Mit Halo: Campaign Evolved ist am 28. Juli 2026 eine der prägendsten Shooter-Kampagnen zurückgekehrt. Das Remake baut Halo: Combat Evolved vollständig neu auf und modernisiert das Abenteuer des Master Chiefs mit neuer Technik, überarbeiteten Zwischensequenzen und erweiterten Bewegungsmöglichkeiten.
Nun hat sich Marcus Lehto zum Ergebnis geäußert. Der Co-Schöpfer der Halo-Reihe und damalige Art Director des Originals arbeitet sich derzeit auf dem Schwierigkeitsgrad Heldenhaft durch die Kampagne. Seiner Erinnerung nach wurde bereits die Bungie-Version von 2001 vor allem mit Blick auf diesen Schwierigkeitsgrad ausbalanciert.
Lehtos erster Eindruck fällt trotz kleiner Kritikpunkte ausgesprochen positiv aus. Besonders die technischen und spielerischen Modernisierungen scheinen den langjährigen Entwickler überzeugt zu haben.
Großes Lob für die Neuauflage
Welche Neuerungen überzeugen Marcus Lehto? In seinem Beitrag auf X hebt Lehto vor allem die neue Bewegung, die überarbeiteten Zwischensequenzen und die deutlich aufgewertete Grafik hervor. Besonders angetan zeigt er sich von der Beleuchtung, die er als brillant bezeichnet.
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Einzelne Entscheidungen des Entwicklerteams gefallen ihm zwar weniger gut. Diese Kritikpunkte würden beim eigentlichen Spielen jedoch schnell in den Hintergrund rücken, da der Spaß an der Kampagne überwiege.
Ich habe ein paar Kritikpunkte, doch sie treten beim Spielen hinter dem Spaß zurück.
Das Urteil besitzt innerhalb der Halo-Community besonderes Gewicht. Lehto kam 1997 zu Bungie und arbeitete zunächst als Künstler an Myth: The Fallen Lords. Anschließend übernahm er die künstlerische Leitung des ersten Halo und behielt eine führende Rolle während der ursprünglichen Trilogie. Sein letztes offizielles Halo-Projekt war Halo: Reach aus dem Jahr 2010, bevor er Bungie im Oktober 2012 verließ.
Später gründete Lehto das Studio V1 Interactive, das im März 2021 geschlossen wurde. Danach rief er Ridgeline Games ins Leben, verließ das Studio jedoch im Februar 2024. Electronic Arts stellte Ridgeline Games sieben Monate später vollständig ein.
Diskussionen über Zwischensequenzen und Technik
Warum bleibt das Remake unter Fans umstritten? In den Antworten auf Lehtos Beitrag kritisierte ein Fan vor allem die neu inszenierten Zwischensequenzen und die erneut aufgenommenen Dialoge. Außerdem bezeichnete er das Remake als unnötig und lediglich durchschnittlich.
Lehto widersprach dieser Einschätzung teilweise. Der Neuaufbau von Halo: Combat Evolved in der Unreal Engine habe erheblichen Aufwand erfordert und sei aus seiner Sicht eine lohnenswerte Arbeit gewesen. Viele kreative Freiheiten und Ergänzungen innerhalb der Zwischensequenzen würden ihm gefallen.
Viele der kreativen Freiheiten und Ergänzungen bei den Zwischensequenzen gefallen mir, einige davon sind allerdings wirklich peinlich.
Damit liefert Lehto kein uneingeschränktes Lob, stellt den Wert des Remakes aber klar über seine persönlichen Einwände. Seine Aussagen passen zugleich zur gespaltenen allgemeinen Reaktion. Zum Zeitpunkt der Meldung erreicht Halo: Campaign Evolved bei OpenCritic einen Durchschnitt von 82 Punkten und eine Empfehlungsquote von 86 Prozent, was einer starken Wertung entspricht.
Auf Steam fällt das Bild kritischer aus. Nach 11.031 Nutzerrezensionen steht die PC-Version dort bei einer gemischten Bewertung. Genannt werden unter anderem fehlende Modi, Probleme beim Audio-Design, zu starke Hilfestellungen sowie kleinere und größere technische Fehler. Für Lehto bleibt dennoch der entscheidende Punkt bestehen: Sobald die Kämpfe beginnen, überwiegt der Spielspaß.
Wie gefällt euch Halo: Campaign Evolved, und stimmt ihr Marcus Lehtos Einschätzung zu? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.




