In Metro 2039 kehrt eine der ungewöhnlichsten Mechaniken der Reihe zurück: Hochwertige Militärmunition dient erneut als Zahlungsmittel. Spieler müssen sich deshalb gut überlegen, ob sie ihre wertvollen Patronen für neue Ausrüstung ausgeben oder in einer gefährlichen Situation tatsächlich verschießen.
Damit verbindet 4A Games die Systeme aus Metro 2033 und Metro: Last Light mit dem erweiterten Crafting aus Metro Exodus.
Militärmunition wird wieder zur Währung
In einem Interview sprach Executive Producer Jon Bloch über die Rückkehr der sogenannten Military Grade Rounds, kurz MGR. Dabei handelt es sich um hochwertige 5,45×39-Millimeter-Patronen aus der Zeit vor dem Atomkrieg.
Diese Munition erfüllt in den Tunneln unter Moskau gleich zwei Funktionen. Einerseits lässt sie sich bei Händlern gegen Waffen, Munition und andere überlebenswichtige Gegenstände eintauschen. Andererseits kann sie tatsächlich in geeigneten Gewehren verschossen werden.
Da die Militärpatronen stärker als die gewöhnliche, nach dem Krieg hergestellte Munition sind, können sie in schwierigen Kämpfen einen entscheidenden Vorteil liefern. Mit jedem abgegebenen Schuss verbrennen Spieler allerdings buchstäblich ihr eigenes Geld.
Die Mechanik gehörte bereits zu den markantesten Elementen von Metro 2033 und Metro: Last Light. In Metro Exodus verzichtete 4A Games darauf.
Warum fehlte die Munitionswährung in Metro Exodus?
Das Fehlen der Militärmunition als Zahlungsmittel hatte laut Bloch einen erzählerischen Grund. Artyom und seine Begleiter verließen in Metro Exodus das etablierte Gesellschafts- und Handelssystem der Moskauer Metro.
In den weit voneinander entfernten Regionen außerhalb der Hauptstadt hätte es wenig Sinn ergeben, wenn völlig unterschiedliche Gemeinschaften dieselbe spezielle Munition als gemeinsame Währung anerkannt hätten. 4A Games ersetzte den Handel deshalb weitgehend durch gesammelte Materialien und ein Crafting-System.
Metro 2039 führt die Spieler nun wieder in die Tunnel und Ruinen von Moskau. Damit kehrt auch das dort etablierte Wirtschaftssystem zurück. Gegenüber GamesRadar erklärte Bloch sinngemäß, dass die Militärpatronen untrennbar zur Metro gehören und bei einer Rückkehr an diesen Schauplatz nicht fehlen dürfen.
Crafting aus Metro Exodus bleibt erhalten
Die Rückkehr der Munitionswährung bedeutet nicht, dass 4A Games die Neuerungen aus Metro Exodus wieder verwirft. Stattdessen sollen beide Systeme miteinander verbunden werden.
Einfache Gegenstände wie Medikits, Filter für die Gasmaske und grundlegende Munition lassen sich weiterhin unterwegs aus dem Rucksack herstellen. Für umfangreichere Arbeiten müssen Spieler eine Werkbank aufsuchen.
Dort können sie unter anderem:
- Waffen reinigen und vor Ladehemmungen schützen
- neue Waffenteile und Munitionstypen herstellen
- ihre Ausrüstung verbessern
- die Gasmaske verstärken
- die Kapazität ihrer Batterie erhöhen
- zwischen unterschiedlichen Schutzanzügen wählen
Neu sind außerdem Baupläne, die zunächst in der Spielwelt gefunden werden müssen. Sie schalten anschließend bessere Erweiterungen für Waffen und Ausrüstung frei. Gründliches Erkunden soll sich dadurch gleich mehrfach lohnen.
Auch Mutanten liefern jetzt Materialien
4A Games reagiert zudem auf Kritik am Ressourcensystem von Metro Exodus. Dort gingen Spieler beim Kampf gegen Mutanten häufig leer aus, obwohl sie für die Auseinandersetzung wertvolle Munition verbrauchten.
In Metro 2039 können besiegte Kreaturen erstmals Materialien hinterlassen. Dadurch soll sich das Bekämpfen der Monster stärker lohnen und nicht zwangsläufig zu einem reinen Verlustgeschäft werden.
Trotzdem bleibt Ressourcenmanagement ein zentraler Bestandteil des Spiels. Wer seine Militärmunition zu großzügig verschießt, besitzt später womöglich nicht genügend Währung für ein benötigtes Upgrade. Wer sämtliche Patronen spart, verzichtet dagegen in kritischen Situationen auf besonders wirkungsvolle Munition.
Genau dieses Spannungsfeld machte die Mechanik bereits in den früheren Teilen so wirkungsvoll.
Metro 2039 erscheint am 4. Februar 2027 für PlayStation 5, Xbox Series X und Xbox Series S sowie für den PC.
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