Nintendo hat offenbar genau den richtigen Weg eingeschlagen: Das Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time begeistert die internationale Fachpresse und erreicht auf Metacritic derzeit beeindruckende 96 von 100 Punkten. Auch auf OpenCritic liegt das Action-Adventure mit rund 95 Punkten an der Spitze. Zahlreiche Redaktionen vergeben sogar die Höchstwertung. Damit ist die Neuauflage des Nintendo-64-Klassikers nach aktuellem Stand das bestbewertete Spiel des Jahres 2026.
Besonders bemerkenswert ist das angesichts der Erwartungen an das Remake. Das Original von 1998 gilt als eines der einflussreichsten Videospiele überhaupt und hält auf Metacritic bis heute einen Durchschnitt von 99 Punkten. Nintendo musste also nicht nur einen Klassiker modernisieren, sondern sich auch an einem der höchstbewerteten Spiele der Geschichte messen lassen.
Die ersten internationalen Tests zeigen, dass dieser Spagat weitgehend gelungen ist. Gelobt werden vor allem die überarbeitete Grafik, die orchestrale Musik, die modernisierte Steuerung und die weiterhin hervorragenden Dungeons. Einige Kritiker vermissen allerdings zusätzliche Herausforderungen oder hätten sich größere spielerische Veränderungen gewünscht.
Zelda: Ocarina of Time erreicht 96 Punkte auf Metacritic
- Metacritic: 96/100
- OpenCritic: ≈ 95/100
Stand: 4. November 2026
Die Resonanz fällt außergewöhnlich positiv aus. Eine am 4. November veröffentlichte Auswertung führt bei Metacritic 80 internationale Kritiken auf, darunter 46 Höchstwertungen. Da laufend weitere Rezensionen hinzukommen, können sich sowohl die Anzahl der Tests als auch der Durchschnitt noch verändern.
Die wichtigsten internationalen Wertungen im Überblick:
| Redaktion | Wertung |
|---|---|
| GamesRadar+ | 100/100 |
| Eurogamer | 100/100 |
| VGC | 100/100 |
| Destructoid | 100/100 |
| The Guardian | 100/100 |
| Shacknews | 100/100 |
| Wccftech | 95/100 |
| Game Informer | 93/100 |
| GamePro | 92/100 |
| IGN | 90/100 |
| GameSpot | 90/100 |
| Nintendo Life | 90/100 |
| RPG Site | 80/100 |
Die Wertungen sind zur besseren Vergleichbarkeit auf eine Skala von 100 Punkten umgerechnet. Die Unterschiede zwischen den Redaktionen fallen insgesamt gering aus. Selbst die zurückhaltenderen Tests sehen in der Neuauflage ein sehr gutes Spiel.
GamesRadar+ vergibt die Höchstwertung und lobt die Neuinterpretation
Besonders begeistert zeigt sich GamesRadar+. Redakteurin Anna Koselke vergibt fünf von fünf Sternen und bezeichnet das Remake als eine außergewöhnlich gelungene Neuauflage.
Für sie liegt die größte Stärke darin, dass Nintendo die besondere Atmosphäre des Originals bewahrt und gleichzeitig genügend Veränderungen vorgenommen hat, um Hyrule auch für langjährige Fans wieder interessant zu machen.
Die vollständig überarbeitete Grafik, vertonte Dialoge und neue Rätsel sorgen dafür, dass sich das Abenteuer trotz seiner vertrauten Geschichte frisch anfühlt. Auch die Charaktere und die emotionale Wirkung der Handlung gehören für GamesRadar+ zu den größten Stärken.
Ganz ohne Kritik kommt allerdings selbst dieser Test nicht aus. Die Redaktion vermisst insbesondere den zusätzlichen Schwierigkeitsmodus Master Quest. Außerdem steht lediglich ein Spielstand zur Verfügung.
The Guardian feiert das Remake als modernes Meisterwerk
Auch The Guardian vergibt die Höchstwertung von fünf Sternen.
Die britische Zeitung hebt vor allem hervor, wie stark die überarbeiteten Dialoge und vollständig vertonten Zwischensequenzen die Geschichte bereichern. Die Figuren erhalten zusätzliche Persönlichkeit, während zentrale Ereignisse rund um Links Reise durch die Zeit emotional stärker wirken.
Besonders gelungen findet die Redaktion außerdem den neuen visuellen Stil, der detailreiche Landschaften mit einer beinahe handgefertigten Charaktergestaltung verbindet.
Die modernisierte Steuerung macht das Abenteuer deutlich zugänglicher. Dazu gehören ein eigener Sprungknopf, schneller erreichbare Ausrüstungsgegenstände und ein überarbeiteter Kampfablauf.
Kritisch betrachtet The Guardian einzelne Änderungen an der Darstellung bekannter Figuren. Insgesamt sieht die Redaktion jedoch ein Remake, das die Bedeutung des Originals bewahrt und zugleich als eigenständiges modernes Abenteuer überzeugt. a dream come true
IGN und GameSpot vergeben jeweils 9 von 10 Punkten
Auch bei den großen amerikanischen Gaming-Redaktionen schneidet Ocarina of Time hervorragend ab.
IGN vergibt 9 von 10 Punkten und sieht in der Neuauflage sowohl ein außergewöhnliches Remake als auch ein Abenteuer, das unabhängig vom historischen Stellenwert des Originals überzeugen kann.
GameSpot kommt ebenfalls auf 9 von 10 Punkten. Beide Wertungen unterstreichen, dass die modernisierte Fassung nicht ausschließlich von nostalgischen Erinnerungen lebt.
