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PS5: So gut erweitert die Corsair MP600 Pro LPX NVMe euren Speicher – TEST

Von Patrik Hasberg - Test vom 01.02.2022 15:00 Uhr
Corsair MP600 Pro LPX - Test
© PlayCentral.de

Besitzer einer PS5 kennen das bereits: der Speicherplatz der neuesten Sony-Konsole ist mit netto rund 660 GB nicht sonderlich üppig bemessen. Installiert ihr einige größere Spiele auf der internen NVMe (Non-Volatile Memory Express), stößt ihr relativ schnell an die Kapazitätsgrenze. Zwar lassen sich PS4- und PS5-Spiele bequem auf eine externe USB-Festplatte auslagern, spielen könnt ihr darauf allerdings nur die PS4-Titel. Die gelagerten PlayStation 5-Spiele müssen erst einmal wieder auf den internen Speicher verschoben werden.

Wie gut, dass es für dieses Problem eine sehr gute Lösung gibt. Denn mittlerweile lassen sich pfeilschnelle NVMe M.2-SSDs von verschiedenen Herstellern im Inneren der Konsole einsetzen, um den Speicher deutlich zu vergrößern. Einer dieser Hersteller ist Corsair mit der MP600 Pro LPX, die für die PS5 optimiert wurde und dank aktueller PCIe Gen4-Technologie schnelle Lese- sowie Schreibgeschwindigkeiten erreichen soll.

Test: Kann die Corsair MP600 Pro LPX überzeugen?

Da wir auf PlayCentral.de bereits mehrere M.2-SSDs verschiedener Hersteller getestet haben, interessiert uns das Modell von Corsair natürlich ebenso. Vor allem, da auch bei diesem Modell ein optimaler Einsatz für die Spielekonsole gewährleistet wurde. Ihr könnt entsprechend darauf vertrauen, dass alle Anforderungen seitens Sony von der NVMe erfüllt werden und ihr zum Beispiel keine Probleme mit den Abmessungen oder der Kühlleistung bekommen werdet.

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Technische Spezifikationen Corsair MP600 Pro LPX

  • Abmessungen: 23mm x 80mm x 11mm
  • Kapazität: 500 GB, 1 TB, 2 TB, 4 TB,
  • Lesegeschwindigkeit PS5: ca. 6500 MB/s
  • Schnittstelle: PCIe Gen4
  • Preis: 209,99 Euro für 1TB

Verpackung & Zubehör

Die MP600 Pro LPX wird in der Corsair-typischen schwarz-gelben Verpackung geliefert. An Zubehör ist zwar nicht sonderlich viel geboten, für den Einbau benötigt ihr allerdings bis auf einen Kreuzschlitz-Schraubendreher auch nicht viel mehr. Im Inneren findet ihr lediglich weichen Schaumstoff, in dem die MP600 sicher zu euch gelangt ist, eine fünfjährige Herstellergarantie sowie neben den üblichen Sicherheitshinweisen der Verweis auf die Installationsanleitung im Internet.

Corsair MP600 Pro LPX
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Die M.2-SSD an sich ist sehr kompakt und klein gehalten, um gut in die PS5 zu passen. Ein Low-Profile-Kühlkörper aus Aluminium für eine optimale Wärmeabgabe ist bereits vorinstalliert. Ihr müsst also gar nicht erst nach einem passenden Modell Ausschau halten und dieses im Vorfeld montieren, sondern könnt euch direkt an den Einbau begeben. Dieser sollte in rund fünf Minuten selbst von Menschen mit weniger Technikaffinität durchgeführt werden können.

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Es muss lediglich die Seitenplatte der PS5 (die ohne das PlayStation-Logo) entfernt werden, um an den M.2-Schacht zu gelangen. Hier gilt es die Abdeckung, die von einer einzelnen Schraube gehalten wird, zu lösen. Im Anschluss setzt ihr die MP600 vorsichtig ein und befestigt sie an der hinteren Seite durch eine Kreuzschraube, die beim ersten Öffnen der Konsole bereits auf euch wartet. Und das war es auch schon!

Habt ihr dennoch ein wenig Berührungsängste, eure PS5 aufzuschrauben, dann hilft euch eventuell unser Video, in dem wir euch den Einbau einer NVMe im Detail zeigen.

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Nun könnt ihr eure PS5 starten und die neu eingebaute Festplatte konfigurieren. Auch dieser Vorgang wird euch nicht mehr als fünf Minuten eurer Zeit beanspruchen. Beim ersten Start erkennt die Konsole die neue Hardware und führt eine schnelle Formatierung vor. Danach wird euch die ermittelte Lesegeschwindigkeit angezeigt. In den Einstellungen eurer PS5 könnt ihr überprüfen, wie viel Speicherplatz für Spiele auf dem neuen Speicher letztendlich zur Verfügung stehen.

Pfeilschnelle NVMe mit Geschwindigkeitsbegrenzung

Besonders spannend dürfte die Geschwindigkeit der MP600 Pro LPX sein. Corsair gibt die sequentielle Lesegeschwindigkeit mit bis zu 7.100 MB/s und die sequenzielle Schreibgeschwindigkeit mit bis zu 6.800 MB/s an. Beim ersten Starten zeigte uns die Konsole eine Lesegeschwindigkeit von rund 6.500 MB/s an. Warum aber nicht die vollen 7.100 MB/s?

Eine genaue Messung unsererseits ist aufgrund der Tastsache, dass kein geeignetes Tool zur Verfügung steht, zwar leider nicht möglich. Wir gehen aber davon aus, dass die PS5 derzeit nicht mehr als die gemessenen 6.500 MB/s nutzt beziehungsweise misst, da es schlicht nicht notwendig ist. Solche Reserven dürften erst bei späteren Blockbuster-Titeln mit noch höher aufgelösten Texturen zum Tragen kommen. Darüber hinaus handelt es sich bei dieser Messung durch Sony selbst um keinen Laborttest, sondern um eine weniger genaue Prüfung, die nur wenige Sekunden benötigt. Wir erhalten hier also höchstens einen Richtwert, an dem man sich orientieren kann.

Corsair MP600 Pro LPX
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Ladezeiten der Corsair MP600 Pro LPX

Wir haben testweise die Zeit beim Verschieben des PS5-Spiels Returnal gestoppt und mit der Ladezeit unserer zuvor verbauten WB Black SN850 NVMe SSD verglichen. Dabei wird schnell klar, dass es keine spürbaren Unterschiede in Sachen Geschwindigkeit gibt. In beiden Fällen wird der Third-Person-Shooter in rund 45 Sekunden auf das jeweilige Modell verschoben. Damit entsprechen die Werte ziemlich genau denen der internen SSD.

Es ist also davon auszugehen, dass Sony hier bei einigen Modellen sogar eher die Geschwindigkeit drosselt, da das Ausschöpfen des Maximums aktuell schlicht nicht notwendig ist.

PS5 M.2-SSD
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Diese Theorie trifft bei den Ladezeiten verschiedener PS5-Spiele im Vergleich zu dem internen Speicher ebenfalls zu. Die folgenden Angaben stammen zwar von Corsair selbst, zeichnen aber ein recht eindeutiges Bild.

Bei „Assassin’s Creed Valhalla“ zum Beispiel besteht der Unterschied aus wenigen Sekunden, die die MP600 schneller ist. Bei „Spider-Man: Miles Morales“ sind es sogar nur 0,33 Sekunden Unterschied. Bei „Ratchet & Clank: Rift Apart“ sprechen wir ebenfalls nur von 0,16 Sekunden.

Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.
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