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The Blood of Dawnwalker: So funktioniert das Zeitlimit – müsst ihr euch beeilen?

In The Blood of Dawnwalker bleiben Coen lediglich 30 Tage und 30 Nächte, um seine Familie zu retten. Das klingt zunächst nach einem permanenten Zeitdruck, unter dem kaum Platz für Erkundung und Nebenquests bleibt. Tatsächlich funktioniert die Frist jedoch wesentlich entspannter.

Die wichtigste Antwort vorweg: Die 30 Tage laufen nicht in Echtzeit ab. Ihr könnt Vale Sangora in Ruhe erkunden, Gegner bekämpfen und nach Geheimnissen suchen. Zeit vergeht erst, wenn ihr bestimmte Aufgaben oder entsprechend gekennzeichnete Aktionen ausführt.

Das Zeitlimit ist ein Budget und kein Countdown

Die verbleibende Zeit sollte eher als begrenzte Ressource verstanden werden. Jeder Tag und jede Nacht besteht aus jeweils acht Abschnitten. Zusammen ergeben sich damit 16 Zeitabschnitte pro vollständigem Tageswechsel.

Über die gesamte Frist stehen theoretisch 480 Abschnitte zur Verfügung. Ihr müsst diese allerdings nicht einzeln im Kopf mitrechnen. Das Spiel zeigt euch über die Zeitleiste, wie weit der aktuelle Tag oder die aktuelle Nacht bereits fortgeschritten ist.

Einige Handlungen verbrauchen nur einen Abschnitt, während aufwendigere Vorhaben gleich einen größeren Teil des Tages beanspruchen können. Sobald alle acht Felder gefüllt sind, wechselt die Tageszeit.

Woran erkennt ihr, dass eine Aktion Zeit verbraucht?

Achtet vor einer Entscheidung auf das Sanduhrsymbol. Es zeigt an, dass die betreffende Handlung einen oder mehrere Zeitabschnitte kostet. Die Anzahl der dargestellten beziehungsweise angegebenen Einheiten verrät euch, wie teuer die Aktion ist.

Zeitkosten können an verschiedenen Stellen auftreten:

  • bei bestimmten Questschritten
  • beim Abschluss größerer Aufgaben
  • bei einzelnen Dialogentscheidungen
  • bei besonderen Ereignissen und Aktivitäten
  • beim Freischalten bestimmter Fähigkeiten
  • beim bewussten Warten
  • bei einzelnen Beziehungen oder Begegnungen

Nicht jede Quest kostet automatisch beim Annehmen Zeit. Manchmal entsteht der Verbrauch erst bei einem späteren Schritt oder unmittelbar vor einer wichtigen Entscheidung. Prüft deshalb nicht nur das Questlog, sondern achtet auch während Dialogen und Interaktionen auf die Sanduhr.

Das Spiel warnt euch normalerweise zusätzlich über die Zeitanzeige und ein deutliches Ticken, bevor eine Aktion die Uhr voranschiebt.

Was kostet keine Zeit?

Bei gewöhnlichen Erkundungen müsst ihr euch nicht beeilen. Folgende Handlungen lassen die 30-Tage-Frist im Normalfall nicht weiterlaufen:

  • frei durch Vale Sangora reisen
  • die Umgebung untersuchen
  • Ressourcen und gewöhnliche Beute einsammeln
  • mit den meisten Figuren sprechen
  • das Inventar und andere Menüs verwenden
  • gewöhnliche Gegner bekämpfen
  • bereits freigeschaltete Schnellreisepunkte benutzen

Ihr könnt ein Gebiet daher zunächst vollständig untersuchen, mögliche Zugänge suchen und mit den Bewohnern sprechen, bevor ihr euch für eine zeitaufwendige Handlung entscheidet.

Ausnahmen erkennt ihr am Sanduhrsymbol. Das gilt beispielsweise, wenn ein Kampf zu einer gekennzeichneten Aktivität gehört oder das Öffnen eines besonderen Fundortes als eigener Vorgang gewertet wird.

Kostet die Schnellreise einen Zeitabschnitt?

Nein, die Schnellreise verbraucht nach aktuellem Stand keinen Abschnitt der Story-Zeit. Ihr könnt freigeschaltete Reisepunkte verwenden, ohne dadurch einen Teil der 30 Tage zu verlieren.

Das macht die Schnellreise besonders wertvoll: Ihr könnt mehrere Aufgaben vorbereiten, wichtige Orte freischalten und später ohne zusätzliche Zeitkosten zu ihnen zurückkehren.

Wie wechselt ihr zwischen Tag und Nacht?

Tag und Nacht sind in The Blood of Dawnwalker nicht nur optische Unterschiede. Coen ist tagsüber ein Mensch und verwandelt sich nachts in einen Vampir. Dadurch verändern sich seine Fähigkeiten und die möglichen Wege durch eine Quest.

An Schreinen könnt ihr bewusst warten und die Zeit vorspulen. Dabei werden allerdings Zeitabschnitte verbraucht. Überlegt deshalb, ob ihr in der aktuellen Phase noch etwas erledigen oder kostenlos erkunden könnt, bevor ihr unmittelbar zur nächsten Tageszeit springt.

Ein Wechsel kann trotzdem sinnvoll sein:

  • Am Tag könnt ihr häufig offener mit Menschen sprechen.
  • Nachts stehen Coens Vampirfähigkeiten zur Verfügung.
  • Einige Orte lassen sich als Vampir leichter erreichen.
  • Bewachen Gegner einen Eingang, kann die jeweils andere Tageszeit einen alternativen Weg eröffnen.
  • Bestimmte Begegnungen und Questlösungen sind an Tag oder Nacht gebunden.

