassen sich Klassiker legal und unkompliziert auf modernen TV-Geräten spielen. Eine oftmals preiswertere Alternative zu originaler Hardware.

3. Thimbleweed Park

Ron Gilbert und Gary Winnick arbeiten an einem neuen Point & Click-Adventure. Allein diese Ankündigung hat mich in Vorfreude versetzt. Und anstatt wie Tim Schafter das per Crowdfunding finanzierte Projekt komplett zu vermurksen, hat Entwickler Terrible Toybox ein mehr als taugliches Adventure im klassischen Stil abgeliefert, mit dem Anfänger und Veteranen gleichermaßen ihren Spaß haben. Wann kommt der Nachfolger?

Flop:

1. Star Wars Battlefront II

Kein anderer Markenname wurde in diesem Jahr so konsequent vor die Wand gewahren, wie es EA mit Star Wars Battlefront II getan hat. Eine öde Kampagne mit vorhersehbarem Twist, grindlastiger Multiplayer und die Lootbox-Kontroverse haben eine Grenze überschritten, der sich auch im Aktienkurs von EA niedergeschlagen hat. Ein Name allein macht noch kein gutes Spiel. Für EA sind Verbraucher anscheinend nur Portemonnaies mit Armen und Beinen.

2. Mass Effect: Andromeda

EA, die Zweite. Eine offensichtliche Beta zum Vollpreis auf den Markt zu bringen, ist verdammt mutig. Oder verdammt töricht. Mass Effect: Andromeda dürfte weniger einen Eindruck wegen seiner brandneuen Story oder seines überarbeiteten Kampfsystems hinterlassen haben, als wegen der zahlreichen Programmierfehler und von ihnen inspirierten Memes. Charaktere versinken im Boden, Objekte in Zwischensequenzen werden falsch animiert und Gesichter stammen direkt aus dem Uncanny Valley. Mass Effect 3 hat bereits am Image der Serie gekratzt, mit Andromeda wurde es weiter beschmutzt.

3. Marvel vs. Capcom: Infinite

Meine anfängliche Euphorie nach der Ankündigung hat in den kommenden Monaten stetig abgenommen. Liebgewonnene Charaktere sind aus dem Roster gestrichen worden und bei Charaktermodellen und Animationen wurde Resteverwertung betrieben. Für mich ist Marvel vs. Capcom: Infinite eine Enttäuschung geworden, weil es im Kern kein schlechtes Spiel ist, sondern deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurückgeblieben ist. Daran können auch zusätzliche DLC-Charaktere nichts mehr ändern.

Die Tops und Flops 2017 von Franziska Behner

Top:

1. Persona 5

Zu meiner Top 3 in diesem Jahr zählt unter anderem Persona 5. Die Vorgänger haben mich schon damals begeistert. Das verworrene Rollenspiel rund um Panther, Joker, Skull und ihre Freunde hat mich durch und durch begeistert. Die Story ist sehr erwachsen und dank verschiedene Zeitsprünge dynamisch und spannend gestaltet. Der Soundtrack hing mir wochenlang in den Ohren, die Dungeons sind gewohnt detailliert inszeniert und bringen die Charaktere immer weder in eine neue Umgebung. Das lässt ein solches Rollenspiel auf Dauer nicht langweilig werden. Die Kostüme sind eine Mischung aus völlig verrückt und richtig klischeehaft, was mich allerdings nicht gestört hat. Anspruchsvolle Kämpfe, gutes Spielgefühl und das schillernde Japan mit seinen bunten Farben und Maid Cafés: Persona 5 ist eins meiner liebsten Spiele in diesem Jahr.

2. Resident Evil 7: Biohazard

Ebenfalls begeistert hat mich Resident Evil 7: Biohazard. Ich kenne alle Vorgänger und habe die Games entweder allein oder im Koop mit großer Begeisterung gespielt. Mit Ausnahme von Raccoon City, was für mich persönlich nichts mehr mit dem eigentlichen Resident Evil zu tun hatte. Der siebte Teil wollte zurück zu den Wurzeln gehen und hat damit für mich den richtigen Weg eingeschlagen. Resident Evil 7 fühlt sich modern an, bringt allerdings den Horror von Früher zurück, den sich alle gewünscht haben. Auch ich habe mich in den Bann ziehen lassen und wollte dringend aus diesem kanibalistischen Haus entfliehen. Von mir eine ganz klare Empfehlung für alle Horror-Fans! In diesem Sinne lässt sich nur noch sagen: „Welcome to the family, son.“

