Viele Spieler wollten am 17. September erstmals in die Beta von World of Warcraft: Forever einsteigen. Stattdessen landeten sie zunächst in langen Warteschlangen. Manche verloren nach dem Warten erneut die Verbindung; bei anderen reagierten Aktionen im Spiel nur verzögert. Dass der Teststart holprig verlief, war schnell zu sehen. Inzwischen hat Blizzard genauer erklärt, welche technischen Probleme dahintersteckten.
Senior Game Producer Tom Ellis beschrieb die Ursachen in einem ausführlichen Beitrag auf X. Seine Erklärung ist aufschlussreich, weil nicht einfach ein einzelner „überlasteter Server“ für sämtliche Schwierigkeiten verantwortlich war. An verschiedenen Stellen der Beta-Infrastruktur traten unterschiedliche Engpässe auf.
Warum Spieler nach der Warteschlange wieder rausflogen
Die Beta läuft laut Ellis in einer deutlich kleineren Testumgebung als das fertige Spiel. Betatests erzeugen normalerweise nicht denselben Andrang wie eine Veröffentlichung; auf die Nachfrage nach WoW Forever war diese Umgebung zunächst nicht ausgelegt.
Ein Engpass entstand beim regionalen Dienst, über den Spieler in die Beta gelangten. Obwohl Spiel und Battle.net bei der ersten Prüfung keine auffällige Auslastung zeigten, geriet dieser Teil der Infrastruktur unter Druck. Das erklärt, warum Spieler eine Warteschlange durchlaufen konnten und anschließend trotzdem die Verbindung verloren. Das Team brauchte laut Ellis etwa eine halbe Stunde, um diesen Engpass als Ursache zu erkennen.
Verzögerungen beim Plündern und Annehmen von Quests
Auch wer es ins Spiel geschafft hatte, konnte auf Probleme stoßen. Das Plündern von Gegnern oder die Annahme von Quests reagierte teils nur langsam. Hier lag die Ursache laut Ellis bei Datenbankabfragen. Blizzards Datenbankteam passte deren Verarbeitung an; danach verbesserte sich die Reaktionszeit.
Ein drittes Problem betraf die Server, auf denen die Spielwelt selbst berechnet wird. Leere Karteninstanzen wurden nicht wie vorgesehen geschlossen. Dadurch belegten sie weiter Arbeitsspeicher und Rechenleistung, bis diese Ressourcen knapp wurden. Blizzard fand eine Korrektur, musste die betreffenden Dienste jedoch neu starten, damit sie wirksam wurde. Gleichzeitig erweiterte das Team die Kapazität der Beta-Umgebung.
Was bedeutet das für den Release?
Der Beta-Start zeigt, wie groß das Interesse an WoW Forever ist. Senior Game Designer Josh Greenfield sprach angesichts des Andrangs von außergewöhnlich hohen Zahlen für seine Zeit bei Blizzard; eine konkrete Spielerzahl nannte er dabei nicht.
Aus den Startproblemen lässt sich allerdings keine Prognose für die Veröffentlichung im November ableiten. Ellis bezog seine Erklärung ausdrücklich auf die kleinere Beta-Infrastruktur. Für Blizzard liefert der Test nun konkrete Daten darüber, wo Dienste unter hoher Last nachgebessert werden mussten.
Die Beta läuft weiter. Wer noch einsteigen möchte, findet in unserem Guide zu Anmeldung, Zugang und Levelgrenze die Teilnahmebedingungen.
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