Gears of War: E-Day erreicht über den Game Pass ein großes Publikum, verkauft sich auf Xbox aber offenbar vergleichsweise selten als vollständiges Spiel. Laut Alinea Analytics stehen geschätzten 62.000 Verkäufen rund 1,7 Millionen Game-Pass-Spieler gegenüber. Hunderttausende Abonnenten sollen allerdings zusätzlich für das Premium-Upgrade bezahlt haben.
Die meisten Verkäufe entfallen auf Steam
In seiner Analyse vom 9. Oktober schätzt Analyst Rhys Elliott die bisherigen Verkäufe auf insgesamt 230.000 Exemplare:
| Plattform | Geschätzte Verkäufe |
|---|---|
| Steam | 168.000 |
| Xbox einschließlich PC | 62.000 |
| Gesamt | 230.000 |
Die Xbox-Zahl umfasst ausdrücklich Konsole und PC. Es handelt sich um Schätzungen des Analyseunternehmens, nicht um offiziell veröffentlichte Verkaufszahlen von Microsoft.
Die Erhebung bildet zudem einen frühen Stand ab: Der Vorabzugang begann am 1. Oktober, während der reguläre Release am 6. Oktober 2026 folgte. Seitdem ist der Shooter auch über Game Pass Ultimate und PC Game Pass verfügbar.
722.000 Abonnenten sollen das Premium-Upgrade gekauft haben
Laut Alinea bezahlten etwa 722.000 Game-Pass-Nutzer für das 30 US-Dollar teure Premium-Upgrade. Daraus ergeben sich geschätzte 21,7 Millionen Dollar Upgrade-Umsatz.
Das Upgrade ermöglichte bis zu fünf Tage früheren Zugang. Xbox führt außerdem zusätzliche Inhalte wie Waffen- und Anpassungspakete auf. Käufer zahlten somit für ein Zusatzpaket zu ihrem Abo-Zugang; ein vollständiger Spielkauf ist damit nicht gleichzusetzen.
Insgesamt beziffert Alinea den bisherigen Umsatz auf ungefähr 37 Millionen Dollar. Davon sollen rund 26 Millionen auf Xbox und 11 Millionen auf Steam entfallen. Trotz deutlich weniger verkaufter Spiele wäre Xbox damit für den größeren Umsatzanteil verantwortlich.
Wie stark beeinflusst der Game Pass die Verkäufe?
Die Zahlen werfen erneut die Frage auf, wie sich die sofortige Aufnahme großer Neuerscheinungen in den Game Pass auf deren Verkäufe auswirkt. Elliott bewertet den Start kritisch und sieht das Geschäftsmodell als wesentlichen Grund für die niedrigen Vollpreisverkäufe.
Allerdings lässt sich die Zahl der Abonnenten nicht einfach als Zahl entgangener Käufe betrachten. Circana-Analyst Mat Piscatella weist in einem allgemeinen Beitrag zur Debatte darauf hin, dass nicht jeder Game-Pass-Spieler den jeweiligen Titel ohne Abo gekauft hätte.
Für eine wirtschaftliche Bewertung fehlen außerdem entscheidende Informationen: etwa die Entwicklungskosten sowie die Frage, wie viele Abonnenten E-Day gewonnen oder gehalten hat. Die niedrige Verkaufszahl allein reicht deshalb nicht aus, um den Shooter zum Flop zu erklären.
Öffnet in einem neuen Tab

Deine Meinung zählt
Wie siehst du das? Teile deine Gedanken mit der PlayCentral-Community.