3. NieR: Automata

Mein drittes Highlight und wahrscheinlich auch mein Platz 1 ist unbestritten NieR: Automata. Das Action-JRPG mit der knapp bekleideten 2B, ihrem Pod und der Geschichte rund um Menschen, Maschinen und das Ende der Welt hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Vom Jahrmarkt in die Wüste, bis hin ins Weltall sind die Schauplätze wirklich unterschiedlich. Eine intuitive Steuerung, ein leicht zu verstehendes Kampfsystem und eine Mischung aus Tragik, Liebe und Brutalität begeistern. Es gibt viele gute Spiele, die darauf warten, entdeckt zu werden. Deshalb gibt es für mich selten Gründe, ein Game mehrmals von Beginn an zu spielen. NieR: Automata hat es geschafft, dass ich sogar nach dem dritten Durchlauf nicht genug hatte. Die Story aus anderen Blickwinkeln zu sehen hat mich lange an das JRPG gefesselt. Dabei ist auch das eine oder andere Tränchen gerollt. Gestehen sie sich ihre Liebe? Ist er/sie endgültig tot? Was passiert mit der Welt? Große Emotionen und die Möglichkeit, philosophisch über einzelne Aspekte des Games nachzudenken sind nur einige Gründe, weshalb NieR: Automata für mich das Spiel des Jahres 2017 ist.

Flop:

1. The Disney Afternoon Collection

Doch auch wenn 2017 sehr viele sehr gute Spiele erschienen sind, hat mich nicht alles begeistert. Die Disney Afternoon Collection gehört leider nicht zu meinen Highlights. Als Jahrgang 1993 waren die Cartoons rund um Dagobert Duck, Chip und Chap oder Darkwing Duck meine tägliche Portion Spaß. Entsprechend große Erwartungen hatte ich an die Zusammenstellung der Games, die jetzt auf der PS4 und anderen Systemen spielbar wurden. Lange konnte ich die Collection allerdings nicht aushalten: Die Steuerung ist sehr ungenau und frustriert vor allem im 2-Spieler Modus bereits im ersten Level einiger Spiele. Auch war ich von der Musik enttäuscht. Bei einer Portierung bzw. Aufbereitung für die PlayStation 4 hätte man meiner Meinung nach auch ruhig den Sound anpassen können. Ich spreche hier nicht von einer Neuaufnahme oder Veränderung, sondern einfach einer Anpassung des Sounds, damit man sich beim Spielen nicht über den blechernen Sound ärgern muss. Ich kann mich generell nicht für jedes Retro-Game begeistern, hier hatte ich allerdings Hoffnungen, die leider nicht erfüllt wurden.

2. Assassin’s Creed: Origins

Ein persönlicher Flop ist außerdem ein AAA-Titel, der sicherlich zu Recht sehr gute Kritiken bekommen hat, nur leider nichts für mich war. Assassins Creed: Origins macht im Grunde alles richtig: Eine große Open World-Map, die guten Aspekte aus den Vorgängern wurden übernommen und gut in das Setting eingebaut. Ägypten gibt außerdem viel her: Optisch, von der Sprache/Schrift her und auch inhaltlich. Doch irgendwie konnte dieser Assassinen-Teil mich nicht überzeugen. Bayek finde ich als Charakter unglaublich nichtssagend und seine Mordlust auf immer neue Menschen erschließt sich mir nicht so wirklich. Ein sicher gutes Spiel, das mich aber leider nicht abgeholt hat, obwohl so viele Aspekte sehr gut darin sind.

3. God Eater 2 Rage Burst

Als drittes Spiel in diesem Jahr hat mich der neue Teil von God Eater enttäuscht. Er macht nichts falsch, allerdings ist God Eater 2 Rage Burst auch nichts anderes als der Vorgänger. Die Missionen wirken wie ein endloses Abklappern von Gebieten, die alle gleich aussehen. Die Synchro ist auch nicht besonders gut und wenn ich mir die technischen Möglichkeiten ansehe, ist auch die grafische Umsetzung des Games auf der PlayStation 4 mehr als schwach. Würde stattdessen die Story oder Charaktertiefe überzeugen, wäre es im oberen Mittelfeld gelandet. So habe ich mich allerdings mehr gelangweilt als gut unterhalten gefühlt.

