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Mark Cerny und Geoff Keighley stecken Millionen in den Spiele-Nachwuchs

Der PlayStation-Architekt Mark Cerny und The-Game-Awards-Produzent Geoff Keighley haben gemeinsam die Nova Games Foundation gegründet. Hinter dem Namen verbirgt sich ein unabhängiges Förderprogramm für junge Entwickler, die nach ihrem Studium ein eigenes Spiel verwirklichen möchten.

Wie Game File berichtet, haben beide Gründer bereits jeweils mehrere Millionen US-Dollar aus ihrem Privatvermögen in die Stiftung eingebracht. Weitere Einzahlungen sollen folgen.

Mindestens 100.000 US-Dollar für jedes ausgewählte Team

Pro Jahr möchte die Nova Games Foundation 20 junge Spieledesigner unterstützen. Jeder sogenannte Nova Fellow erhält zunächst 100.000 US-Dollar. Damit stellt die Stiftung jährlich eine Grundförderung von mindestens zwei Millionen US-Dollar bereit.

Bei besonders vielversprechenden Projekten ist sogar eine zusätzliche Finanzierung von bis zu 500.000 US-Dollar möglich. Rund ein Viertel der Geförderten soll für diese Erweiterung infrage kommen. Die Auszahlung der zusätzlichen Beträge ist an bestimmte Entwicklungsmeilensteine gebunden.

Dennoch unterscheidet sich das Programm deutlich von einer klassischen Investition: Cerny und Keighley verlangen weder Unternehmensanteile noch eine Beteiligung an späteren Einnahmen. Die Entwickler behalten sämtliche Rechte an ihren Spielen und können selbst entscheiden, mit welchen Publishern und Plattformbetreibern sie zusammenarbeiten.

Die Stiftung möchte auf Wunsch Kontakte zu Unternehmen herstellen und bei der Vermarktung helfen, erhält dafür jedoch keinen Anteil am Projekt.

Auch Studierende der TH Köln können sich bewerben

Zum Start kooperiert die Nova Games Foundation mit 13 Hochschulprogrammen aus acht Ländern. Zu den teilnehmenden Einrichtungen zählen unter anderem die New York University, die University of Southern California, die schottische Abertay University und das Royal Melbourne Institute of Technology.

Aus Deutschland ist die TH Köln beteiligt. Damit erhalten auch Absolventen einer deutschen Hochschule die Gelegenheit, sich für das Programm zu qualifizieren.

Die erste Bewerbungsphase soll im Dezember 2026 beginnen und richtet sich an Absolventen der Jahrgänge 2026 und 2027. Die ersten geförderten Entwickler sollen im März 2027 bekannt gegeben werden. Eine vollständige Liste der teilnehmenden Hochschulen und genauere Angaben zum Bewerbungsprozess stehen noch aus.

Geld und Unterstützung erfahrener Entwickler

Neben der finanziellen Förderung erhalten die ausgewählten Teilnehmer Unterstützung durch erfahrene Persönlichkeiten aus der Spielebranche. Nach Angaben von Keighley haben bereits mehrere Dutzend führende Game Directors Interesse daran bekundet, ihre Zeit und Erfahrung einzubringen.

Zu den ersten Unterstützern zählt Josef Fares, der mit Hazelight Studios unter anderem It Takes Two und Split Fiction entwickelt hat. Fares beteiligt sich mit einer Spende und möchte die Stiftung auch persönlich unterstützen.

Geleitet wird das Programm von Executive Director John Maconga. Für die Vergabe der Fördermittel ist Ashley Corrigan verantwortlich, die zuvor als Direktorin der Game Developers Conference tätig war.

Im Mittelpunkt stehen ungewöhnliche und künstlerische Spiele

Gefördert werden sollen vor allem Projekte mit künstlerischem, literarischem oder gesellschaftlichem Wert. Die kommerzielle Erfolgsaussicht soll dagegen nicht das entscheidende Auswahlkriterium sein.

Cerny nennt kleinere und ungewöhnliche Titel wie Neva, Abzû, Gorogoa, Stray und Outer Wilds als Beispiele für Spiele, die ihn persönlich besonders interessieren. Gesucht werden Nachwuchsentwickler mit einer eigenständigen Vision, die zugleich in der Lage sind, ein überschaubares Projekt bis zur Fertigstellung zu führen.

Die Idee entstand aus der langjährigen Freundschaft zwischen Cerny und Keighley. Beide beschäftigten sich wiederholt mit der Frage, wie sie der nächsten Generation von Game Directors den Einstieg erleichtern könnten. Besonders in der gegenwärtig schwierigen Arbeitsmarktlage sei die direkte Gründung eines eigenen Studios für viele Absolventen kaum finanzierbar.

Die Stiftung soll beide Gründer überdauern

Cerny erklärte gegenüber Game File, dass er sich dem Ende seiner Karriere nähere, ohne bereits aufhören zu wollen. Ihm gehe es zunehmend darum, seine Erfahrungen und Möglichkeiten an die nächste Generation weiterzugeben.

Langfristig soll Nova nicht allein von den beiden Gründern abhängig bleiben. Cerny und Keighley hoffen, dass sich weitere Unternehmen und bekannte Entwickler beteiligen und ein dauerhaftes Stiftungsvermögen entsteht.

Die Nova Games Foundation ist ausdrücklich unabhängig von Sony, PlayStation und The Game Awards. Nach Vorstellung ihrer Gründer könnte das Programm über Jahrzehnte bestehen und immer neuen Entwicklergenerationen den Start in die Spielebranche ermöglichen.

Öffnet in einem neuen Tab

Nora zockt schon länger als sie laufen kann – zumindest behauptet sie das gerne. Ob mitten in einer Zombie-Apokalypse oder beim Looten in verlassenen Hochhäusern: Wenn es knallt, kracht oder Gänsehaut macht, ist sie dabei. Ihr Markenzeichen? Eine große Klappe, ein noch größeres Herz für Indie-Games – und eine ungesunde Obsession mit roten Lederjacken und Desert Eagles. Wenn sie nicht gerade dem Endboss eins überbrät, schreibt sie charmant-chaotische Reviews, in denen mehr Persönlichkeit steckt als in manchem NPC.

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