Ein neuer Leak liefert mögliche Hinweise auf die Hardware des Steam Deck 2. Im Mittelpunkt steht eine bislang nicht angekündigte AMD APU mit dem Codenamen Gainsborough, die deutlich leistungsfähiger als der Chip im aktuellen Handheld ausfallen könnte.
Die Informationen stammen aus einem aufgetauchten Benchmark-Eintrag und sind bislang nicht von Valve oder AMD bestätigt. Trotzdem sorgen der Codename und die technischen Eckdaten für Aufmerksamkeit, denn mehrere Details passen auffällig gut zu einem möglichen Nachfolger des Steam Deck.
Gainsborough als möglicher neuer Valve-Chip
Warum wird Gainsborough mit dem Steam Deck 2 verbunden? Der Codename tauchte zuvor im AMD Treiber Adrenalin 26.9.2 auf. Besonders interessant ist dabei die Verbindung zu Aerith Gainsborough aus Final Fantasy 7, da Aerith bereits als Codename für die APU des ursprünglichen Steam Deck verwendet wurde.
Auch das Steam Deck OLED setzt auf einen Chip mit einem passenden Final-Fantasy-Codenamen. Dieser wird als Sephiroth bezeichnet. Gainsborough würde diese ungewöhnliche Tradition fortsetzen, ist allein aber noch kein Beweis dafür, dass die neue APU tatsächlich für Valve entwickelt wird.
Der geleakte Engineering-Chip wurde offenbar auf einer Entwicklungsplattform mit der Bezeichnung GBR-FF6-SKT getestet. Valve hat bislang weder den Namen des Prozessors noch dessen Einsatz im Steam Deck 2 offiziell bestätigt.
Mehr CPU-Kerne und schnellerer Arbeitsspeicher
Welche technischen Daten nennt der Steam-Deck-2-Leak? Die Gainsborough APU soll über sechs CPU-Kerne und zwölf Threads verfügen. Im Vergleich zu den vier Kernen und acht Threads des aktuellen Steam Deck entspräche das einer Steigerung von 50 Prozent.
- Sechs CPU-Kerne
- Zwölf Threads
- Basistakt von 2,4 GHz
- 24 GB LPDDR5-Arbeitsspeicher
- Speichergeschwindigkeit von 9.600 MT/s
Auch beim Arbeitsspeicher wäre ein spürbares Upgrade vorgesehen. Während das Steam Deck OLED mit 16 GB LPDDR5-Speicher und 6.400 MT/s arbeitet, soll das getestete System 24 GB mit 9.600 MT/s bieten. Davon könnten anspruchsvolle Spiele, Multitasking und die integrierte Grafikeinheit profitieren.
Die vorliegenden Benchmark-Ergebnisse erlauben allerdings noch keine zuverlässige Einschätzung der Gaming-Leistung. Der Chip ist ein frühes Engineering-Modell, das mit Entwicklungssoftware und auf einer Testplattform betrieben wurde. Angaben zur finalen Grafikarchitektur, zur Anzahl der Recheneinheiten und zum Energieverbrauch fehlen weiterhin.
Offizielle Ankündigung bleibt aus
Wann könnte das Steam Deck 2 erscheinen? Ein Veröffentlichungstermin wurde bislang nicht genannt. Valve hat in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass ein neues Modell einen klaren Leistungssprung bieten soll, ohne dabei Akkulaufzeit und Effizienz aus den Augen zu verlieren.
Gainsborough könnte genau für diesen nächsten Schritt vorgesehen sein. Ebenso ist möglich, dass es sich um eine APU für ein anderes Gaming-Handheld oder lediglich um eine von mehreren getesteten Varianten handelt. Bis Valve konkrete Hardware präsentiert, bleiben die Angaben daher ein spannender, aber unbestätigter Ausblick.
Würdet ihr euch ein Steam Deck 2 mit sechs Kernen, zwölf Threads und 24 GB Arbeitsspeicher kaufen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.
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