Wer sich eine neue Xbox Series X oder Xbox Series S kaufen möchte, muss künftig wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Microsoft hat die Preise sämtlicher aktueller Konsolenmodelle in Europa zum 1. August 2026 erhöht.
Besonders drastisch fällt der Aufschlag bei den Modellen mit einem Terabyte Speicher aus. Sie kosten jetzt jeweils 200 Euro mehr. Für die Xbox Series X mit Laufwerk verlangt Microsoft mittlerweile 799,99 Euro.
Doch auch die ursprünglich als günstige Einstiegskonsole positionierte Xbox Series S bleibt von der Erhöhung nicht verschont. Das Modell mit 512 Gigabyte Speicher kostet ab sofort 499,99 Euro – genauso viel wie die Xbox Series X zu ihrer Markteinführung im November 2020.
So teuer sind Xbox Series X und Series S jetzt
Die neuen empfohlenen Verkaufspreise in Europa sehen folgendermaßen aus:
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| Xbox-Modell | Bisheriger Preis | Neuer Preis | Erhöhung |
|---|---|---|---|
| Xbox Series S mit 512 GB | 349,99 Euro | 499,99 Euro | 150 Euro |
| Xbox Series S mit 1 TB | 399,99 Euro | 599,99 Euro | 200 Euro |
| Xbox Series X Digital Edition mit 1 TB | 549,99 Euro | 749,99 Euro | 200 Euro |
| Xbox Series X mit Laufwerk und 1 TB | 599,99 Euro | 799,99 Euro | 200 Euro |
Damit verteuert sich die Xbox Series S mit einem Terabyte Speicher auf einen Schlag um 50 Prozent. Bei der Series S mit 512 Gigabyte beträgt der Aufschlag knapp 43 Prozent.
Die Xbox Series X mit Laufwerk ist gegenüber ihrem ursprünglichen Einführungspreis sogar um insgesamt 300 Euro teurer geworden. Zum Start der aktuellen Konsolengeneration war das Modell noch für 499,99 Euro erhältlich.
Warum erhöht Microsoft die Xbox-Preise?
Microsoft hatte die weltweite Preiserhöhung bereits Ende Juni angekündigt, zu diesem Zeitpunkt allerdings nur konkrete Angaben für die USA gemacht. Erst mit der Umstellung der europäischen Shops wurde das vollständige Ausmaß für Kunden in Deutschland und anderen europäischen Ländern sichtbar.
Als Grund nennt das Unternehmen die anhaltende Komponentenkrise. Nach Angaben von Microsoft haben sich insbesondere die Preise für Speicher und Arbeitsspeicher mehr als verzweieinhalbfacht. Bis zum Herbst 2027 rechnet das Unternehmen mit einer weiteren Verdopplung.
Die gestiegenen Kosten treffen laut Microsoft die gesamte Unterhaltungselektronik, wirken sich bei Spielkonsolen jedoch besonders stark aus. Gleichzeitig stellt das Unternehmen die Xbox Series X mit zwei Terabyte Speicher ein.
Die Xbox Series S verliert ihren größten Vorteil
Besonders problematisch ist die Entwicklung bei der Xbox Series S. Microsoft hatte die kompakte Konsole ursprünglich als günstigen Einstieg in die aktuelle Xbox-Generation veröffentlicht. Zum Marktstart kostete das Modell mit 512 Gigabyte Speicher lediglich 299,99 Euro.
Inzwischen werden dafür 499,99 Euro verlangt. Innerhalb der laufenden Generation ist der Preis damit um 200 Euro beziehungsweise rund 67 Prozent gestiegen.
Das Modell mit einem Terabyte Speicher kostet mit 599,99 Euro sogar rund 71 Prozent mehr als bei seiner Einführung im Jahr 2023. Damit konkurriert die technisch schwächere Series S preislich zunehmend mit leistungsfähigeren Konsolen und Gaming-PCs.
Händler können die Konsolen weiterhin unterhalb der offiziellen Preisempfehlung anbieten. Gerade Restbestände könnten daher vorübergehend noch zu den bisherigen Preisen erhältlich sein.