Die Tops und Flops 2017 von Patrik Hasberg

Top:

1. Resident Evil 7: Biohazard

Kaum ein Spiel hat mich in diesem Jahr so stark an den Bildschirm beziehungsweise an die PlayStation VR gefesselt, wie Resident Evil 7. Alleine die kostenlose Demo habe ich kurz nach der E3-Ankündigung über mehrere Stunden gespielt, um auch wirklich jedes Rätsel zu lösen. Insgesamt ist Resident Evil 7 für mich ein waschechter und auch würdiger Nachfolger. Wir sind zum größten Teil in dem gruseligen Haus der Bakers unterwegs, werden gelegentlich verfolgt, müssen einige Rätsel lösen und mit unserer knappen Munition haushalten. Zusammengefasst ein Spiel, das ich so schnell nicht vergessen werde.

2. Playerunknown’s Battlegrounds

PUBG ist mit Sicherheit nicht perfekt und noch heute nach dem Release der 1.0-Version klagen Spieler über Lags, Performance-Probleme oder starkes Rubberbanding, gerade zu Beginn einer Runde. Und trotzdem hat mich der Titel einfach fest in seinem Griff. Selbst nach einer weniger erfolgreichen und eher frustrierenden Runde, werfe ich Maus und Tastatur nicht in die Ecke, sondern versuche aus begangenen Fehlern zu lernen. Im Fokus stehen für mich einfach die kompetitiven Gefechte mit anderen Mitspielern, die jedes Mal unterschiedlich ausfallen, eine unglaubliche Anspannung verursachen und dadurch eine unglaubliche Suchtspirale erzeugen. An die Xbox One-Version würden mich aber keine zehn Pferde kriegen, denn einen solchen Shooter spielt man mit Maus und Tastatur!

3. Uncharted: The Lost Legacy

Zugegeben – Uncharted: The Lost Legacy ist nicht der stärkste Teil des Franchises, was aber auch daran lag, dass die Vorgänger die Messlatte unglaublich hoch gelegt haben. Und trotzdem konnten mich die Änderungen, die neue Protagonistin erneut verzaubern. Doch auch die serientypisch fantastischen Kulissen haben mich nicht nur einmal mit einem weit aufgerissenen Mund zurückgelassen.

Flop:

1. Star Wars Battlefront II

Kaum ein Titel in diesem Jahr ist so stark seitens der Community kritisiert worden wie Battlefront II. EA hat sich mit der gesamten Thematik rund um Lootboxen und Mikrotransaktionen einfach viel zu weit aus dem Fenster gelehnt. Ganz egal, ob es nun ein Experiment war, um auszutesten wie weit Spieler gehen oder der pure Ernst des Publishers. Alleine die Diskussion hat einen bitteren Beigeschmack bei mir hinterlassen, obwohl der Titel an sich nicht schlecht ist. Aber insgesamt wird der Spieler an allen Ecken auf die Lootboxen aufmerksam gemacht, entspanntes Spielen ist so für mich nicht wirklich möglich. In Zukunft vielleicht ein wenig mehr Energie, Ressourcen und Zeit in eine gut inszenierte Singleplayer-Kampagne legen, denn die hätte deutlich besser ausfallen können.

2. For Honor

For Honor war im Februar 2017 einer meiner persönlichen Überraschunghits und die ersten Stunden konnte mich der Hack-and-Slay-Titel wirklich begeistern, bis dann eben die Ernüchterung eintrat. Die Ideen und die Mechanik waren ja durchaus vorhanden, doch die Ausführung nutzte die frischen Elemente einfach nicht, weshalb das Spiel bei mir wieder schnell in Vergessenheit geriet und bis heute nicht mehr aus der Versenkung geholt worden ist. Hier wäre einfach so viel mehr drin gewesen.

