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Rockstar verschärft Modding-Regeln für GTA und Red Dead Redemption

Rockstar Games hat seine offiziellen Modding Guidelines überarbeitet und damit klarer festgelegt, welche Fan-Projekte rund um GTA, Red Dead Redemption und andere Spiele des Studios erlaubt sind und wo die Grenzen liegen.

Die neuen Richtlinien wurden Anfang September veröffentlicht und richten sich vor allem an Modder, die Inhalte für Rockstars Spiele entwickeln oder über Plattformen wie FiveM und RedM verbreiten. Diese Plattformen gehören seit 2023 offiziell zu Rockstar Games.

Singleplayer-Mods bleiben grundsätzlich erlaubt

Rockstar stellt zunächst klar, dass klassische Mods für den Singleplayer beziehungsweise Story-Modus weiterhin grundsätzlich möglich sind. Dafür gelten allerdings klare Bedingungen.

Mods dürfen weder offizielle Online-Dienste beeinträchtigen noch Rechte anderer Unternehmen oder Personen verletzen. Auch Manipulationen, die Cheats oder unfaire Vorteile in GTA Online oder anderen Multiplayer-Modi ermöglichen, fallen nicht unter die erlaubte Nutzung.

Gerade für die große GTA-5-Modding-Community ist das ein wichtiges Signal: Rockstar verbietet Mods nicht grundsätzlich, zieht jetzt aber wesentlich deutlicher Grenzen.

Keine inoffiziellen Ports auf andere Plattformen

Eine der auffälligsten Regeln betrifft inoffizielle Portierungen.

Rockstar untersagt Mods beziehungsweise Projekte, die ein Spiel auf Plattformen oder Hardware bringen, auf denen es vom Unternehmen selbst nie veröffentlicht wurde. Damit fallen beispielsweise inoffizielle Umsetzungen von GTA-Spielen für andere Konsolen oder mobile Geräte klar außerhalb der neuen Richtlinien.

Das dürfte insbesondere einige Projekte betreffen, die zuletzt versucht hatten, ältere oder aktuelle GTA-Spiele auf Nintendo-Hardware, Smartphones oder andere bislang nicht offiziell unterstützte Plattformen zu bringen.

Offizielle Geschichten und Charaktere sollen nicht erweitert werden

Rockstar zieht auch bei neuen Geschichten eine deutliche Grenze.

Mods sollen demnach keine offiziellen Handlungsstränge, Missionen oder Charaktere erweitern oder verändern. Fan-Projekte, die beispielsweise eine inoffizielle Fortsetzung einer bestehenden GTA-Story erzählen oder bekannte Figuren in neue Storylines integrieren, könnten damit gegen die Richtlinien verstoßen.

Das ist eine deutlich strengere Abgrenzung als bei einfachen Grafik-, Fahrzeug- oder Gameplay-Modifikationen.

Auch Crossover zwischen Rockstar-Spielen sind problematisch

Ebenfalls nicht erlaubt sind laut den neuen Regeln Mods, die Inhalte verschiedener Rockstar-Marken miteinander kombinieren.

Wer also beispielsweise Karten, Figuren oder andere geschützte Inhalte aus Red Dead Redemption in GTA integriert oder mehrere GTA-Spiele miteinander vermischt, bewegt sich nach den neuen Vorgaben außerhalb des erlaubten Rahmens.

Rockstar begründet solche Grenzen grundsätzlich mit dem Schutz seiner Spiele, Marken und kreativen Inhalte.

FiveM und RedM werden für Multiplayer-Mods noch wichtiger

Besonders klar positioniert sich Rockstar beim Multiplayer.

Die offiziellen Creator-Plattformen rund um FiveM und RedM sollen die zentrale beziehungsweise lizenzierte Heimat für Multiplayer-Modding bleiben. Alternative Multiplayer-Projekte außerhalb dieser Systeme werden damit deutlich kritischer behandelt.

Dass Rockstar diese Plattformen inzwischen enger in das eigene Ökosystem integriert, zeigte sich zuletzt auch beim Rockstar Games Launcher. Ein Update vom September verbesserte ausdrücklich die Zusammenarbeit des Launchers mit FiveM.

Monetarisierung nur unter klaren Bedingungen

Auch beim Geld zieht Rockstar eine klare Grenze.

Mods sollen grundsätzlich nicht außerhalb der offiziell vorgesehenen Plattformen kommerzialisiert werden. Bezahlte Mods oder andere Geschäftsmodelle müssen sich an Rockstars Creator-Regeln halten.

Ausdrücklich problematisch sind außerdem Modelle rund um:

  • Kryptowährungen
  • NFTs beziehungsweise Token
  • Lootboxen
  • Echtgeld-Glücksspiel

Damit will Rockstar offenbar verhindern, dass sich rund um GTA- und Red-Dead-Mods unkontrollierte kommerzielle Ökosysteme entwickeln.

Fremde Marken und reale Personen bleiben ebenfalls tabu

Die neuen Regeln betreffen nicht nur Rockstars eigene Rechte. Auch geschützte Inhalte anderer Unternehmen oder Abbildungen beziehungsweise Stimmen realer Personen dürfen nicht einfach ohne entsprechende Erlaubnis verwendet werden.

Das kann etwa Mods mit echten Automarken, Prominenten oder Figuren aus anderen Spielen und Filmen betreffen.

Was bedeutet das für klassische GTA-Mods?

Für normale Singleplayer-Mods dürfte sich im Alltag zunächst relativ wenig ändern.

Grafikmods, Fahrzeugmods, Gameplay-Anpassungen oder andere nichtkommerzielle Erweiterungen bleiben grundsätzlich möglich, solange sie:

  • ausschließlich im Singleplayer funktionieren,
  • keine Online-Dienste beeinflussen,
  • keine fremden Rechte verletzen,
  • keine geschützten Storylines oder Charaktere unzulässig erweitern,
  • und nicht außerhalb der offiziellen Regeln kommerzialisiert werden.

Rockstar selbst verweist für Story-Mode-Mods inzwischen ausdrücklich auf die neuen Modding Guidelines sowie die eigenen Nutzungsbedingungen.

Die Regeln könnten auch mit GTA 6 wichtiger werden

Der Zeitpunkt der neuen Richtlinien dürfte nicht zufällig für Aufmerksamkeit sorgen.

Mit GTA 6 steht der nächste große Rockstar-Titel bevor, und schon GTA 5 entwickelte über viele Jahre eine riesige Modding-Szene. Gleichzeitig sind zuletzt wieder zahlreiche inoffizielle Projekte und Portierungen entstanden.

Die jetzt veröffentlichten Regeln schaffen deshalb frühzeitig Klarheit darüber, welche Arten von Fan-Projekten Rockstar künftig akzeptieren will und wo das Unternehmen einschreiten könnte.

Besonders relevant dürfte das werden, sobald GTA 6 irgendwann auf dem PC erscheint und auch dort eine größere Modding-Community entsteht.

Rockstar macht damit jedenfalls deutlich: Modding bleibt willkommen, solange es innerhalb klar definierter Grenzen stattfindet.

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Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.

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