Nintendo hat die offizielle Chronologie von The Legend of Zelda still und leise überarbeitet. Auf der japanischen Webseite zum 40. Jubiläum der Reihe taucht nun eine weitere Gründung des Königreichs Hyrule auf, die unmittelbar vor den uralten Ereignissen aus The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom eingeordnet wird.
Die Änderung wurde nicht während der Jubiläumspräsentation vom 8. September 2026 thematisiert. Für Fans der komplexen Zelda-Geschichte ist sie dennoch bedeutsam, da sie eine seit Jahren diskutierte Theorie zur Vergangenheit von Hyrule deutlich stärkt.
Zwei Gründungen in der Chronologie
Wie wurde die Zelda-Timeline verändert? Die erste Gründung des Königreichs bleibt an ihrer bekannten Position bestehen. Sie erfolgt nach The Legend of Zelda: Skyward Sword und vor The Legend of Zelda: The Minish Cap, also lange vor der Aufteilung der Zeitlinie durch die Ereignisse von The Legend of Zelda: Ocarina of Time.
Zusätzlich führt Nintendo nun eine weitere Gründung von Hyrule im Zusammenhang mit der Epoche aus Tears of the Kingdom auf. Darauf folgen die Entstehung des Dämonenkönigs Ganondorf und der Versiegelungskrieg, in dessen Verlauf Rauru den mächtigen Gegner unter dem späteren Schloss Hyrule bannt.
Damit wird erstmals in einer offiziellen Übersicht klar zwischen der frühen Gründung des klassischen Königreichs und der von den Sonau geprägten Epoche um König Rauru und Königin Sonia unterschieden. Das bereits bekannte neue Hyrule aus der Erwachsenenzeitlinie rund um The Legend of Zelda: Spirit Tracks bleibt davon unberührt.
Starke Hinweise auf ein neu gegründetes Hyrule
Warum ist das Timeline-Update so wichtig? Die neue Darstellung stützt die Theorie, dass Rauru und Sonia nicht das ursprüngliche Königreich aus den älteren Zelda-Abenteuern erschufen. Demnach könnte das erste Hyrule nach einer kaum vorstellbar langen Zeit vollständig verschwunden sein, bevor das Königspaar ein neues Reich mit demselben Namen gründete.
Nintendo verwendet allerdings keinen ausdrücklichen Begriff für eine Wiedergründung. Die aktualisierte Chronologie lässt weiterhin offen, was genau zwischen den drei Zeitlinien nach Ocarina of Time und den Ereignissen von Breath of the Wild sowie Tears of the Kingdom geschehen ist. Auch eine eindeutige Zuordnung der beiden modernen Spiele zu einer einzelnen Zeitlinie nimmt Nintendo nicht vor.
Bereits 2023 hatte Tears of the Kingdom-Regisseur Hidemaro Fujibayashi diese Möglichkeit angedeutet. Er erklärte damals, dass Hyrule vor der in Tears of the Kingdom dargestellten Gründung bereits einmal untergegangen sein könnte. Was zuvor lediglich als mögliche Interpretation galt, erhält durch die neue offizielle Übersicht nun deutlich mehr Gewicht.
Ocarina of Time kehrt im November zurück
Welche Verbindung besteht zum Ocarina of Time-Remake? Das Timing der Änderung fällt auf, denn The Legend of Zelda: Ocarina of Time erscheint am 5. November 2026 als vollständig überarbeitete Neuauflage für Nintendo Switch 2. Das Abenteuer gehört zu den wichtigsten Teilen der gesamten Chronologie, da Links Kampf gegen Ganondorf zur Aufteilung der Geschichte in mehrere Zeitlinien führt.
In ersten Spielszenen wurden zudem Kokiri-Verzierungen entdeckt, die Fans an die Tätowierungen von Königin Sonia erinnern. Ob Nintendo damit tatsächlich eine tiefere Verbindung zwischen den Epochen andeutet, ist derzeit offen. Die Ähnlichkeiten könnten ebenso Teil einer modernisierten Designsprache sein, mit der das Remake optisch näher an Breath of the Wild und Tears of the Kingdom rückt.
Die überarbeitete Fassung bietet neu gestaltete Grafik, modernisierte Bewegungsabläufe, eine angepasste Kamera, zusätzliche Dialoge, vollständig vertonte Zwischensequenzen und neu eingespielte Orchestermusik. Unabhängig von möglichen neuen Lore-Hinweisen dürfte Links Rückkehr damit erneut Diskussionen über die verzweigte Geschichte von Hyrule auslösen.
Wie ordnet ihr die zweite Gründung von Hyrule ein? Schreibt uns eure Theorie zur Zelda-Timeline in die Kommentare.
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