Assassin’s Creed Black Flag Resynced hat Millionen Exemplare verkauft. Vor einem Stellenabbau schützt das den federführenden Entwickler Ubisoft Singapore allerdings nicht: Am Standort fallen 70 Arbeitsplätze weg.
Ubisoft setzt seinen Konzernumbau fort. Betroffen ist auch das Studio, das die Neuauflage von Edward Kenways Piratenabenteuer angeführt hat. Das Unternehmen bestätigte gegenüber Human Resources Online, dass in Singapur 70 Stellen gestrichen wurden.
Ubisoft verweist auf den künftigen Produktionsbedarf
Der Publisher begründet den Schritt damit, das Studio an kommende Produktionsanforderungen anzupassen. Zugleich betont Ubisoft, dass der Standort ein wichtiger Teil seiner weltweiten Produktion bleibe.
Eine vollständige Auflösung des Studios ist damit nicht angekündigt. Welche Abteilungen betroffen sind und welche Aufgaben die verbleibenden Teams künftig übernehmen, geht aus der Stellungnahme nicht im Detail hervor.
Für die Beschäftigten soll es Unterstützung bei der Suche nach neuen Stellen geben. Ubisoft arbeitet dafür nach eigenen Angaben mit den zuständigen Arbeitsmarktorganisationen in Singapur zusammen.
Black Flag Resynced verkaufte sich bereits in der ersten Woche millionenfach
Der Personalabbau folgt auf einen erfolgreichen Spielstart. Laut Ubisofts eigener Mitteilung erreichte Black Flag Resynced am ersten Tag zwei Millionen verkaufte Exemplare. Innerhalb einer Woche waren es mehr als drei Millionen.
In den Quartalszahlen vom Juli meldete Ubisoft außerdem, dass das Remake seine jährlichen kommerziellen Erwartungen bereits innerhalb von 14 Tagen übertroffen habe. Ubisoft Singapore wird in der offiziellen Vorstellung als federführendes Studio genannt.
Der Kontrast ist deutlich: Das Projekt lieferte dem Publisher gute Verkaufszahlen, während am verantwortlichen Standort trotzdem Arbeitsplätze entfallen. Wie sich die betroffenen Stellen auf einzelne Projekte verteilen, hat Ubisoft nicht offengelegt. Die Kürzungen lassen sich deshalb nicht pauschal als Entlassung eines exakt abgegrenzten Black-Flag-Teams beschreiben.
Auch dem Trials-Studio RedLynx droht die Schließung
Zusätzlich hat Ubisoft den Beschäftigten von RedLynx in Finnland einen Vorschlag zur Schließung des Studios mitgeteilt. Davon könnten bis zu 52 Stellen betroffen sein.
Wichtig ist dabei der Verfahrensstand: Laut Unternehmensstellungnahme hängt die geplante Schließung noch vom örtlichen Konsultationsverfahren ab. Das für Trials bekannte Studio bereits als endgültig geschlossen zu bezeichnen, würde dieser Angabe vorgreifen.
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