3. Outlast 2

Wie sehr habe ich Outlast geliebt und zugleich gehasst. Zum Release des ersten Teils gab es kaum vergleichbare Horror-Games, die mich so sehr gefordert und durch die finsteren Korridore der Mount Massive Nervenheilanstalt gejagt haben. Doch schon da konnte mich die Handlung in ihrem Verlauf immer weniger fesseln und die Geschichte um den mysteriösen Wallrider wurde zunehmend abstruser. In Outlast 2 haben die Entwickler auf ein komplett neues Szenario gesetzt und mich bereits in der ersten Stunde des Spiels bei der absolut verrückten Handlung verloren. Irgendwann war es mir egal, warum ich das mache, was ich gerade tat. Angst hatte ich trotzdem, doch schließlich wurde es mir auch zu bunt, dass ich gefühlt pausenlos durch die Level gejagt wurde. Scheinbar hatten die Entwickler ihr gesamtes Pulver bereits beim Vorgänger verschossen, sehr schade.

Die Tops und Flops 2017 von Wladislav Sidorov

Top:

1. Persona 5-Soundtrack

Ich glaube, ich habe in diesem Jahr keinen Soundtrack so oft gehört, wie den von Persona 5. Auch wenn ich das Spiel immer noch zocken muss, Was ich definitiv tun werde, ich habe selten derart gute und obendrein auch noch vokalisierte Musik in einem Videospiel gehört. Kein Wunder, dass jeder in der Redaktion davon schwärmt…

2. Der Durchbruch von Platinum Games

Mit dem Release von NieR: Automata hat Platinum endlich den wohlverdienten Durchbruch in den Mainstream geschafft. Das Studio, das mit Titeln wie Bayonetta eigentlich immer nur für Verluste sorgte, konnte seinen ersten international gefeierten Erfolg einheimsen und machte Director Yoko Taro dank seiner großartig verrückten Art weltberühmt. Jetzt warte ich gespannt auf Bayonetta 3!

3. Die Nintendo Switch

Ich bin ehrlich, selbst als langjähriger Nintendo-Fan war ich zunächst skeptisch. Umso überraschter war ich, als ich die Konsole im Januar erstmals in der Hand halten durfte. Seitdem wusste ich: Das wird was! Die erschienenen Spiele, allen voran Super Mario Odyssey und The Legend of Zelda: Breath of the Wild, waren da nur die Kirsche auf der Torte. Besonders gespannt bin ich ja auf das nächste Pokémon…

Flop:

1. Nintendo Switch

Gerade noch gelobt, muss ich mich direkt beschweren: Im Jahr 2017 kann es nicht sein, dass gängige Funktionen wie Cloud-Speicher nicht direkt zum Launch verfügbar sind. Bereits vor einem halben Jahr kam es an meiner Konsole durch einen Hardwarefehler zu äußerlichen Schäden – doch zur Reparatur zu senden, das ist für mich nicht drin. Tue ich das, werden alle meine Spielstände gelöscht. Darauf hab ich einfach keine Lust.

2. Die Lootbox-Kontroverse

Ich mochte das Prinzip von Lootboxen schon immer, doch die Dreistigkeit mancher Publisher und die fehlende Chancen-Transparenz senkten meinen Enthusiasmus deutlich herab. Muss das wirklich sein? Geht es nicht auch fair? So oder so, enttäuscht war ich auch von den Spielern: Zum Höhepunkt der Battlefront-Debatte wurden ungeprüft falsche Tatsachen veröffentlicht, die eine ganze Diskussion verwässerten. Offensichtlich sind manche Spieler nicht besser als die Publisher.

3. Die Xbox One

Kaum Exklusivspiele, kaum Anreiz zum Kauf und kaum Veränderung: So gerne ich Microsoft für ihren kundenfreundlichen Kurs belohnen würde, der Kauf einer Xbox One wird für mich weiterhin nicht gerechtfertigt. Microsoft-Spiele? Erscheinen auch für PC. Third-Party-Titel? Gibt es auch auf meiner PS4. Indies? Nun gut, außer Cuphead kann ich sie auch überall anders spielen. Da hilft es nichts, wenn die Xbox One X die stärkste Konsole auf dem Markt ist.

