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Fanprojekt dekompiliert Dragon Age Origins für PC-Update 2027 angepeilt

Dragon Age: Origins könnte im Jahr 2027 auf dem PC ein bemerkenswertes Comeback feiern. Dahinter steckt allerdings kein offizielles Remaster von Electronic Arts oder BioWare, sondern ein ambitioniertes Fanprojekt, das den Programmcode des Rollenspielklassikers aufwendig rekonstruiert.

Das Team meldete am 8. September 2026 einen wichtigen Fortschritt. Inzwischen seien 60 Prozent des Spiels dekompiliert und 55 Prozent des rekonstruierten Codes erfolgreich verknüpft. Bleibt das aktuelle Tempo bestehen, soll das Projekt innerhalb eines weiteren Jahres einen Stand von ungefähr 90 Prozent erreichen und anschließend öffentlich zugänglich gemacht werden.

Technische Rettung für die PC-Version

Warum benötigt Dragon Age: Origins eine technische Überarbeitung? Der ursprünglich am 3. November 2009 veröffentlichte Titel bereitet auf modernen Computern zahlreiche Probleme. Dazu zählen Abstürze, eine fehlerhafte Speicherverwaltung, Schwierigkeiten beim Umgang mit aktuellen Hardwarekonfigurationen und weitere technische Macken.

Eine Dekom­pilierung soll den vorhandenen Maschinencode wieder in eine für Entwickler lesbare Form übertragen. Das Ergebnis entspricht nicht vollständig dem ursprünglichen Quellcode von BioWare, ermöglicht aber tiefgreifendere Anpassungen, als sie mit gewöhnlichen Mods umsetzbar wären.

Das Team arbeitet dafür direkt mit der Logik der Eclipse Engine. Diese alte und komplexe Technologie gilt als einer der Gründe, weshalb ein offizielles Remaster von Dragon Age: Origins nur schwer zu realisieren wäre. Nach Angaben eines beteiligten Entwicklers umfasst das Spiel 34.415 Funktionen, die einzeln untersucht und rekonstruiert werden müssen. Das Projekt läuft bereits seit fast drei Jahren.

Neue Funktionen und umfangreiche Fehlerbehebungen

Welche Verbesserungen könnte das Projekt ermöglichen? Zu den geplanten oder zumindest technisch denkbaren Neuerungen gehören mehrere Funktionen, die sich Fans der PC-Version schon lange wünschen.

  • Unterstützung für 64-Bit-Systeme
  • Kompatibilität mit modernen Compilern
  • Fehlerbehebungen direkt innerhalb der Eclipse Engine
  • Offizielle Controller-Unterstützung auf dem PC
  • Mögliche Netzwerkfunktionen
  • Eine kooperative Kampagne
  • Erweiterte Möglichkeiten für Mods und eigene Inhalte

Aktuell wird die Dekom­pilierung noch als geschlossenes Projekt entwickelt. Das Team möchte verhindern, dass ungeprüfte Beiträge und automatisch erzeugte Änderungen den ohnehin zeitintensiven Fortschritt ausbremsen. Sobald jeweils 90 Prozent des Codes dekompiliert und verknüpft sind, soll das Repository öffentlich zugänglich werden.

Eine vollständige Neuauflage mit neuen Grafiken, überarbeiteten Charaktermodellen oder modernen Animationen ist damit zunächst nicht gemeint. Die Entwickler konzentrieren sich auf den technischen Unterbau und wollen keine Originalinhalte des Spiels verbreiten. Für eine funktionsfähige Version wird deshalb voraussichtlich weiterhin eine rechtmäßig erworbene PC-Ausgabe von Dragon Age: Origins benötigt.

Das Comeback bleibt vorerst ein Ziel

Wann erscheint die neue Version von Dragon Age: Origins? Das Jahr 2027 ist bislang eine Prognose des Fanprojekts und kein verbindlicher Veröffentlichungstermin. Nach dem Erreichen der angestrebten 90 Prozent dürfte außerdem weitere Arbeit notwendig sein, um den rekonstruierten Code zu bereinigen, zu dokumentieren und für moderne Systeme nutzbar zu machen.

Dennoch ist das Projekt für Fans ein kräftiges Lebenszeichen. Sollte die Dekom­pilierung erfolgreich abgeschlossen werden, könnte Dragon Age: Origins deutlich stabiler laufen und zugleich eine neue Grundlage für umfangreiche Communityprojekte erhalten.

Welche Verbesserung würdet ihr euch für Dragon Age: Origins am meisten wünschen: Controller-Unterstützung, eine stabile 64-Bit-Version oder sogar eine Koopkampagne? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

Öffnet in einem neuen Tab

Wenn bei GTA der fünfte Wagen brennt und irgendwo ein NPC flucht, ist Jens wahrscheinlich nicht weit. Bei PlayCentral kümmert er sich mit viel Herzblut um alles, was zockt, kracht und Spaß macht. Sei es ein Blockbuster mit Millionenbudget oder ein Indie-Perle mit Retro-Charme. Sein Fachgebiet? Open Worlds, Chaos-Sandboxen und Games, bei denen man "nur mal kurz reinschauen" wollte und dann plötzlich 3 Stunden später noch da sitzt. Immer kritisch, meistens fair und manchmal leicht übermüdet vom letzten Games-Marathon.

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