Assassin’s Creed Black Flag Resynced könnte deutlich länger unterstützt werden, als es bei einem klassischen Einzelspieler-Remake zunächst zu erwarten wäre.
Game Director Richard Knight bestätigte zwar noch keinen konkreten Fahrplan für das kommende Jahr. Er hält einen längeren Support mit Fehlerkorrekturen, Komfortverbesserungen und möglicherweise zusätzlichen Inhalten aber für durchaus realistisch.
Mit einem augenzwinkernden Appell wandte er sich zudem an die Fans: Sie sollen Black Flag Resynced bitte auch dann noch spielen, wenn im November GTA 6 erscheint.
Ubisoft muss das Remake laut Entwickler weiter unterstützen
In einem Interview mit dem YouTuber JorRaptor wurde Knight gefragt, ob Ubisoft das Piraten-Remake mindestens ein Jahr lang mit neuen Updates versorgen möchte.
Magischen Merch entdecken! ✨
Zauberstäbe, Deko & Sammlerstücke – jetzt auf Zauberkram.de. 🧙♂️
Offiziell bestätigen wollte er diesen Zeitraum nicht. Ein Jahr Support sei jedoch keine besonders gewagte Vermutung, weil das Team das Spiel auf jeden Fall weiter betreuen müsse.
Dazu zählen zunächst klassische Arbeiten nach dem Launch:
- Fehlerbehebungen
- technische Verbesserungen
- Anpassungen an der Benutzerfreundlichkeit
- weitere Komfortfunktionen
- bereits angekündigte neue Spielmodi
Knight entschuldigte sich dabei auch bei Spielern, die aktuell auf Bugs stoßen. Fehler seien nicht nur für die Community ärgerlich, sondern würden auch das Entwicklerteam selbst schmerzen.
„Bitte spielt uns auch, wenn GTA 6 erscheint“
Einen genauen Zeitrahmen für die geplante Unterstützung nannte der Entwickler nicht. Seine Bitte, Black Flag Resynced auch nach dem Release von GTA 6 weiterzuspielen, könnte aber darauf hindeuten, dass Ubisoft noch vor Jahresende oder rund um diesen Zeitraum neue Inhalte veröffentlichen möchte.
GTA 6 soll am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S erscheinen. Ob Ubisoft tatsächlich ein größeres Update bewusst in die Nähe dieses Termins legt, bleibt allerdings reine Spekulation.
Knight könnte mit seiner Aussage ebenso schlicht darauf angespielt haben, wie stark Rockstars Open-World-Spiel ab November die Aufmerksamkeit der Branche und vieler Spieler auf sich ziehen wird.
New Game+ befindet sich bereits in Arbeit
Eine der wichtigsten geplanten Erweiterungen ist inzwischen offiziell bestätigt: New Game+.
Knight erklärte in einem weiteren Teil des Interviews, dass das Team bereits konkret an dem Modus arbeitet. Einen Erscheinungstermin könne Ubisoft noch nicht versprechen, die Funktion gehöre aber zu den ersten Prioritäten nach dem Launch.
Dabei kann das Team teilweise auf Erfahrungen aus Assassin’s Creed Shadows zurückgreifen, das ebenfalls einen New-Game-Plus-Modus erhalten hat. Eine einfache Übernahme ist laut Knight trotzdem nicht möglich, weil beide Spiele unterschiedlich aufgebaut sind.
Noch offen ist unter anderem:
- welche Ausrüstung übernommen wird
- ob Fähigkeiten und Schiffsverbesserungen erhalten bleiben
- wie früh die offene Welt zugänglich ist
- ob es exklusive Belohnungen für den zweiten Durchlauf gibt
- wann der Modus veröffentlicht wird
Knight würde dem Modus gerne zusätzliche Belohnungen spendieren. Ob dafür genügend Produktionszeit zur Verfügung steht, werde aber noch intern besprochen.
Edward kann seine Blasrohr-Ausrüstung künftig verstecken
Neben New Game+ plant Ubisoft weitere kleinere Komfortverbesserungen. Dazu gehört eine Option, Edwards Blasrohr optisch auszublenden. Das Werkzeug bleibt spielerisch verfügbar, soll auf Wunsch aber nicht mehr dauerhaft am Charaktermodell sichtbar sein.
Solche Anpassungen wirken klein, werden von Fans bei längeren Einzelspieler-Abenteuern aber häufig gewünscht. Gerade bei einem Spiel mit vielen unterschiedlichen Rüstungen und kosmetischen Optionen können fest angebrachte Ausrüstungsteile das gewünschte Erscheinungsbild stören.
Welche weiteren Quality-of-Life-Funktionen geplant sind, verriet Knight noch nicht.
