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The Witcher 3 Remastered: Darum gibt es die Bard’s Ballad-Opionen

Seit Ende September ist das Remaster von The Witcher 3: Wild Hunt für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2 auf dem Markt. Damit geht nicht nur eine optische Überarbeitung einher, sondern auch einige technische wie spielerische Neuerungen. Eine davon wird von manchen Gamern als Cheat-Option abgetan.

Gibt es eingebaute Cheats bei The Witcher 3 Remastered?

In der Kritik stehen dabei die sogenannten Bard’s Ballad-Optionen. Während nicht wenige die barrierefreie Möglichkeit als äußerst hilfreich empfinden, bemängeln andere, dass es sich dabei um etwas wie vorinstallierte Cheats handelt. CD Projekt RED verfolgt damit jedoch einen völlig anderen Ansatz.

Diese Optionen sollen The Witcher 3 komfortabler machen, indem sie einige nervige Überlebens- und Verwaltungsmechaniken vereinfachen. Das Interessante: Man muss nicht alle Optionen aktivieren, sondern kann sie einzeln einstellen und trotzdem auf höheren Schwierigkeitsgraden spielen.

OptionWirkung
Vitality Regeneration BoostGeralt regeneriert automatisch Leben, wenn seine Vitalität unter einen bestimmten Wert fällt. Schwelle und Regenerationsstärke sind einstellbar.
Infinite BreathUnendlich Luft unter Wasser. Du kannst nicht mehr ertrinken.
Unlimited Item DurabilityWaffen und Rüstungen verlieren keine Haltbarkeit mehr.
Unlimited Boat DurabilityBoote können nicht mehr beschädigt oder zerstört werden.
Ignore Item WeightKeine Gewichtsbegrenzung im Inventar mehr.
Faster BoatsBoote bewegen sich schneller.
Toggle Witcher SenseHexersinne lassen sich per Tastendruck ein- und ausschalten, statt die Taste gedrückt zu halten.

Mehr Freiheit, statt unnötiger Verwaltungsaufwand

Die Einstellungsmöglichkeiten sollen vor allem dafür sorgen, dass Spieler ihr Erlebnis stärker an die eigenen Bedürfnisse anpassen können. Karolina Niewęgłowska, Director of Player Experience bei CD Projekt RED, hat sich ausführlicher zu den Hintergründen in einem Forumsbeitrag geäußert.

Wie Niewęgłowska erklärt, handelt es sich bei Bard’s Ballad in erster Linie um eine Sammlung von Barrierefreiheits-Einstellungen. Ihr Zweck besteht darin, Gamern mehr Kontrolle über ihre Zeit und die geistigen Ressourcen zu geben, die sie während des Spielens aufwenden müssen. Darüber hinaus sollen die Einstellungen dabei helfen, Ablenkungen zu reduzieren und den Fokus stärker auf das eigentliche Abenteuer zu richten.

„Unter den Einstellungen findet ihr Optionen zum Abschalten ausgewählter RPG-Mechaniken, die manche Spieler als lästige Pflicht empfinden könnten. Bard’s Ballad unterstützt zudem die Konzentration, indem es Funktionen ausschaltet oder anpasst, die von einigen Spielern als Ablenkung oder Auslöser für die Angst, etwas zu verpassen (FOMO), erlebt werden könnten.“

Entspanntes Spielen für alle

Besonders interessant ist, dass sich die Zielgruppe keineswegs ausschließlich auf Menschen mit körperlichen Einschränkungen beschränkt. Laut Niewęgłowska können beispielsweise auch Personen mit ADHS, Depressionen oder einem stressigen Alltag von den zusätzlichen Einstellungsmöglichkeiten profitieren.

Eine Kollegin habe die Funktion einmal als einen „Modus für müde Eltern“ bezeichnet. Genau diese Beschreibung treffe einen wichtigen Punkt: Bard’s Ballad soll grundsätzlich jedem offenstehen, der seine Spielerfahrung an die eigenen Lebensumstände anpassen möchte. Dazu gehöre auch, wertvolle Freizeit nicht mit unnützen Aufgaben verschwenden zu müssen.

Stellt euch vor…

Niewęgłowska beschreibt dazu ein typisches Szenario: Nach einem anstrengenden Tag bleibt vielleicht nur eine Stunde Freizeit, die man eigentlich mit der Geschichte des Spiels verbringen möchte. Doch kaum lädt man seinen Spielstand, ist die Waffe beschädigt, eine Reparatur wird notwendig und das Inventar ist bereits voll.

Statt direkt ins Abenteuer einzutauchen, verbringt man einen Teil seiner ohnehin knappen Freizeit mit zusätzlichen Aufgaben. Genau solche Situationen sollen die Bard’s Ballad-Optionen im überarbeiteten The Witcher 3 entschärfen. Das Ziel ist es, unnötige Hürden abzubauen und Spielern mehr Zeit für das zu geben, was ihnen an einem Rollenspiel besonders wichtig ist.

Hintergrund der Namenswahl

Die Bezeichnung der neuen Funktionen wurde bewusst gewählt. CD Projekt RED wollte damit Vorurteile gegenüber Barrierefreiheits-Einstellungen abbauen und die Spieler dazu einladen, das Abenteuer auf eine entspanntere Weise zu erleben. Der Name soll an einen Barden erinnern, dessen Balladen die Zuhörer für einen Moment ihre Sorgen vergessen lassen und sie vollständig in eine Geschichte eintauchen lassen.

Wie findet ihr die Neuerungen in The Witcher 3 Remastered? Nutzt ihr die Bard’s Ballad-Optionen? Hättet ihr etwas anders gemacht? Schreibt eure Meinunge und Vorschläge gern in die Kommentare.

Öffnet in einem neuen Tab

Bekennender Film- und Serien-Junkie. Gedanklich gerne in diversen Fantasiewelten unterweges. Süchtig nach allem, was magisch scheint. Begeisterte Gaming-Zuschauerin, inklusive klugen Sprüchen. Allen voran: Vollblut-Schreiberling und Hundemama.

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