Bei Xbox könnten erneut Hunderte Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. Laut einem Bericht von The Information bereitet Microsoft weitere Einschnitte in seiner Gaming-Sparte vor. Auch die Organisation mehrerer Entwicklerstudios soll sich verändern.
Die Maßnahmen könnten bereits in dieser Woche erfolgen. Eine offizielle Bestätigung der konkreten Pläne steht bislang aus. Welche Teams betroffen wären, ist ebenfalls noch offen.
Bericht nennt neue Kürzungen und eine Neuordnung der Studios
Wie VGC unter Berufung auf die Recherche berichtet, stammen die Informationen von einer Person, die über Microsofts Pläne unterrichtet wurde. Neben dem Stellenabbau ist von einer Konsolidierung mehrerer Studios die Rede.
Das könnte Zusammenlegungen oder veränderte Zuordnungen innerhalb der Publishing-Bereiche Xbox Game Studios, Bethesda, Activision und Blizzard bedeuten. Welche Form die Neuordnung tatsächlich annehmen soll, geht aus der Berichterstattung jedoch nicht hervor. Die genannten Bereiche sind deshalb auch nicht als Liste konkret betroffener Teams zu verstehen.
Neue Studioschließungen oder die Einstellung bestimmter Spiele sind damit nicht bestätigt. Eine organisatorische Zusammenführung muss nicht automatisch das Ende eines Entwicklerteams bedeuten. Sie kann beispielsweise gemeinsame Führungsstrukturen oder die Bündelung bislang getrennter Aufgaben umfassen. Konkrete Folgen für einzelne Projekte lassen sich derzeit nicht benennen.
Stellenabbau war bereits im Sommer angekündigt
Die Meldung folgt auf den im Juli begonnenen Umbau der Xbox-Sparte. Damals waren laut VGC zunächst rund 1.600 Stellen betroffen. Weitere etwa 1.600 Positionen sollten bis zum Ende von Microsofts Geschäftsjahr wegfallen.
Die nun berichteten Hunderte Stellen könnten zu diesem bereits angekündigten Abbau gehören. Es wäre deshalb voreilig, sie als zusätzliche Kürzungen über die damalige Gesamtplanung hinaus zu zählen. Eine genaue Aufschlüsselung der neuen Maßnahmen liegt noch nicht vor.
Für Beschäftigte bleibt die Lage ungewiss
Schon die erste Runde des Umbaus hatte Auswirkungen auf mehrere Entwicklerteams. Gleichzeitig veränderte Microsoft sein Studioportfolio: Unter anderem kehrten Double Fine und Compulsion Games in die Unabhängigkeit zurück. Die aktuelle Meldung würde somit eine weitere Phase dieser Neuordnung markieren.
Für die Beschäftigten bleiben vor allem die entscheidenden Fragen unbeantwortet: Welche Standorte und Aufgabenbereiche sind betroffen? Werden Teams zusammengelegt oder lediglich anderen Verantwortlichen zugeordnet? Und welche Auswirkungen hätte das auf laufende Entwicklungen?
Bis Microsoft konkrete Angaben macht, bleibt die neue Entlassungsrunde ein noch nicht offiziell bestätigter Bericht. Ebenso offen ist, ob und wann Spieler Folgen der möglichen Veränderungen bemerken würden.
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