GTA 6 sollte unter anderen Arbeitsbedingungen entstehen als Red Dead Redemption 2. Das erklärt Jennifer Kolbe, Rockstars Head of Publishing, in Jason Schreiers Bloomberg-Reportage über die Entwicklung des Spiels.
Die Arbeit am Western sei für das Unternehmen ein Anlass gewesen, die eigene Vorgehensweise zu hinterfragen. Die Führung habe sich vorgenommen, die damalige Belastung nicht zu wiederholen.
Mehr Personal und Ausgleich für Überstunden
Kolbe erinnert sich an eine klare Zielsetzung. Sinngemäß ins Deutsche übersetzt:
„Wir werden dieses Spiel nicht durch Crunch fertigstellen.“
Mit Crunch sind Phasen anhaltender Mehrarbeit gemeint, in denen Beschäftigte beispielsweise regelmäßig abends oder an Wochenenden weiterarbeiten.
Zu Rockstars Maßnahmen gehörten zusätzliche Mitarbeiter sowie Regelungen, nach denen geleistete Überstunden durch bezahlte freie Tage und teilweise zusätzliche Vergütung ausgeglichen werden konnten.
Kolbe räumt weiterhin Probleme ein
Eine Entwicklung vollständig ohne Crunch bescheinigt Kolbe dem Projekt allerdings nicht. Sie räumt ein, dass die Situation nicht perfekt gewesen sei und einzelne Beschäftigte andere Erfahrungen gemacht hätten.
Aus ihrer Sicht habe Rockstar bei GTA 6 dennoch anders gearbeitet als bei Red Dead Redemption 2.
Die Rückkehr ins Büro bleibt ein Streitpunkt
Die Bloomberg-Reportage behandelt außerdem Rockstars strenge Präsenzregeln und Einschränkungen beim Fernzugriff auf Entwicklungssysteme.
Kolbe zufolge soll die Regelung nach der Veröffentlichung von GTA 6 noch einmal überprüft werden. Eine feste Zusage für ein übliches Hybridmodell ergibt sich daraus jedoch nicht.
Für die Einordnung bleibt deshalb entscheidend: Rockstar beschreibt konkrete Veränderungen an seiner Arbeitsweise und räumt zugleich ein, dass damit nicht alle Probleme gelöst sind.
Öffnet in einem neuen Tab

Deine Meinung zählt
Wie siehst du das? Teile deine Gedanken mit der PlayCentral-Community.