Entwickler haben bereits Ideen für DLCs
Auch zusätzliche kostenpflichtige oder umfangreichere Inhalte sind offenbar nicht ausgeschlossen. Knight bestätigte, dass einige Mitglieder des Teams bereits Ideen für mögliche DLCs entwickelt haben. Eine Freigabe oder konkrete Produktion gebe es bislang allerdings nicht.
Ubisoft müsse zunächst abwägen, wie sich neue Erweiterungen mit der laufenden Pflege des Hauptspiels und zukünftigen Projekten vereinbaren lassen.
Sollte tatsächlich ein DLC entstehen, dürfte Edward Kenway erneut im Mittelpunkt stehen. Knight bezeichnete den Piraten als Herz und Seele des ursprünglichen Spiels und deutete an, dass es möglicherweise noch mehr über ihn zu erzählen gebe.
Freedom Cry ist damit nicht automatisch bestätigt
Die Aussagen dürften bei einigen Fans Hoffnungen auf eine Neuauflage von Freedom Cry wecken. Die Erweiterung des Originals stellte Adéwalé in den Mittelpunkt und erzählte eine eigenständige Geschichte rund um Sklaverei und Befreiung in der Karibik.
Knight bestätigte allerdings weder ein Remake von Freedom Cry noch konkrete Pläne für Adéwalé. Seine Aussagen deuten eher darauf hin, dass sich ein möglicher neuer DLC erneut stärker auf Edward konzentrieren könnte.
Fans sollten deshalb vorerst nicht davon ausgehen, dass alle Zusatzinhalte des Originals automatisch für Resynced neu aufgelegt werden.
Drei Millionen Verkäufe liefern ein starkes Argument
Dass Ubisoft bereits über langfristigen Support und mögliche Erweiterungen spricht, dürfte auch mit dem erfolgreichen Start zusammenhängen.
Black Flag Resynced verkaufte sich nach Angaben des Publishers innerhalb der ersten Woche mehr als drei Millionen Mal. Zwei Millionen Exemplare gingen bereits am Veröffentlichungstag über die virtuelle oder reale Ladentheke.
Außerdem verbesserten sich die Steam-Nutzerbewertungen nach mehreren Updates auf „Sehr positiv“. Damit verfügt das Remake über eine solide Grundlage, auf der Ubisoft weitere Inhalte wirtschaftlich rechtfertigen könnte. Ein offizieller DLC-Fahrplan existiert trotzdem noch nicht.
Moderne Assassin’s-Creed-Spiele werden lange gepflegt
Eine längere Unterstützung wäre für Ubisoft grundsätzlich nicht ungewöhnlich.
Assassin’s Creed Odyssey, Valhalla und Shadows erhielten über Monate oder sogar Jahre neue Missionen, Modi, Events und Erweiterungen. Black Flag Resynced ist zwar ausdrücklich ein klassischeres Einzelspieler-Abenteuer und kein Rollenspiel, könnte aber dennoch von einer ähnlichen Update-Strategie profitieren.
Ubisoft beschreibt das Remake als vollständig neu aufgebaute Fassung des Originals. Es basiert auf der aktuellen Anvil-Engine und erweitert die Kampagne unter anderem um neue Geschichten, Missionen und Komfortfunktionen.
Noch gibt es keine offizielle Roadmap
Trotz der optimistischen Aussagen sollte zwischen bestätigten und möglichen Inhalten unterschieden werden.
Bestätigt beziehungsweise konkret in Arbeit sind:
- weitere Fehlerkorrekturen
- Verbesserungen der Benutzerfreundlichkeit
- New Game+
- eine Option zum Ausblenden des Blasrohrs
Bislang nur diskutiert oder angedeutet sind:
- mindestens ein Jahr Support
- umfangreichere neue Inhalte
- ein DLC
- neue Geschichten rund um Edward Kenway
- ein größeres Update in zeitlicher Nähe zu GTA 6
Ubisoft dürfte weitere Details erst bekannt geben, wenn die entsprechenden Inhalte intern freigegeben und weit genug entwickelt sind.
Black Flag Resynced soll kein kurzes Comeback bleiben
Die Aussagen von Richard Knight zeigen zumindest, dass Ubisoft Black Flag Resynced nicht unmittelbar nach dem erfolgreichen Start abhaken möchte.
Kurzfristig liegt der Fokus auf Fehlerkorrekturen, New Game+ und kleineren Verbesserungen. Darüber hinaus sammelt das Team aber bereits Ideen für mögliche DLCs und weitere Geschichten.
Ob das Remake tatsächlich über ein Jahr lang unterstützt wird, bleibt offen. Knights Bitte, auch nach dem Start von GTA 6 weiter durch die Karibik zu segeln, macht jedoch deutlich: Ubisoft möchte, dass Edward Kenways Comeback länger als nur einen Sommer anhält.