Ihr müsst eine Aufgabe daher nicht zwangsläufig zu dem Zeitpunkt abschließen, an dem ihr sie entdeckt.

Kann man alle Quests innerhalb der 30 Tage erledigen?

Ihr könnt einen großen Teil der Inhalte innerhalb der Frist erleben. Das Spiel ist allerdings bewusst darauf ausgelegt, dass ihr Prioritäten setzt und nicht jeden möglichen Handlungsweg in einem Durchgang verfolgt.

Mehrere Quests bieten unterschiedliche Lösungen, die sich teilweise gegenseitig ausschließen. Außerdem kann eure Entscheidung für eine Figur den weiteren Verlauf einer anderen Geschichte verändern. Selbst ein perfekt eingeteilter Zeitplan würde deshalb nicht sämtliche Varianten in einem einzigen Durchgang zugänglich machen.

Die Entwickler wollten mit der Frist keine permanente Hektik erzeugen. Vielmehr sollt ihr bewusst entscheiden, welchen Figuren und Konflikten ihr eure begrenzte Zeit widmet. Laut Creative Director Mateusz Tomaszkiewicz lässt sich der Großteil des Spiels erledigen, bevor die Frist endet.

Was passiert nach Ablauf der 30 Tage?

Nach dem Ablauf der Frist ist das Spiel nicht automatisch vorbei. Euer Speicherstand wird nicht gelöscht und ihr müsst die Kampagne auch nicht von vorne beginnen. Ihr könnt Vale Sangora weiterhin erkunden und verbliebene Nebeninhalte erledigen.

Die Rettung von Coens Familie ist nach Ablauf der Frist allerdings nicht mehr möglich. Dadurch entfallen die damit verbundenen Hauptaufgaben und ein wichtiger Abschnitt des Epilogs. Die Geschichte reagiert stattdessen auf euer Scheitern und führt mit den entsprechenden Konsequenzen weiter.

Wer die Familie retten und anschließend andere Enden ausprobieren möchte, sollte in den letzten Tagen mehrere manuelle Spielstände anlegen. Eine detaillierte Übersicht der Enden würde an dieser Stelle wesentliche Teile der Handlung vorwegnehmen.

Die besten Tipps für das Zeitmanagement

Mit einigen einfachen Regeln müsst ihr euch wegen der Frist kaum Sorgen machen:

  1. Erkundet zuerst, entscheidet später: Freie Erkundung kostet keine Zeit. Seht euch einen Ort genau an, bevor ihr eine teure Aktion ausführt.
  2. Prüft immer die Sanduhr: Die Anzahl der Einheiten zeigt euch, wie weit die aktuelle Tagesphase voranschreitet.
  3. Beachtet zeitkritische Aufgaben: Ein Uhrsymbol im Questlog weist auf Aufgaben hin, die nur begrenzt verfügbar sind.
  4. Plant Tag und Nacht getrennt: Manche Quests lassen sich als Mensch oder Vampir völlig unterschiedlich lösen.
  5. Schaltet Schnellreisepunkte frei: Die anschließende Schnellreise verbraucht keine Story-Zeit.
  6. Kauft Fähigkeiten nicht gedankenlos: Bestimmte Freischaltungen an Schreinen können ebenfalls Zeit kosten.
  7. Vermeidet unnötiges Warten: Erkundet besser zunächst alle kostenlos erreichbaren Orte, bevor ihr zur nächsten Tagesphase wechselt.
  8. Legt regelmäßig manuelle Spielstände an: Das ist besonders vor teuren Handlungen, wichtigen Dialogen und den letzten Tagen sinnvoll.

Vorsicht ist außerdem beim Stehlen geboten: Werdet ihr erwischt, kann die Bestrafung gleich mehrere Zeitabschnitte verschlingen.

Muss ich wegen der 30 Tage neu anfangen?

Nein. Selbst wenn ihr die gesetzte Frist verpasst, könnt ihr mit eurem vorhandenen Spielstand weiterspielen. Ihr erhaltet dann allerdings nicht mehr den Ausgang, bei dem Coen seine Familie rechtzeitig rettet.

Möchtet ihr dieses Ergebnis erreichen, müsst ihr einen älteren Spielstand laden oder einen neuen Durchgang beginnen.

Kann das Zeitlimit deaktiviert werden?

In den regulären Einstellungen lässt sich die Frist nicht vollständig abschalten. Für die PC-Version sind inzwischen inoffizielle Mods verfügbar, die mehr Zeit gewähren oder einzelne Kosten entfernen. Auf PS5 und Xbox Series X/S besteht diese Möglichkeit nicht.

Für den ersten Durchgang würden wir ohnehin empfehlen, das vorgesehene System beizubehalten. Es zwingt euch nicht zu einer hektischen Spielweise, sondern macht eure Entscheidungen und Prioritäten zu einem wesentlichen Bestandteil der Geschichte.

Ihr dürft euch Zeit lassen

Die Formulierung „30 Tage und 30 Nächte“ klingt wesentlich strenger, als das System tatsächlich ist. Solange ihr Vale Sangora lediglich erkundet, kämpft oder eure Ausrüstung verwaltet, bewegt sich die Frist nicht.

Erst deutlich gekennzeichnete Handlungen verbrauchen Zeitabschnitte. Achtet auf das Sanduhrsymbol, erledigt begrenzt verfügbare Aufgaben rechtzeitig und legt vor wichtigen Entscheidungen einen manuellen Spielstand an. Dann könnt ihr Coens Reise genießen, ohne permanent gegen eine unsichtbare Uhr anzurennen.

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Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.

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