Für Nintendo dürfte das besonders wichtig sein. Schließlich richtet sich das Remake nicht nur an Spieler, die das Original bereits auf dem Nintendo 64 oder später auf dem Nintendo 3DS erlebt haben, sondern auch an eine Generation, die Hyrule bislang vor allem aus Breath of the Wild und Tears of the Kingdom kennt. nintendoeverything.com
Nintendo Life lobt die Verbesserungen, vermisst aber mehr Herausforderungen
Mit 9 von 10 Punkten fällt auch das Urteil von Nintendo Life ausgesprochen positiv aus.
Besonders die technische und spielerische Modernisierung wird gelobt. Gleichzeitig zeigt sich hier ein Kritikpunkt, der in mehreren Rezensionen auftaucht: Nintendo hat zahlreiche Frustmomente beseitigt, aber nur begrenzt zusätzliche Herausforderungen geschaffen.
Einige der ursprünglich anspruchsvolleren Abschnitte sind durch die verbesserte Steuerung und zusätzliche Komfortfunktionen leichter zu bewältigen. Wer das Original bereits auswendig kennt, könnte sich deshalb mehr neue Aufgaben oder einen erweiterten Schwierigkeitsgrad wünschen.
Auch das Fehlen von Master Quest wird bemängelt. Damit verzichtet das Remake auf eine zusätzliche Herausforderung, die bereits aus früheren Fassungen von Ocarina of Time bekannt ist.
Modernisierte Dungeons gehören zu den größten Stärken
Ein Punkt zieht sich durch zahlreiche internationale Tests: Die Dungeons gehören auch 28 Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung zu den großen Highlights.
Nintendo hat die bekannten Tempel nicht einfach nur mit neuer Grafik versehen. Verbesserte Kameraführung, überarbeitete Steuerung und zusätzliche Komfortfunktionen verändern auch den Spielfluss.
Besonders deutlich wird das beim berüchtigten Wassertempel. Im Original mussten Spieler immer wieder das Inventar öffnen, um die Eisenstiefel anzulegen oder abzulegen. Im Remake funktioniert der Wechsel wesentlich unkomplizierter.
Auch die frei steuerbare Kamera und der direkte Zugriff auf wichtige Ausrüstungsgegenstände sorgen dafür, dass sich viele Rätsel angenehmer lösen lassen.
Wie The Verge in seinem Test hervorhebt, profitieren gerade diese klassischen Spielmechaniken erheblich von den modernen Anpassungen. Das ursprüngliche Dungeon-Design bleibt dabei erhalten. theverge.com
Nicht alle Tester sind mit den Veränderungen zufrieden
Trotz der außergewöhnlichen Durchschnittswertung gibt es einige wiederkehrende Kritikpunkte.
Die wichtigsten Kritikpunkte der internationalen Tests:
- Wenig zusätzliche Herausforderungen: Einige Dungeons und Kämpfe fallen durch die Modernisierungen leichter aus.
- Kein Master Quest: Ein zusätzlicher Modus für erfahrene Spieler fehlt.
- Teilweise konservativer Aufbau: Die Struktur des ursprünglichen Abenteuers bleibt weitgehend erhalten.
- Einzelne technische Schwächen: Unter anderem wird fehlende Kantenglättung kritisiert.
- Unterschiedliche Meinungen zum neuen Stil: Nicht jede gestalterische Entscheidung überzeugt sämtliche Tester.
Besonders deutlich wird die Kritik an der grundsätzlichen Spielstruktur bei den zurückhaltenderen Rezensionen. Die weitläufige Hyrule-Ebene wirkt aus heutiger Sicht stellenweise weniger abwechslungsreich als moderne offene Spielwelten.
Andere Tester sehen gerade darin eine Stärke: Statt die Spieler mit zahllosen Aktivitäten zu überfordern, führt Ocarina of Time sie vergleichsweise gezielt durch sein Abenteuer.
GamePro vergibt 92 Punkte und lobt besonders die Dungeons
Auch die deutsche Redaktion GamePro hat das Remake ausführlich getestet und vergibt 92 von 100 Punkten.
Im Test von Jonas Gössling werden vor allem die schöne Grafik, der hervorragende Soundtrack und die sinnvollen Komfortverbesserungen hervorgehoben.
Die Dungeons bezeichnet die Redaktion weiterhin als zeitlos hervorragend. Auch Navi, Links bekannte Begleiterin, soll durch die Anpassungen deutlich weniger nerven als früher.
Kritik gibt es dagegen für fehlende Kantenglättung und einige merkwürdig wirkende Dialogsituationen, die durch den weiterhin stummen Hauptcharakter entstehen. gamepro.de
Kann das Remake den legendären Metacritic-Rekord knacken?
Mit seinen 96 Punkten gehört das neue Ocarina of Time schon jetzt zu den höchstbewerteten Veröffentlichungen des Jahres. An die historische Bestmarke des Originals reicht es allerdings bislang nicht heran.
Die bisherigen Fassungen im Vergleich:
| Version | Metacritic |
|---|---|
| Ocarina of Time (Nintendo 64, 1998) | 99 |
| Ocarina of Time (Switch 2, 2026) | 96 |
| Ocarina of Time 3D (Nintendo 3DS, 2011) | 94 |
Der Vergleich ist bemerkenswert, weil die Neuauflage nicht nur grafisch und technisch deutlich aufgewertet wurde, sondern auch zahlreiche spielerische Änderungen bietet.
Dass der Durchschnitt trotzdem knapp unter dem Original liegt, schmälert den Erfolg kaum. Mit dem N64-Spiel von 1998 tritt Nintendo schließlich gegen einen Titel an, der die Entwicklung dreidimensionaler Action-Adventures nachhaltig geprägt hat. GamesRadar+
Das Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time erscheint am 5. November 2026 exklusiv für Nintendo Switch 2.
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