Die Tops und Flops 2017 von Benjamin Brüninghaus

Top:

1. Hellblade: Senua's Sacrifice

Was mich in diesem Jahr am meisten beeindruckt hat? Tatsächlich der Titel Hellblade: Senua's Sacrifice. Es ist eines der Spiele, über die wir auch nach ihrem Ende noch lange nachdenken können. Das einzigartige Gefühl, Senuas Qualen zu verspüren und sie auf ihrem Leidensweg zu begleiten, hätte besser nicht eingefangen werden können. Die Message, die Ninja Theory transportieren möchte, macht es zu einem Spiel, das sich etwas traut und sich gleichermaßen ein Alleinstellungsmerkmal verdient. Von solchen Projekten würde ich mir mehr für 2018 wünschen.

2. Wolfenstein II: The New Colossus

MachineGames hat abermals bewiesen, dass mehr in einem Blazkowicz steckt, als es vielen Spielern vielleicht klar ist. Der Pulp-Humor und die Figurenkonstellation rund um unseren todesmutigen Helden haben Wolfenstein II zu einem heißen Ego-Shooter-Ritt gemacht. Und das abseits der Tatsache, dass der konventionelle Shooter-Aspekt auch neben DOOM in weiteren Spielen funktioniert.

3. The Evil Within 2

Für mich ist The Evil Within 2 das faszinierendste Horrorspiel des Jahres. Shinji Mikami hat uns den geistigen Nachfolger zu Resident Evil geboten, den wir uns lange Zeit gewünscht haben. Einfach gesagt hat der Titel viele Facetten, die ein Silent Hill oder ein traditioneller Resident Evil-Ableger nicht besser in Szene hätte setzen können. Das Setting und die Atmosphäre sind sogar noch ein Stück weit stärker als beim Vorgänger. Das ist ganz großes Kino!

Flop:

1. Mass Effect: Andromeda

Die größte Enttäuschung in diesem Jahr bezieht sich auf mein geliebtes Mass Effect-Franchise. Andromeda konnte nicht ansatzweise mit einem der alten Teile mithalten und zog sich wie ein zäher Kaugummi. Der größte Fehler war die Implementierung einer zwanghaften Open World, die mit inhaltslosen Quests glänzte. Die Charaktere erreichten keine passable Tiefe und sie waren bei weitem nicht so gut geschrieben, wie in Mass Effect 1 bis 3 – ein Trauerspiel in fünf Akten.

2. Playerunknown’s Battlegrounds

Was hat mich in diesem Jahr eigentlich mitunter am meisten gestört? Das ist eine gute Frage. Der unfertige und nahezu unspielbare Zustand von PUBG. Sicherlich, das Gameplay ist außerordentlich spannend und suchte zu Anfang des Jahres vorerst seinesgleichen. Aber die Abstürze, Ruckler und das Rubber-Banding-Problem waren von Anfang an eine Last. Und leider hat sich das mit Version 1.0 auch noch lange nicht geändert. Dabei könnte PUBG ein so wundervolles Spiel sein, wenn die technischen Schulden nicht wären. Es ist immer noch ein unfertiges Spiel, das wegen der Grundmechaniken jedoch viel Spaß und gute Abende bereiten kann.

3. Star Wars Battlefront II

Star Wars Battlefront II erschien mir trotz miserabler PR einen Blick wert. Insbesondere der Singleplayer-Modus fixt einen notorischen Star Wars-Fan auf den ersten Blick schon ein wenig an. Vor allem dann, wenn es sich um eine Geschichte aus dem offiziellen Kanon handeln soll. Doch die Enttäuschung folgte aufgrund einer falschen Erwartungshaltung. Das, was wir versprochen bekommen haben, wurde in dieser Form einfach nicht geboten und die Ansätze mussten übergeordneter Moral weichen. Der Plot ist vorhersehbar und bietet keinen inhaltlichen Anreiz. Eine vollwertige Einsicht hinter die Denkstrukturen, die gegensätzlichen Ideologien in Hinsicht auf die Rebellion und den vermeintlichen Abgesang des Imperiums wäre ein vollkommen anderer Ansatz gewesen. All das wird es vielleicht eines Tages in einer anderen Geschichte geben, aber nicht in Star Wars Battlefront 2, wie ich feststellen musste.

