Wenige Tage nach dem Ende von BioWare sind neue angebliche Details zum eingestellten Mass Effect 5 im Netz aufgetaucht. Das Rollenspiel soll intern den Namen Mass Effect: Universe getragen und die Reihe mit einem deutlich stärkeren Fokus auf Spionage, politische Konflikte und spielerische Freiheit fortgesetzt haben.
Den Ausgangspunkt bildet ein zuvor unveröffentlichter Trailer, der nach der Schließung des Studios online verbreitet wurde. Der Journalist Jason Schreier bestätigte die Echtheit des aus Vorproduktionsmaterial bestehenden Videos, in dem ein neuer Protagonist sowie die zurückkehrende Liara T’Soni zu sehen sind.
BioWare hatte am 21. Oktober 2026 offiziell bekannt gegeben, dass das Studio geschlossen und die frühe Entwicklung des nächsten Mass Effect beendet wird. Die nun veröffentlichten Story-Angaben stammen vom Content Creator Dantics, der nach eigenen Angaben einem Community Council des Projekts angehörte.
Ein Kalter Krieg in der Milchstraße
Wann sollte Mass Effect: Universe spielen? Die Handlung war angeblich mehr als 600 Jahre nach dem Reaper-Krieg angesiedelt. Statt Commander Shepard sollte ein individuell anpassbarer N7-Agent die Hauptrolle übernehmen, während Shepards Vermächtnis unabhängig vom gewählten Ende aus Mass Effect 3 bewahrt worden wäre.
Die Milchstraße hätte sich zu diesem Zeitpunkt in einem Galaktischen Kalten Krieg befunden. Menschen, Kroganer, Batarianer und weitere Spezies sollten eine gemeinsame Allianz bilden, während sich die traditionellen Ratsvölker in einem konkurrierenden Machtblock organisiert hätten.
Als dritte Supermacht wären die Geth aufgetreten. Riesige von ihnen errichtete Megastrukturen sollten zeigen, wie weit sich ihre Technologie entwickelt hat. Im Hintergrund hätte zudem ein geheimnisvoller Gegner operiert, ohne dass BioWare erneut auf eine offene Invasion nach dem Vorbild der Reaper gesetzt hätte.
Auch Mass Effect: Andromeda sollte offenbar nicht ignoriert werden. Geplant waren Verbindungen zwischen der Milchstraße und Andromeda, wodurch die Geschichte der Ryder-Familie weiterhin eine Rolle hätte spielen können. Liara T’Soni wäre nach dem großen Zeitsprung als äußerst mächtige Asari-Matriarchin zurückgekehrt.
Spionage statt riesigem Waffenarsenal
Wie hätte sich Mass Effect 5 gespielt? Der neue N7-Agent wurde angeblich als Mischung aus John Wick und James Bond konzipiert. Anstelle eines umfangreichen Waffenarsenals sollten Präzision, spezialisierte Ausrüstung und experimentelle, direkt in den Körper implantierte Technologie den Spielstil bestimmen.
Mit diesen Implantaten hätte die Spielfigur durch Wände sehen, elektronische Systeme erkennen, Geräte hacken und Gefahren in der Umgebung aus der Distanz aktivieren können. Brutale Nahkampfaktionen waren ebenfalls vorgesehen, sodass sich Ziele wahlweise durch direkte Konfrontationen, heimliches Vorgehen oder Manipulation ausschalten ließen.
Die Missionen sollten wie in der ursprünglichen Trilogie von Hand gestaltet werden, gleichzeitig aber wesentlich mehr Lösungswege bieten. Als Vorbild wird Hitman genannt, da Einsatzorte offenbar mehrere Zugänge, taktische Möglichkeiten und unterschiedliche Wege zum Missionsziel geboten hätten.
Bekannte BioWare-Stärken sollten bleiben
Welche Rolle hätten Begleiter und Romanzen gespielt? Trotz des neuen Ansatzes wollte BioWare die persönlichen Beziehungen offenbar nicht zurückfahren. Gruppenmitglieder hätten untereinander in Konflikt geraten können, während Romanzen weiterhin ein wichtiger und erwachsener Bestandteil des Rollenspiels geblieben wären.
Die angeblichen Story- und Gameplay-Details wurden bislang nicht unabhängig bestätigt. Selbst wenn die beschriebenen Ideen während der Entwicklung existierten, bleibt offen, welche Konzepte tatsächlich freigegeben waren und welche davon bis zu einer Veröffentlichung erhalten geblieben wären.
Nach der Schließung von BioWare und dem Entwicklungsende von Mass Effect: Universe dürften viele dieser Pläne vorerst ungenutzt bleiben. Der authentische Trailer und die neuen Angaben vermitteln dennoch einen Eindruck davon, wie stark sich das nächste Kapitel von der bekannten, auf Gruppenkämpfe ausgerichteten Formel hätte unterscheiden können.
Hättet ihr euch einen galaktischen Spionagethriller mit den Geth als Supermacht gewünscht? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.
Öffnet in einem neuen Tab

Deine Meinung zählt
Wie siehst du das? Teile deine Gedanken mit der PlayCentral-Community.