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Neunjähriger schaltet YouTube-Werbung über Firmenkarte, 100.000 Euro Kosten

Ein neunjähriger Gaming-Fan hat mit Werbekampagnen für seinen YouTube-Kanal eine Rechnung von umgerechnet mehr als 100.000 Euro verursacht. Bezahlt wurden die Anzeigen laut Angaben seines Vaters über eine Firmenkreditkarte, deren Daten im gemeinsam verwendeten Google-Konto gespeichert waren.

Der Junge veröffentlicht auf dem Kanal Mighty Mike Plays vor allem Gameplay aus Minecraft und Roblox. Sein Vater David Sarkisyan schilderte den Vorfall in einem Video, nachdem die ungewöhnlich hohen Ausgaben bei seinem Arbeitgeber aufgefallen waren. Nun steht nicht nur der Kanal vor einer ungewissen Zukunft.

Vom kleinen Werbetest zur enormen Rechnung

Wie entstanden Werbekosten von mehr als 100.000 Euro? Ursprünglich sollte eine kleine Kampagne im Wert von umgerechnet etwa 17 Euro dabei helfen, mehr Zuschauer auf die Videos des Kindes aufmerksam zu machen. Der Vater zeigte seinem Sohn dabei, wie ein Budget festgelegt, eine Zielgruppe ausgewählt und die Werbung gestartet wird.

Offenbar verstand der Neunjährige den eingetragenen Betrag jedoch nicht als feste Grenze. Später soll er eigenständig weitere Kampagnen eingerichtet und die Ausgaben deutlich erhöht haben. Nach der simplen Logik des Kindes bedeutete ein größeres Budget gleichzeitig mehr Aufrufe für seine Minecraft- und Roblox-Videos.

Da die Firmenkreditkarte bereits mit dem verwendeten Google-Konto verbunden war, konnten die Kampagnen offenbar immer weiterlaufen. Innerhalb von etwa drei Wochen kamen auf diese Weise Kosten in Höhe von 118.000 US-Dollar zusammen. Nach dem Referenzkurs vom September 2026 entspricht das rund 101.800 Euro.

Arbeitgeber entdeckt die hohen Ausgaben

Welche Folgen hat der Vorfall für den Vater? Sarkisyan erfuhr nach eigener Darstellung während eines Termins mit seinem Vorgesetzten sowie Mitarbeitern aus der Finanzabteilung vom vollständigen Ausmaß. Dort wurde er mit den Ausgaben konfrontiert, die über die ihm zugewiesene Firmenkreditkarte abgerechnet worden waren.

Die Werbekampagnen trugen Bezeichnungen mit Bezug zu Mighty Mike, Minecraft und Roblox. Einige der beworbenen Videos erreichten dadurch Hunderttausende Aufrufe. Die zusätzliche Reichweite dürfte für den Kanal zwar zunächst wie ein großer Erfolg gewirkt haben, wurde jedoch mit einem kaum tragbaren Budget erkauft.

Besonders brisant ist, dass Sarkisyan derzeit nicht weiß, welche Konsequenzen ihm am Arbeitsplatz drohen. Zum Zeitpunkt seiner Erklärung war noch offen, ob er seinen Job behalten kann und wer letztlich für die entstandenen Kosten aufkommen muss.

Der Gaming-Kanal steht vor einer Pause

Wie geht es mit Mighty Mike Plays weiter? Der Vater hat den Kanal zunächst übernommen und eine vorläufige Pause angekündigt. Ob der Neunjährige später wieder Gameplay hochladen darf, soll offenbar erst entschieden werden, wenn die finanziellen und beruflichen Folgen geklärt sind.

Der Fall zeigt zugleich, wie riskant gespeicherte Zahlungsdaten in Konten sein können, auf die auch Kinder Zugriff haben. Ausgabenlimits, getrennte Benutzerkonten, zusätzliche Bestätigungen und aktivierte Jugendschutzeinstellungen können verhindern, dass aus einem harmlosen Klick eine enorme Rechnung entsteht.

Dass ausgerechnet Videos zu Minecraft und Roblox betroffen sind, dürfte viele Familien aufhorchen lassen. Beide Spiele sind bei jüngeren Gaming-Fans besonders beliebt und eng mit einer großen YouTube-Kultur verbunden. Die eigentliche Ursache lag allerdings nicht in den Games, sondern im unkontrollierten Zugriff auf ein professionelles Werbekonto samt hinterlegter Firmenkreditkarte.

Wie beurteilt ihr den Vorfall und wer trägt aus eurer Sicht die größte Verantwortung? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

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Zwischen den Kämpfen sorge ich dafür, dass mein Super-Saiyajin-Haar perfekt sitzt und versuche meiner Tochter Bra beizubringen, dass ich der coolste Saiyajin-Papa bin. Es ist nicht immer einfach, aber ich gebe mir Mühe. Nebenher schreibe ich für PlayCentral.de.

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