Die Tops und Flops 2017 von Dustin Martin

Top:

1. Persona 5

Vormittags die Schulbank in Tokio drücken, nachmittags heimlich die Gesellschaft verändern – mit Persona 5 haben die Entwickler von P Studio den feuchten Traum eines JRPGs in die Realität geholt. Obwohl ich Rollenspiele eher meide und bei rundenbasierten Kämpfen schnell einschlafe, schafft es Persona 5, trotz der über 100 Spielstunden, fast pausenlos zu unterhalten. Dank sehr gut geschriebener Charaktere, runder Gameplay-Elemente und einer fantastisch bunten Spielwelt ist der Titel von Atlus für mich eines der absoluten Highlights des Jahres 2017.

2. Super Mario Odyssey

Ich habe mich sicherlich seit Jahren nicht mehr so sehr auf ein Spiel gefreut, wie auf diese Jump’n’Run-Reise auf der Nintendo Switch. Es war für mich, mehr noch als The Legend of Zelda: Breath of the Wild, das Kaufargument für die neue Konsole – und hat mich in keinerlei Hinsicht enttäuscht: Zwar kleine, aber tolle Welten laden zusammen mit dem quietschroten Klempnerhütchen auf eine Odyssee der Superlative ein. Wie auch bei seinen Vorgängern gilt bei Super Mario Odyssey: Der Weg ist das Ziel – und er war nie schöner.

3. Destiny 2

Ich hasse Shooter auf der Konsole. Nicht, weil sie nicht gut sind, sondern weil mir die Steuerung einfach keinen Spaß macht. Bei Destiny war das anders – es sollte bis heute der einzige reine Shooter bleiben, den ich jemals auf meiner PlayStation 4 durchgespielt habe. Und auch Destiny 2 macht fast alles richtig, jetzt sogar auf dem PC: Das Schießen fühlt sich wahnsinnig befriedigend an, die neuen Inhalte und die Story-Kampagne sind brillante Extras und vereinen den Titel von Bungie zu einem MMO-Erlebnis, das 2017 seinesgleichen sucht.

Flop:

1. Prey

BioShock und Half-Life kamen mir zuerst in den Sinn, als ich Prey das erste Mal sah. Ich entwickelte sofort einen Hype, der bis zum Release nicht abflachte. Ich liebe die beiden Spiele-Reihen von 2K Games und Valve – und erwartete von den Arkane Studios wohl eine ähnlich glanzvolle Leistung. Leider wurde ich enttäuscht. Prey ist zwar kein durchweg schlechtes Spiel. Seine Stärken überwiegen nur leider seine Schwächen. Die Story und die Möglichkeiten sind wahllos gestreckt, zeitweise fühlte ich mich wie in einem Walking-Simulator. Aus dem Konzept und dem durchaus guten Gameplay hätte so viel mehr rausgeholt werden können, es versinkt nur leider im Sammelwahn der überdrüssigen Open-World.

2. VR

Virtual Reality war eines meiner Highlights 2016 – und ist einer meiner Flops 2017. Ich wünschte mir mehr Spiele und bekam keine. Ich habe meine HTC Vive, die ich als Vorbesteller direkt zum Launch erhalten habe, dieses Jahr wieder verkauft. Als ich vor 12 Monaten noch Hoffnungen in VR setzte, muss ich mich für 2018 fragen: Welche Zukunft steht der virtuellen Realität in 2018 bevor? Bevor meine HTC Vive im Regal einstaubt, kaufe ich mir für einen Drittel des Preises lieber eine Oculus Rift oder PlayStation VR – wenn es denn irgendwann einmal lohnenswerte Spiele geben sollte, die nicht nur auf das Erlebnis, sondern auch auf gutes Gameplay, eine spannende Story und auch sonst auf das setzen, was ein Spiel eigentlich so gut macht.

3. YouTube-Monetarisierung

Aus Grün mach Gold: Was wie ein Märchen klingt, und was sich viele (Gaming-)YouTuber als Märchen wünschten, wurde 2017 Realität. Nach mehreren Medienberichten und Boykottaktionen von Werbekunden, musste YouTube schließlich einlenken und integrierte völlig vorschnell und übereilt einen Filter ins eigene System, das zwischen werbefreundlichen und werbeunfreundlichen Videos entscheiden sollte. Ein Trauerspiel, das YouTube nun noch weiter von seinen Künstlern und Nutzern trennt – und die Plattform ernsthaft in Gefahr bringen könnte.

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